Frankétienne: Eine Aufforderung zum Kampf
Frankétienne: Eine Aufforderung zum Kampf
Roman. Aus dem Französischen von Richard Steurer-Boulard.
► Trier: litradukt Literatureditionen, 2026 (15.3). 224 S., br., 18,50 €
O: Les affres d'un défi. | Dézafi [in Kreol]. 1975.
978-3-940435-51-4
Die Bürger des kleinen haitianischen Dorfes Bois-Neuf leben in völliger Unterwerfung unter den Magier Saintil. Clodonis, ein Student, dessen "unverschämte" Bildung Saintils Macht bedroht, wird von ihm in einen Zombie verwandelt und muss Sklavenarbeit auf Reisfeldern verrichten, doch Saintils Tochter verliebt sich in ihn. Sie gibt ihm Salz und weckt ihn so aus seiner Apathie. Clodonis verteilt ds Salz an die anderen Zombies, die ebenfalls erwachen. Wird es ihnen im Bund mit den Dorfbewohnern gelingen, die Macht des Zauberer zu brechen?
Das Wiedererwachen der Zombies in dem zur Duvalier-Zeit entstandenen Roman wird zur Metapher für den Kampf gegen die Diktatur.
Einer der einflussreichsten Romane der haitianischen Literatur. (Verlagsinformation)
Richard Steurer-Boulard, geboren 1976, ist Übersetzer zahlreicher Werke aus dem Französischen, u. a. von Alain Badiou, Jacques Ranciere, Cynthia Fleury und Geoffroy de Lagasnerie.
„Frankétiennes Werk ist politisch hochaktuell und zugleich von radikaler Modernität. Es ist keine leichte Lektüre, weil er auf eine in Europa unbekannte Tradtion anspielt, den Voodoo-Kult … Der Roman – wenn er denn einer ist – schildert die Reise ans Ende der Nacht einer Gruppe von Zombies, gefangen in einem Tunnel aus physischer Not und psychischem Leid, aus dem kein Lichtstrahl ins Freie führt.“ Hans Christoph Buch, FAZ 14.3.26.
Der Autor:
Frankétienne

