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Storni CimbellinaStorni, Alfonsina: Cimbellina
Theaterstücke.
Hrsg. und übersetzt und mit einem Nachwort von Hildegard E. Keller.
Geleitwort von Daniele Finzi Pasca.
Zürich : Edition Maulhelden, 2021. 269 S., geb., 28,00 €.
978-3-907248-08-9

«Wenn es windet, weht der Wind die Samen weg. Weit entfernt von ihrer Mutterpflanze fallen sie wieder zu Boden. So kann es passieren, dass die Kinder eines Baums in der weiten Welt draußen Wälder hervorbringen. Es gibt Poeten, die auf die gleiche Weise in die Welt hinausfliegen.» Daniele Finzi Pasca in seinem Geleitwort zu CIMBELINA.
CIMBELINA ist der vierte Band der Werkausgabe, übersetzt und herausgegeben von Hildegard E. Keller. Sie ermöglicht einen neuen Blick auf das Werk der aus dem Tessin stammenden Argentinierin Alfonsina Storni (1892–1938). Erstmals in deutscher Übersetzung: Alfonina Stornis Theaterstücke für Kinder und Erwachsene, Pantomimen und Farcen sowie der autobiografische Essay über den Theaterbetrieb in Argentinien.
Alfonsina Stornis großer Traum war das Theater. Am Talent lag es nicht, dass sie keine Karriere als Schauspielerin anstrebte. Lieber wollte sie Theaterstücke schreiben und aufführen, doch der Weg war steinig. Aus der Uraufführung eines ihrer Stücke klug geworden, schrieb sie einen kritischen Essay und ließ das Publikum hinter die Kulissen blicken. Das nahm man ihr übel, aber sie gab ihn nicht auf, den Traum, der sich am leichtesten mit Kindern träumen ließ.
Das Bühnenbild stellt einen Wald dar. Der Vorhang geht hoch, man hört Vogelgesang. In der Mitte der Bühne steht ein Käfig aus Zweigen mit einer Tür, durch die die Figuren leicht auf die Bühne treten können. Zwei kleinere Kinder, die Darsteller der Papageien, sollen sich entsprechend ihrer Rolle bewegen und sprechen. Ich empfehle auf den Einsatz von Mimik praktisch zu verzichten. Man kann ihre Arme mit Federn ausstatten, die unbemerkt bleiben, solange die Arme an den Rumpf gepresst sind. Nur wenn sie in Begeisterung ausbrechen, flattern sie mit ihren Flügeln. Es versteht sich, dass man diese Rollen Kindern anvertraut, die sich durch besonderes Talent und einen feinen Sinn für Imitation auszeichnen. Micky tritt als genaue Reproduktion der Figur von Walt Disney auf. Diese Szene spielt, wenn es Nacht wird, damit der Tiger so realistisch wie möglich wirken kann. (Regieanweisungen aus Pedro und Pedrito)
(Verlagsinformation)

Hildegard E. Keller, geboren 1960 in St. Gallen, ist Autorin und Literaturwissenschaftlerin. Sie hat Germanistik, Hispanistik und Soziologie studiert und in dieser Zeit begonnen, Figurentheater und Druckgrafik zu machen. Sie lebte u.a. den USA, in San Salvador und in Buenos Aires und war Jurorin beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Seit 2001 ist sie Professorin für Literatur an der Universität Zürich.

Die Autoin:

Alfonsina Storni wurde am 29.5.1892 in Sala Capriasca/Schweiz geboren und kehrte im Alter von vier Jahren mit ihren Eltern zurück nach Argentinien.
Sie war war zunächst Schauspielerin, dann Lehrerin; sie verfaßte journalistische Arbeiten und war Autorin von Theaterstücken. Sie wurde vor allem als Lyrikerin zu einer der wichtigsten Künstlerinnen Argentiniens.
Unheilbar an Krebs erkrankt, nahm sie sich am 25.10.1938 in Rio de la Plata das Leben.
In deutscher Übersetzung erschienen mehrere Gedichtbände, zwei Theaterstücke und viele Texte in Zeitschriften und Anthologien (s. dazu: Bibliographie der argentinischen Literatur, S. 383-388 sowie: Bücher zu Argentinien 2010, S. 107f.).

Titel:

Chicas
Meine Seele hat kein Geschlecht

Cuca

Cardo

Cimbellina

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