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gary victor die zauberfloete websiteVictor, Gary: Die Zauberflöte
Roman. Aus dem Französischen von Peter Trier.
Trier: litradukt Literatureditionen, 2021. 178 S., br., 14,00 €
O: Masi. Montreal 2018.
978-3-940435-40-8

Wie konnte Dieuseul Lapénuri, ein kleiner Beamter ohne besondere Qualifikationen, zum „Minister für moralische und staatsbürgerliche Werte“ werden? Ausschlaggebend war wohl eine besondere Fähigkeit, die ihn zum Liebling des Präsidenten macht, denn ohne es zu ahnen kennt Dieuseul Lapénuri das “Geheimnis des Flötenspielers”. Der frischgebackene Minister wird seines Erfolgs indessen nicht froh, denn es wird gegen ihn intrigiert, der Präsident wird immer fordernder, und man hat ihn mit einem äußerst heiklen Dossier betraut, dem ersten schwul-lesbischen Kulturfestival von Port-au-Prince. Die Auseinandersetzungen darum wachsen sich zur Staatsaffäre aus.
Gary Victors bisher schärfste Politsatire über Sex, Macht, Korruption und Heuchelei. (Verlagsinformation)

Peter Trier wurde 1970 in München geboren. Er wuchs in Bonn auf, wo er Deutsch und Französisch studierte. Er arbeitete als DAAD-Lektor in Frankreich, sowie als Deutschlehrer und Übersetzer aus dem Französischen. 2006 gründete er den Litradukt Verlag, der sich auf karibische Literatur spezialisiert hat und seit 2012 seinen Sitz von Kehl nach Trier verlegt hat. Zu den von ihm übersetzten Autorinnen und Autoren gehören u. a. Maryse Condé, Anthony Phelps, Lyonel Trouillot und Gary Victor.

Der Autor:

Victor garyGary Victor wurde am 9.7.1958 in Port-au-Prince geboren.
Nach dem Studium der Agrarwissenschaften arbeitete er als Journalist.
Mittlerweile gehört er zu den meistgelesenen Schriftstellern seines Landes, dessen Gestalten feststehende Typen geworden sind. Außer Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, für die er mit mehreren Preisen, darunter dem Prix du livre RFO und dem Prix littéraire des Caraïbes ausgezeichnet wurde, schreibt Victor auch Beiträge für Funk und Fernsehen - in Haiti regelmäßig ein Aufreger. Außerdem war er Chefredakteur der Tageszeitung "Le Matin". Sein schonungsloser Blick auf die Gesellschaft hat ihn zum subversivsten Gegenwartsautor Haitis werden lassen und stellt ihn in die Tradition der Sozialromane des 19. Jahrhunderts.
Auf Deutsch erschienen bisher der Erzählband "Der Blutchor" (in einer neuen überarbeiteten Auflage), sowie weitere drei Romane.
(Photo: © Sabine Wilke)

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