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Zum 50. Todestag von Hernán Robleto
 
Vor fünfzig Jahren, am 17. Februar, andere Quellen nennen den 19. 2., starb in Mexiko-Stadt der Publizist, Dramatiker, Schriftsteller und Politiker Hernán Robleto.
Er wurde am 17.10.1892 in Camoapa/Nicaragua geboren und arbeitete schon früh als Journalist in Mexiko. In seiner Heimat gründete er mehrere Zeitschriften und beteiligte sich 1926 am Kampf gegen die konservative Regierung und die US-amerikanische Intervention, die die Politik in Nicaragua von 1909 bis 1932 bestimmte. Der von General Sandino geführte Bürgerkrieg gegen den von den USA gestützten Präsidenten und die US-Marines beschreibt Robleto in seinem 1930 erschienenen Roman Sangre en el trópico. La novella e la intervención Robleto Freih SU.File2669 Kopieyanki, der in mehrere Sprachen übersetzt wurde und internatiionale Anerkennung erfuhr (1933 in der Übertragung von G. H. Neuendorff unter dem Titel „Es lebe die Freiheit“ in Deutschland erschienen). Der Tatsachenroman, der teilweise auf persönlichen Erlebnissen des Autors beruht, besteht aus locker aneinandergesetzten Reportage-Szenen, die Robleto selbst „proletarischen Stil“ nannte.
In einem zweiten, thematisch anschließenden, Roman Los estrangulados. El imperialismo yanki en Nicaragua von 1933 (dt. von Neuendorff unter dem Titel „Gabriel Aguilar“, 1935) prangert Robleto den „nordamerikanische(n) Imperialismus und die Praktiken der mächtigen Handelsgesellschaften [u.a. der United Fruit Company] in den von ihnen beherrschten Staaten ... konzensionslos scharf“ an. (Reichardt, 1992).
Hernán Robleto, Autor zahlreicher Romane, von Erzählungen und Theaterstücken, wurde in den 30er Jahren Generalkonsul in Mexiko und bekleidete verschiedene Regierungsämter in seinem Heimatland bevor er sich in Mexiko niederließ.
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