Rivera Garza, Cristina: Dem Messer die Klinge nehmen
Rivera Garza, Cristina: Dem Messer die Klinge nehmen
Femizid in den Schlamm schreiben.
Übersetzt von Johanna Schwering. Mit einem Vorwort von Priya Basil.
► Zürich: Diaphanes, 2026 (8.9.). ca. 80 S., zahlr. Abb., br., ca. 10,00 €
978-3-0358-0908-4
Inspiriert von einem „Geschichten-Messer“ (Story Knife) aus dem Walross-Elfenbein der Arktis schafft die mexikanische Schriftstellerin Cristina Rivera Garza eine facettenreiche Erzählung, die Fragen stellt: Woran wird erinnert? Und wie? Für wen? Die flüchtigen Striche eines solchen Messers wurden traditionell von jungen Yup´ik-Mädchen in die Erde oder in den Schnee gezeichnet; ihre Geschichten verwehten oder zerrannen. Rivera Garza verbindet diese kraftvolle indigene Praxis mit der Dokumentation von Gewalt in partnerschaftlichen Beziehungen, Gewalt gegen Frauen – Geschichten, die oft genug verschwinden. Könnte ein „Geschichten-Messer“ dabei helfen, diese Auslöschung rückgängig zu machen?
(Verlagsinformation)
Johanna Schwering, geboren 1981 in Hamburg, hat Lateinamerikanistik und Komparatistik studiert. Sie lebt als freie Lektorin in Berlin und übersetzt aus dem Spanischen. Sie hat u.a. Texte von Alejandra Costamagna, Rita Indiana, Valeria Luiselli, Luís Negrón, Legna Rodríguez Iglesias, Maricela Guerrero und Enrique Winter ins Deutsche übertragen. Für die Übersetzung des Romans von Aurora Venturini „Die Cousinen“ erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2023.
Die Autorin:
Rivera Garza, Cristina

