Vargas Llosa, Mario: Der Ruf der Horde

VargasLlosa HordeVargas Llosa, Mario: Der Ruf der Horde
Eine intellektuelle Autobiografie.
Aus dem Spanischen von Thomas Brovot.
Berlin: Surkamp, 2019. 313 S., geb., SU, 24,00 €.
O: La llamada de la tribu. Madrid 2018.
978-3-518-42868-9
 
Gegen den „Ruf der Horde“ (Karl Popper), gegen den weltweit grassierenden, primitiven Populismus vergegenwä̈rtigt Mario Vargas Llosa die Traditionen des Liberalismus, die ihn geprägt, bereichert und ein ganzes Leben lang geleitet haben – als politischen Schriftsteller wie als schreibenden Politiker.
Für seine politischen Überzeugungen ist der peruanische Nobelpreisträger jahrzehntelang kritisiert, beschimpft und angefeindet worden – aber was, wenn er Recht hatte? Und welche Denker, welche Bücher haben ihm zu seinen Überzeugungen verholfen?
Mit essayistischer Verve und analytischem Scharfsinn schreibt Mario Vargas Llosa über seine Heroen des historischen Liberalismus, ü̈ber Adam Smith, José́ Ortega y Gasset, Friedrich Hayek, Karl Popper, Raymond Aron, Isaiah Berlin und Jean-François Revel. Denn sie haben ihn mit einer ganz anderen Denkungsart vertraut gemacht, mit einer Denkungsart, die das Individuum stets höher stellte als die „Horde“, die Nation, die Klasse oder die Partei und die die freie Meinungsäußerung immer schon als fundamentalen Wert für das Gedeihen von Demokratie zu verteidigen wusste. (Verlagsinformation)
 
Thomas Brovot, geboren am 9.8.1959 in Köln, studierte Romanistik und Politikwissenschaft und lebt als freier Übersetzer in Berlin. Für seine Übersetzungen aus dem spanischsprachigen Raum erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2018 den renomierten Paul-Celan-Preis. Er übersetzte u. a. Werke von lateinamerikanischen Autorinnen und Autoren wie Reinaldo Arenas, Mario Vargas Llosa, Octavio Paz, Carla Guelfenbein, Leopoldo Brizuela, Paco Ignacio Taibo II und Fabio Morábito.
 
Der Autor:

Vargas-Llosa(c)JerryBauer SVMario Vargas Llosa wurde am 28.3.1936 in Arequipa geboren.
Er besuchte zwei Jahre lang die Kadettenanstalt in Lima, studierte Philologie und promovierte über Ruben Darío. Die sogenannte Padilla-Affäre 1971 führte zum Bruch mit dem Sozialismus und seiner Freundschaft mit Gabriel García Márquez, dessen erbitterter Gegner er war.
Vargas Llosa schreibt Essays, Romane, Erzählungen, Theaterstücke. Seine bedeutendsten Romane sind „Die Stadt und die Hunde", „Das grüne Haus", „Gespräch in der ‚Kathedrale'" und „Der Krieg am Ende der Welt" - siehe dazu auch: BzL 2002/03ff.).
Im Jahre 2010 erhielt Vargas Llosa den Literatur-Nobelpreis.
(Foto: © Jerry Bauer/Suhrkamp Verlag)

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