Victor, Gary: Im Namen des Katers

Victor KaterVictor, Gary: Im Namen des Katers
Aus dem Französischen von Peter Trier
Trier: Litradukt Verlag, 2019. 168 S., br., 12,00 €.
O: W ap konn Georges. 2018.
978-3-940435-30-9
 
Inspektor Dieuswalwe Azémar ermittelt in einer Mordserie, die ihm persönlich nahegeht: Alle Opfer waren wie er dem lokalen Zuckerrohrschnaps, dem kleren, zugetan und als Konsumenten von Katzenfleisch bekannt, das nach Meinung vieler kleren-Liebhaber besonders gut zu diesem Getränk passt. Als er die Ermittlungen auf Befehl seines Vorgesetzten unterbricht, um einen gewissen Georges zu suchen, den eine Dame aus höchsten Kreise als vermisst gemeldet hat, ahnt er nicht, in welches Wespennest er sticht. Je weitere Kreise der scheinbar skurrile Fall zieht, desto gefährlicher wird es für den Inspektor, den auch die Geister der eigenen Vergangenheit bedrängen. Im Kampf gegen Bandenkriminalität und okkulte Machenschaften kann Azémar sich auch auf seine engsten Mitarbeiter nicht mehr verlassen, doch es bleiben ihm seine Tochter Mireya, seine Beretta und die zwei W in seinem Vornahmen.
Gary Victors vierter Krimi zeigt einmal mehr Haiti in all seiner brutalen Widersprüchlichkeit, je abstruser desto realistischer. Schwarzer Humor vom Lieblingsautor der Haitianer.
(Verlagsinformation)
 
Peter Trier wurde 1970 in München geboren. Er wuchs in Bonn auf, wo er Deutsch und Französisch studierte. Er arbeitete als DAAD-Lektor in Frankreich, sowie als Deutschlehrer und Übersetzer aus dem Französischen. 2006 gründete er den Litradukt Verlag, der sich auf karibische Literatur spezialisiert hat und seit 2012 seinen Sitz von Kehl nach Trier verlegt hat. Zu den von ihm übersetzten Autorinnen und Autoren gehören u. a. Maryse Condé, Anthony Phelps, Lyonel Trouillot und Gary Victor.
 
Der Autor:
Victor garyGary Victor wurde am 9.7.1958 in Port-au-Prince geboren.
Nach dem Studium der Agrarwissenschaften arbeitete er als Journalist.
Mittlerweile gehört er zu den meistgelesenen Schriftstellern seines Landes, dessen Gestalten feststehende Typen geworden sind. Außer Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, für die er mit mehreren Preisen, darunter dem Prix du livre RFO und dem Prix littéraire des Caraïbes ausgezeichnet wurde, schreibt Victor auch Beiträge für Funk und Fernsehen - in Haiti regelmäßig ein Aufreger. Außerdem war er Chefredakteur der Tageszeitung "Le Matin". Sein schonungsloser Blick auf die Gesellschaft hat ihn zum subversivsten Gegenwartsautor Haitis werden lassen und stellt ihn in die Tradition der Sozialromane des 19. Jahrhunderts.
Auf Deutsch erschienen bisher der Erzählband "Der Blutchor" (in einer neuen überarbeiteten Auflage), sowie weitere drei Romane.
(Photo: © Sabine Wilke)

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