[Mexiko] Kerkeling, Luz: ¡Resistencia!

Kerkeling ResistenciaKerkeling, Luz: ¡Resistencia!
Südmexiko: Umweltzerstörung, Marginalisierung und indigener Widerstand.
Münster: Unrast, 2013. Reihe: Studien zur globalen Gerechtigkeit, Bd 4. 575 S., br., 26,80 €.
978-3-89771-038-2

Luz Kerkeling beschreibt und analysiert in ¡RESISTENCIA! die sozialen Konsequenzen, die die herrschende Politik in Mexiko für die indigenen Widerstandsbewegungen in Chiapas, Oaxaca und Guerrero hat. In einer detaillierten und aktuellen Untersuchung werden die Interessen der jeweiligen Akteur_innen dargestellt; darunter unterschiedliche Regierungsebenen, lokale Machthaber_innen, Militärs, paramilitärische Verbände, mexikanische und transnationale Unternehmen, internationale Finanzorganisationen sowie regierungskritische Gruppierungen, indigene Zusammenschlüsse und Guerillaorganisationen.
Im Zentrum der Studie, die auf über 110 Interviews basiert, stehen die Kritik an den Projekten von Wirtschaft und Regierung, die alternativen Vorschläge sowie die darüber hinausgehenden Zielvorstellungen der indigenen Organisationen, die sich im Widerstand gegen die mexikanischen Eliten und das globale kapitalistische System befinden. Die von den indigenen Bewegungen praktizierten Autonomieprozesse bieten inspirierende Ansatzpunkte für eine radikaldemokratische und solidarische Neuorganisation der gesellschaftlichen Verhältnisse, die weit über die Situation in Mexiko hinausgehen und somit von globaler Relevanz sind.

Neben Angehörigen der Zapatistischen Befreiungsarmee EZLN kommen Aktivist_innen diverser anderer indigener Organisationen aus dem Umfeld des Nationalen Indigenen Kongresses CNI sowie dem Netzwerk La Sexta zu Wort, einer horizontalen Mobilisierung, die danach strebt, mit friedlichen Mitteln eine linke Verfassung „von unten für unten" durchzusetzen. Eingebettet werden die Analysen in eine soziologische Reflexion über Chancen und Grenzen der emanzipatorischen indigenen Bewegungen und Organisationen.
(Verlagsinformation)

Inhaltsverzeichnis (gekürzt)
Kleine Vorbemerkung                 
I. Einleitung
I.1 Themenwahl und Motivation
I.2 Fragestellungen und Methoden
I.3 Begrifflichkeiten und Definitionen
II. Die indigene Bevölkerung in der Geschichte Mexikos
III.Mexiko im Zeitalter des Neoliberalismus
III.1 Die Transformation des mexikanischen Staatsmodells
III.2 Auswirkungen der neoliberalen Politik für die indigene Bevölkerung in Mexiko
IV. Die unabhängigen indigenen Bewegungen in Südmexiko
IV.1 Chiapas
IV.2 Oaxaca
IV.3 Guerrero
IV.4.Der Nationale Indigene Kongress CNI
IV.5 Die Kämpfe der Frauen
IV.6.Bewaffnete Organisationen im Kontext indigenen Widerstands
IV.7 Juristische Rahmenbedingungen der indigenen Rechte
IV.8 Die Sechste Deklaration aus dem Lakandonischen Regenwald und die Andere Kampagne (La Sexta / Die Sechste) der EZLN
IV.9 Bildung, Medien, Kunst und die indigenen Bewegungen
IV.10.Tansnationale Vernetzung und Solidarität
V. Reflexionen des Kampfes um indigene Autonomien in Südmexiko
V.1 Stimmen gegen indigene Autonomie
V.2 Die indigenen Widerstände
V.3 Schlussfolgerungen: Chancen und Grenzen der unabhängigen indigenen Zusammenschlüsse in Südmexiko
VI. Literatur
Zeitschriften und Zeitungen - Internetquellen - Interviews - Film, Radio und Video - Flugschriften - Internet-Links