Galeano, Eduardo: Frauen

Galeano FrauenGaleano, Eduardo: Frauen
[Anthologie] Übersetzungen von Carina von Enzenberg, Erich Hackl und Lutz Kliche.
Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 2017. 221 S., geb., 22,00 €.
O: Mujeres. 2015.
978-3-7795-0566-2
 
Eduardo Galeano verteidigt die Würde der Frau mit unerhörten Geschichten. Erzählt mit List und Leichtigkeit.
Als Eduardo Galeano im April 2015 starb, trauerte die Welt um den großen linken Intellektuellen Lateinamerikas, den unorthodoxen Chronisten und Meister der kleinen Form. Sein Leben lang hat er Geschichten gesammelt und von unerhörten Begebenheiten berichtet, die alle ein Thema umkreisen: Das Verhältnis von Unterdrückern und Unterdrückten. Und weil das Monopol auf Waffen und Worte in allen Kulturen ein männliches ist, verteidigte Eduardo Galeano seit jeher die Würde der Frauen. „Frauen", ein Band, den der Autor kurz vor seinem Tod veröffentlichte, versammelt Anekdoten aus seinem Werk, die von bemerkenswerten Frauen aus verschiedenen Zeiten und allen Teilen der Welt erzählen. Sie berichten von unbekannten und berühmten Frauen, die von großen Ideen angetrieben wurden, mit frappierender Schönheit, Mut oder Kampfgeist ausgestattet waren. Und die - trotz oder gerade wegen ihrer Stärken - immer wieder herabgewürdigt und als Gefahr für männliche Vormachtstellung bekämpft wurden. Die zugrunde gingen oder sich stolz behaupteten. Die Leichtigkeit und der feine Humor nehmen den Geschichten nie die Schärfe, machen sie aber zum großen Lesevergnügen! (Verlagsinformation)
Mit Ausnahme von zwei Texten stammen alle Kurzerzählungen aus verschiedenen, bereits in deutscher Übersetzung vorliegenden Sammlungen (Erinnerung an das Feuer, dt. 1983; Das Buch der Umarmungen, dt. 1991; Wandelnde Worte, dt. 1997; Die Füße nach oben, dt. 2000; Fast eine Weltgeschichte, dt. 2009 und Kinder der Tage, dt. 2012.)
 
Der Autor:
 
GaleanoYabeckEduardo Hughes Galeano wurde am 3. September 1940 in Montevideo geboren.
Er ist Journalist und war Chefredakteur bei mehreren renomierten Zeitungen und Zeietschriften in Uruguay und Argentinien.
Ab 1976 lebte er im spanischen Exil. 1985, nach der Beendigung der Militärdiktatur in Uruguay, kehrte er nach Montevideo zurück. Für seine literarische Arbeit erhielt er u.a. den Preis der „Casa de las Americas" und den „American Book Award". Er ist Ehrendoktor der Universitäten La Paz, Havanna und Neuquén/Argentinien.
Sein international bekanntestes Werk sind „Die offenen Adern Lateinamerikas".
Zu den zahlreichen anderen auf Deutsch vorliegenden Werken siehe auch BzL 2002/03 und Nachträge.
Eduardo Galeano starb am 13.4.2015 in Montevideo.

(Foto: Yabeck © beim Autor)

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