Hudson, William Henry: Müßige Tage in Patagonien

Hudson Patagonien MSjpgHudson, William Henry: Müßige Tage in Patagonien
Aus dem Englischen, mit Anmerkungen und einem Nachwort von Rainer G. Schmidt.
Berlin: Matthes & Seitz, 2019. Naturkunden Nr. 57. 239 S., fadengeh., 22,00 €.
O: Idle Days in Patagonia.
978-3-95757-793-1

»Während ich sprach, nahm ich einen Revolver in die Hand; und mein Gefährte hatte gerade begonnen, mir zu erzählen, dass dies ein Revolver mit einer ganz besonderen Marotte sei, als das Ding mit einem schrecklichen Knall losging und mir eine Kugel ins linke Knie jagte.«
Mit dem Besuch Patagoniens hatte sich der Schriftsteller und Vogelkundler W. H. Hudson einen Lebenstraum erfüllt. Doch nachdem er sich vor dem Ertrinken auf einem kenternden Dampfer gerettet und nach einer Wanderung durch die Dünen ohne Wasser und Essen endlich ein englisches Lager erreicht hatte, schießt er sich ins eigene Bein. Sein Begleiter holt Hilfe, während sich eine Schlange in seinen Schlafsack verirrt. Durch all dies zu unverhofftem Müßiggang gezwungen, geht er nicht wie geplant auf Jagd nach seltenen Vögeln, sondern liegt ermattet, die Fliegen beobachtend und über die Schönheit der Vögel, die Vielfalt der Natur, das Einzigartige des Lebens staunend, in einer Hängematte. Seine Reflexionen wurden zu einem Klassiker der Reiseliteratur. Ornithologische Betrachtung und philosophischer Essay zugleich, zeugen sie von der außergewöhnlichen Beobachtungsgabe Hudsons und seiner erzählerischen Kraft, die ihn auch für Autoren wie Hemingway zum Vorbild werden ließ. (Verlagsinformation)
Die deutsche Übersetzung von Rainer G. Schmidt erschien erstmals 2007 und wurde für die vorliegende Ausgabe leicht überarbeitet. (siehe: Bücher zu Argentinien, 2010)

Rainer G. Schmidt wurde 1950 im Saarland geboren, studierte Kunstgeschichte, Philosophie, Germanistik und Soziologie an der Universität des Saarlands und in Marburg. Er ist Lyriker, Hörspielautor und Übersetzer (u. a. Arthur Rimbaud, Herman Melville, W.H. Hudson und Victor Hugo).
Schmidt erhielt 1998 den Paul-Celan-Übersetzerpreis und 2015 den Paul-Scheerbart-Preis für seine Lyrik-Übersetzungen. Derzeit übersetzt er das zwölfbändige Tagebuch von Henry D. Thoreau.

Der Autor:

Hudson, W[illiam] H[enry]
Geboren am 4. August 1841 in Quilmes/Prov. Buenos Aires, gestorben am 18. August 1922 in Worthing/West Sussex, England. Seine Eltern waren geborene US-Amerikaner. Als junger Erwachsener machte er mehrere Forschungsreisen und Wanderungen in das südliche Argentinien. Naturforscher und Verfasser einfühlsamer Naturschilderungen. 1869 übersiedelte nach England. Sowohl die englische als auch die argentinische Nationalliteratur reklamieren Hudson für sich.

Titel:

Müßige Tage in Patagonien

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