Onetti, Juan Carlos: Gesammelte Werke in fünf Bänden

Onetti, Juan Carlos: Gesammelte Werke in fünf Bänden
Hrsg. von Jürgen Dormagen und Gerhard Poppenberg.
Frankfurt/M. / Berlin: Suhrkamp, 2005 bis 2015. 198,00 €.
Die Werkausgabe enthält sämtliche vollendeten Romane und Erzählungen Onettis in gründlich revidierten Übersetzungen und erstmals auf deutsch edierte Texte, zusammen mit Anmerkungen und Nachworten der Herausgeber.
Mit den abschließenden Bänden IV und V ist die Werkausgabe seit November 2015 komplett.

Nähere Angaben zu den Einzelbänden siehe:

Der Schacht. Niemandsland. Für diese Nacht. [Bd. I]
Das kurze Leben. Abschiede. Für ein Grab ohne Namen. [Bd. II]
Leichensammler. Die Werft. [Bd. III]
Der Tod und das Mädchen. Lassen wir den Wind sprechen. Wenn damals. Wenn es nicht mehr wichtig ist. [Bd. IV]
Sämtliche Erzählungen. [Bd. V]

Jürgen Dormagen arbeitete von 1984 bis zur seiner Pensionierung 2011 als Lektor im Suhrkamp Verlag, Er war dort zuständig für den Bereich der spanischen und lateinamerikanischen Literatur. Außerdem leitete er Seminare für den Deutschen Übersetzerfond. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der „Übersetzerbarke“ des Verbandes deutschsprachiger Übersetzer. Zusammen mit Gerhard Poppenberg war er verantwortlich für er die gerade fertiggestellte Werkausgabe von Juan Carlos Onetti.
Gerhard Poppenberg hat Philosophie, Religionswissenschaft, Romanistik, Germanistik und Literaturwissenschaft an der FU Berlin studiert. Er arbeitete zunächst als Autor für Rundfunk und Presse sowie als Übersetzer für verschiedene Verlage. Nach seiner Habilitation an der FU Berlin und verschiedenen Tätigkeiten an diversen Hochschulen ist er seit seit 2002 Lehrstuhlinhaber für Romanistik an der Ruprecht Karls-Universität Heidelberg. Seit 2005 arbeitet er gemeinsam mit Jürgen Dormagen an der Herausgabe der Gesammelte Werke von Juan Carlos Onetti.

Der Autor:

 
OnettiJC c SVJuan Carlos Onetti wurde am 1. Juli 1909 in Montevideo geboren.
Er arbeitete in seiner Jugend zunächst als Kellner, Portier und Verkäufer. Anfang der 30er Jahre lebte er zeitweise in Buenos Aires, später erneut von 1941 bis 1955. 1957 wurde er Direktor der Städtischen Bibliotheken von Montevideo, erhielt 1974 den Nationalpreis für Literatur und lebte seit 1975 im Exil in Madrid.
Seine Bedeutung als einer der größten Prosaautoren Lateinamerikas wurde relativ spät erkannt. Für Carlos Fuentes ist sein Werk das „Fundament der lateinamerikanischen Moderne". Viele seiner Bücher liegen mittlerweile übersetzt vor, sie sind besprochen in: BzL 2002/03 und den drei folgenden Verzeichnissen der Neuerscheinungen.
Dem Suhrkamp-Verlag ist es zu verdanken, daß jetzt eine weltweit erste Onetti-Werkausgabe erscheint und die Übersetzungen dabei neu durchgesehen, gründlich revidiert und um bisher Unveröffentlichtes ergänzt werden.
Juan Carlos Onetti starb am 30.5.1994 in Madrid.
(Foto: © Suhrkamp Verlag)

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