Garcia-Roza, Luiz Alfredo: Ein Fenster in Copacabana
Garcia-Roza, Luiz Alfredo: Ein Fenster in Copacabana
Ein Fall für Kommissar Espinosa.
Kriminalroman. Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Nicolai von Schweder-Schreiner.
Zürich: Oktopus bei Kampa, 2026. 251 S., englbr., 17,90 €
O: Uma janela em Copacabana. São Paulo/SP 2001.
978-3-311-30097-7
Eine mysteriöse Serie von Polizistenmorden erschüttert die Dienststelle Peixoto District in Rio de Janeiro: Drei von Kommissar Espinosas Kollegen wurden aus nächster Nähe erschossen. Er vermutet, dass die Täter Verbindungen zur Polizei haben, womöglich sogar aus den eigenen Reihen stammen. Für Espinosa ist klar: Er verlässt sich einzig und allein auf Welber, seinen intelligenten und grundanständigen jungen Kollegen. Gemeinsam finden sie heraus: Die ermordeten Polizisten führten alle ein Doppelleben mit jeweils zwei Wohnungen und zwei Frauen. Dann werden auch noch ihre Geliebten tot aufgefunden. Nur beim sechsten Opfer muss der Täter einer Verwechslung aufgesessen sein. Der Kommissar setzt alles daran, die letzte lebende Affäre vor ihrem tödlichen Schicksal zu bewahren, doch ein weitreichendes Netz aus Korruption erschwert die Ermittlungen. (Verlagsinformation)
[Die deutsche Erstausgabe erschien im Jahre 2005 im Berliner Taschenbuchverlag.]
Unser Rezensent schrieb damals: "Aus den drei bisher erschienen Kriminalromanen aus Rio de Janeiro kennen die Leserinnen und Leser bereits den sympathischen Kriminalbeamten Kommissar Espinosa. Auch diesmal hat er wieder einen schwierigen Fall zu lösen: drei Kollegen und dere Geliebte werden ermordet. Zufälle, Eifersucht? Kommissar Espinoza ermittelt in dem schon bekannten korrupten Sumpf obwohl er lieber seine angloamerikanischen Lieblingsautoren lesen und Antiquariate durchstreifen würde. Auch Garcia-Roza benutzt den spannend geschriebenen Krimi als Folie, um uns die Wirklichkeit in der brasilianischen Großstadt näher zu bringen." (Rez. aus Bücher zu Lateinamerika 2006)
Der Übersetzer Nicolai von Schweder-Schreiner, geboren 1967 in Lissabon, lebte von 1981 bis 1984 in Rio de Janeiro und lebt heute in Hamburg. Er studierte Kulturwissenschaften, übersetzt seit 1997 aus dem Portugiesischen und Englischen und arbeitet auch als Musiker, Komponist und Texter, u. a. für Theater, Film und Werbung. Er hat u.a. Autoren wie Daniel Galera, Paulo Lins, João Ubaldo Ribeiro und José Saramago übersetzt. 2018 erhielt er den Hamburger Literaturpreis für Übersetzungen und 2020 den Internationalen Literaturpreis vom Haus der Kulturen der Welt.
Der Autor:
Garcia-Roza, Luiz Alfredo

