Ortuño, Antonio: Die Verschwundenen

Ortuño VerschwundenOrtuño, Antonio: Die Verschwundenen
Roman.
Aus dem Spanischen von Hans-Joachim Hartstein.
München: Verlag Antje Kunstmann, 2019. 252 S., geb., SU, 20,00 €.
O: Olinka. Mexiko-Stadt 2019.
978-3-95614-285-7
 
Wie ein skrupelloser Bauunternehmer mit Bestechung, Erpressung und Mord seine Ziele durchzusetzen versucht und in Kauf nimmt, dass die eigene Familie daran zerbricht: In seinem grandiosen Roman zeichnet Ortuño ein erschütterndes Sittenbild des heutigen Mexiko, in dem Korruption und Gewalt allgegenwärtig sind.
Der Bauunternehmer Don Carlos Flores plant in Guadalajara eine luxuriöse Wohnanlage, für die er schon einen Namen hat, Olinka, und auch Investoren. Er muss sich für dieses Projekt, das ihn und seine Familie noch reicher machen soll, nur noch den Grund und Boden aneignen. Und die Leute vertreiben, die dort wohnen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Viele gehen nach Schikanen freiwillig, aber zwei Familien lassen sich nicht vertreiben und die sind plötzlich verschwunden. Gleichzeitig wird Don Carlos der Geldwäsche für die Drogenbosse aus dem Norden Mexikos beschuldigt und Journalisten recherchieren, wo die Verschwundenen geblieben sind. Alle Spuren weisen auf Don Carlos, der den Kopf aus der Schlinge zieht und seinen Schwiegersohn, Aurelio Blanco, als Bauernopfer den Behörden ausliefert. Ohne zu ahnen, wofür er eigentlich benutzt wird, deckt ihn Aurelio bereitwillig. Doch mit 15 Jahren Haft hat er nicht gerechnet. Als man ihn frei¬ lässt, sucht er Gerechtigkeit. Wird es sie für ihn geben? (Verlagsiinformation)
 
Hans-Joachim Hartstein, geboren 1949, übersetzt seit 1980 französisch- und spanischsprachige Literatur. Er hat u. a. Werke von Georges Simenon, Léo Malet, Luis Goytisolo, Juan Madrid, Marina Mayoral, Leonardo Padura und Ernesto Che Guevara ins Deutsche übertragen.
 
Der Autor:
ortuno1 autorVerlag Antje KunstmannAntonio Ortuño wurde 1976 in Guadalajara, Jalisco geboren. Sein Debütroman El buscador de cabezas wurde von der Zeitung Reforma zum besten mexikanischen Roman 2006 gewählt, 2010 nahm das Magazin Granta ihn in die Liste der besten spanischsprachigen Autoren auf. „Die Verschwundenen“ ist sein dritter Roman der in Deutschland erscheint. In der Anthologie „Schiffe aus Feuer“ von 2010 war er mit einer kurzen Erzählung („Tod eines Welpen“) aus seiner Kurzgeschichtensammlung El jardin japonés vertreten. Antonio Ortuño ist 2018/2019 Stipendiat des DAAD. 

(Foto: Kunstmann Verlag)

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