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LLoy Bolañooy, Benjamin: Roberto Bolaños wilde Bibliothek
Eine Ästhetik und Politik der Lektüre.
Berlin : De Gruyter, [2019]. Mimesis ; Band 78. XII, 467 S., Illustrationen, Hc, 119.95 €.
Dissertation, Universität Potsdam, 2018
978-3-11-065815-6 

Die vorliegende Arbeit untersucht erstmals systematisch das Gesamtwerk Roberto Bolaños mit Blick auf die vielfältigen intertextuellen Bezüge des chilenischen Autors. Posthum vor allem wegen seines Romans „2666“ von der globalen Literaturkritik zum ersten Klassiker der Weltliteratur des 21. Jahrhunderts stilisiert, fungieren in Bolaños Texten intertextuelle Verweise als ein zentrales Formverfahren, das bislang von der Kritik kaum eingehender untersucht worden ist.
Die Werk-Studie situiert Bolaño dabei nicht nur dezidiert innerhalb einer lateinamerikanischen Genealogie eines „wilden Lesens“, sondern legt über eine Lektüre, die zugleich philologisch-detailliert und panoramatisch-ideengeschichtlich operiert, die Auseinandersetzungen von Bolaños Texten über die gescheiterten Revolutionen in Lateinamerika oder die Verheerungen des globalen Kapitalismus mit dem literarischen Kanon der (Post-)Moderne frei. Diese umfassen neben der lateinamerikanischen Literatur um Autoren wie Neruda, Borges und Parra insbesondere Bezüge auf die spanische und französische Literatur von Góngora und Pascal über Baudelaire bis zu Perec sowie auf weitere Klassiker der Moderne in Gestalt von Schriftstellern wie Ernst Jünger oder William Carlos Williams. (Verlagsinformation)

Benjamin Loy ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln und Koordinator des Forschungsprojekts Reading Global. Constructions of World Literature and Latin America. 

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