Caparrós, Martín: Väterland

Caparrós VäterlandCaparrós, Martín: Väterland
Roman.
Aus dem argentinischen Spanisch von Carsten Regling.
► Berlin: Klaus Wagenbach, 2020 (März). Ca. 288 S., geb., SU., Ca. 22,00 €.
O: Todo por la patria.
978-3-8031-3323-6

Buenos Aires, 1933. Die Krise ist überall, die Stadt ein Pulverfass. Ablenkung bietet nur der Fußball, der gerade als Volksdroge entdeckt wird. Ausgerechnet jetzt verschwindet der berühmteste Spieler des Landes – angeblich um mehr Gehalt von seinem Verein River Plate zu erpressen. Oder hat er doch etwas zu tun mit dem mysteriösen Tod eines Mädchens aus der Oberschicht?
Andrés Rivarola, ein charmanter Tagedieb und verhinderter Tangodichter, will eigentlich nur einem Bekannten, dem Kokain-Dealer des Fußballers, aus der Patsche helfen. Mit dabei: Raquel, eine polnische Jüdin mit zurückgegelten roten Haaren, die elegante Herrenanzüge trägt und wenig von festen Bindungen hält. Sie ist entschlossen, die Wahrheit über den Tod ihrer Freundin herauszufinden. Ungebremst schlittert das Duo in eine politische Verschwörung hinein, die um einige Nummern zu groß ist für die beiden.
Mit viel Sprachwitz lässt Martín Caparrós das Buenos Aires der dreißiger Jahre lebendig werden: halbseidene Bars, verqualmte Zeitungsredaktionen, skurrile Nebenfiguren, Dichtercafés, faschistische Aufmärsche, dampfende Schlachthöfe – ein Tango am Abgrund. (Verlagsinformation)

Carsten Regling, geboren 1970 in Göttingen, studierte Lateinamerikanistik, Soziologie und Ethnologie in Berlin. Er ist Übersetzer aus dem Spanischen und Lektor. Er übertrug u. a. Werke von Ricardo Piglia, Manuel Vásquez Montalbán, Miguel Ángel Hernández und Roberto Ampuero. Der Autor und Lektor Carsten Regling lebt in Berlin.

Der Autor:

Martín Caparrós wurde 1957 in Buenos Aires geboren. Er ging 1976 nach dem Putsch der Militärs ins Exil, studierte in Paris an der Sorbonne Geschichte, lebte in Madrid und New York, leitete Literaturzeitungen, übersetzte Voltaire, Shakespeare und Quevedo. 1992 erhielt er den Premio Rey de España, 1994 ein Guggenheim-Stipendium und 2004 den Premio Planeta Latinoamérica für seinen Roman Valfierno, der 2006 in deutscher Übersetzung erschien. Auf Deutsch erschien zuletzt der Reportageband „Der Hunger“ (2015). Den Hintergrund des Romans „Väterland“ hat der studierte Historiker präzise recherchiert. Er zählt zu den führenden Intellektuellen der spanischsprachigen Welt. Caparrós lebt, wenn er nicht gerade auf Reisen ist, in Buenos Aires und Madrid.

Titel:
Der Hunger
Wir haben uns geirrt
Die Ewigen

Väterland

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