Quijano, Aníbal: Kolonialität der Macht, Eurozentrismus und Lateinamerika

quijanoQuijano, Aníbal: Kolonialität der Macht, Eurozentrismus und Lateinamerika
Mit einer Einleitung von Jens Kastner und Tom Waibel.
Aus dem Spanischen von Alke Jenss und Stefan Pimmer.
Wien: Turia + Kant, 2016. Reihe: „es kommt darauf an“. 122 S., englbr., 16,00 €.
978-3-85132-821-9

„Die derzeitige Globalisierung ist der Höhepunkt eines Prozesses, der mit der Konstitution Amerikas und des kolonial-modernen eurozentrischen Kapitalismus als neuem Muster globaler Macht seinen Anfang nahm. Eine der grundlegenden Achsen dieses Modells ist die soziale Klassifizierung der Weltbevölkerung anhand der Vorstellung von raza, einer mentalen Konstruktion, in der sich die elementare Erfahrung kolonialer Herrschaft ausdrückt.“
Vor dem Hintergrund der Geschichte Lateinamerikas entwickelt Quijano eine materialistische Theorie der Kolonialität und der Dekolonisierung.
(Verlagsinformation)

Der peruanische Soziologe Aníbal Quijano (* 1928) ist einer der differenziertesten Stichwortgeber für den dekolonialen Diskurs in Lateinamerika. Mit „Kolonialität der Macht, Eurozentrismus und Lateinamerika“ liegt erstmals ein Schlüsseltext in deutscher Übersetzung vor.
Alke Jenss hat am Institut für Soziologie der Philipps-Universität Marburg promoviert und ist Lecturer in International Conflict Management an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin.
Stefan Pimmer ist Sozialwissenschafter mit Schwerpunkt Lateinamerika und Redakteur des Journal für Entwicklungspolitik.
Jens Kastner ist Soziologe und Kunsthistoriker und arbeitet als Senior Lecturer an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Tom Waibel ist Philosoph und Übersetzer und arbeitet an der Schnittstelle von politischer Theorie und künstlerischer Praxis.