[Cortázar] Hans-Jürgen Schmitt: Julio Cortázar

Cortázar TKHans-Jürgen Schmitt: Julio Cortázar
Der phantastische Realist.
München: edition text + kritik, 2017. Schreiben andernorts. 203 S., br., 29,00 €.
978-3-86916-457-1
 
Julio Cortázar (1914–1984) gehört zu den großen Schriftstellern der lateinamerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Der fantastische Realist hinterließ ein Werk, das es in seiner Modernität immer noch zu entdecken gilt.
Der Argentinier Julio Cortázar wurde in Brüssel geboren, wuchs in Buenos Aires auf und lebte von 1951 bis zu seinem Tode in Paris. Sein Werk ist von einer komplexen Vielfalt – mal realistisch, mal surrealistisch, mal fantastisch –, ein Aufeinandertreffen bizarrer Welten. Seine Erzählungen sind voller überraschender Abenteuer, seine Romane Grenzgänge, Experimente mit unvorhersehbarem Ausgang.
In diesem Band von "Schreiben andernorts" wird Cortázar u.a. mit seinem Hauptwerk "Rayuela" vorgestellt wie auch mit seiner berühmten Novelle "Der Verfolger" über den Saxofonisten Charlie Parker. Ferner lernt der Leser den brillanten Essayisten über "Reise um den Tag in 80 Welten" kennen oder auch über sein Logbuch "Die Autonauten auf der Kosmobahn", eine "zeitlose Reise" Cortázars und seiner Ehefrau Carol Dunlop auf der Autobahn von Paris nach Marseille. Mit seinem Sinn für Humor, seiner analytischen Fähigkeit und seinem subtilen Blick für Realitäten kultiviert Cortázar eine imaginative Seite, die das Reale sofort wieder aufhebt. Seine intellektuellen wie künstlerischen Fähigkeiten führt er in einer großen, fantastisch-realen Literatur zusammen. (Verlagsinformation)

„Hans-Jürgen Schmitt ist es gelungen, das Faszinierende seines Werks und seiner Person lebendig zu machen, und so spürt man den unwiderstehlichen Drang, sofort wieder Cortázar zu lesen.“ (Michi Strausfeld, Literatur-Kritik)

 
Hans-Jürgen Schmitt, 1938 geboren, studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie. Er war literarischer Lektor bei verschiedenen Verlagen, sowie Literaturredakteur bei Piper, S. Fischer und Hoffmann und Campe sowie von 1975 bis 1978 Literaturredakteur beim Hessischen Rundfunk und ständiger Mitarbieter bei verschiedenen Zeitungen (FR, FAZ, SZ). Seit den 80er Jahren liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit auf der Vermittlung der iberoamerikanischen Literatur. Als freier Publizist arbeitete er u. a. für die Rundfunksender HR, WDR und DLF. Während längerer Aufenthalte lernte er Mexiko und Guatemala kennen. Schmitt lebte zwischen 1993 und 2004 als Kulturkorrespondent und Literaturkritiker in Spanien.
Als Herausgeber und Übersetzer machte er das deutschsprachige Publikum u. a. mit Werken von Leopoldo Lugones, Jaime Sabines, Delmira Agustini, Alfonsina Storni, José Revueltas, Horacio Quiroga und Alejandra Pizarnik bekannt. Hinzu kamen zahlreiche Veröffentlichungen und Essays u.a. zu Octavio Paz, Gabriel García Márquez, Ernesto Sábato, Mario Vargas Llosa und Guillermo Cabrera Infante.