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Zum 100. Geburtstag von Mario Benedetti aus Uruguay

Mario Benedetti (Mario Orlando Hamlet Hardy Brenno Benedetti Farugia) wurde am 14.9.1920 in Paso de los Toros geboren. Er war Journalist, Essayist, Prosaautor und Lyriker.
Benedetti arbeitete zunächst als Journalist. Als Mitglied der Opposition gegen die Regierung verlor er nach dem Putsch der Militärs (1973) seinen Posten an der Universität in Montevideo und ging ins Exil (mit den Stationnen: Buenos Aires, Lima, Havanna, Palma de Mallorca und Madrid). Als Erzähler, Romancier und Lyriker war er der meistgelesenste Autor seines Landes. Für sein Werk erhielt er zahllose Preise; sein Werk wurde in mehr als 25 Sprachen übersetzt, mehrere seiner Romane wurden verfilmt und etliche Gedichte vertont. Seine Lyrik hielt er im übrigen für den wichtigsten Teil seiner Arbeit; seine Prosa spielt im Angestellten-Milieu und behandelt  außerdem die Probleme des Exils und der Gefangenschaft während der Militärjunta.
In deutscher Übersetzung erschienen eine Vielzahl von Arbeiten, die leider nur noch antiquarisch lieferbar sind. Dazu gehören die Romane „Die Gnadenfrist“ [sein bekanntestes Werk] (1984), „Frühling im Schatten“ (1986), „Danke für das Feuer“ (1987), „Das Mädchen und der Feigenbaum“ (1994) und zwei Bände mit Erzählungen „Die Sterne und du“ (1984) und „Auf den Feldern der Zeit“ (1990), sowie ein leider nur einsprachiger Auswahl-Band mit Gedichten „Verteidigung der Freude“ (1985). In seinem Essay-Band „Literatur und Revolution“ von 1985 thematisiert Benedetti das Verhältnis der Intellektuellen, Dichter, Künstlern zur Revolution.
Mario Benedetti starb am 17.5.2009 in Montevideo.

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