Herbert, Julián: Jesus liebt dich nicht / Cristo no te ama

Herbert JesusKleinHerbert, Julián: Jesus liebt dich nicht / Cristo no te ama
[Gedichte / Poemas] Zweisprachig: Spanisch / Deutsch.
Übersetzungen von: Timo Berger. Illustrationen: Mónica Álvarez Herrasti.
Nachwort von Timo Berger: Die Bibliothek in der Wüste. Über die Gedichte von Julian Herbert.
Berlin: Verlagshaus J. Frank, 2014. 
Edition Polyphon. Quartheft 56. 117 + 104 S., br., 13,90 €.
978-3-940249-64-7

Die vorliegende Gedichtauswahl stammt aus seinen bisher veröffentlichten sechs Lyrikbänden.
Sie beweist nicht nur, dass er ein ambitionierter und experimenteller Lyriker ist, sondern auch, dass er ein passionierter Leser und offen für vielfältige kulturelle Einflüsse ist. Herbert ist ein Jongleur mit verschiedenen Stilebenen, sprachlichen Registern, kulturellen Genres und historischen Verweisen – all das zitiert und aktualisiert er in seinen Gedichte und Prosatexten, sodass ein eigener, unverwechselbarer Ton entsteht. Griechische und römische Mythen sind in den Gedichten ebenso präsent, wie Legenden und Chroniken der Mayas und Azteken, die mystischen Schriften der Sor Juana Inés de la Cruz aus dem 17. Jahrhundert, die Geschichten der Eroberungsfeldzüge der Mongolen, sowie Zitate aus angelsächsischer Dichtung von Whitman, Coleridge über Pound zu T.S. Eliot, aus dem französischen Modernismus, der Beatliteratur, dem Konkretismus des Brasilianers Paul Leminsky – und all das neben Anleihen aus der Popkultur: Superhelden, Comicfiguren, Hollywoodfilme, Musicals, Rock- und Popsongs. (Verlagsinformation)

Der Übersetzer Timo Berger hat in Tübingen, Buenos Aires und Berlin studiert. Er veröffentlicht Erzählungen, Lyrik und Essays in spanischer und deutscher Sprache und arbeitet als Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen. Berger organisierte bis 2007 Salida al Mar – das Internationale Festival aktueller Poesie in Buenos Aires und zusammen mit Rike Bolte seit 2006 das lateinamerikanische Poesiefestival Latinale.
Die Illustratorin Mónica Álvarez Herrasti ist Bildende Künstlerin, Köchin und Mutter. Sie wurde 1974 in Mexiko-Stadt geboren. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen in Mexiko, Honduras, Kuba, USA, Deutschland und Spanien gezeigt.


Der Autor:

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Julián Herbert wurde 1971 in Acapulco geboren. Er ist Autor von Lyrik, Prosa und Essays, für die er zahlreiche Preise erhielt. Seine Gedichte sind im besten Sinne des Wortes als hybrid zu bezeichnen: Zum einen weil er, der Idee einer postautonomen Literatur folgend, die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischt; zum anderen weil er sich in seinen Texten aus einem gewaltigen Lektüreschatz bedient. Herbert ist ein Jongleur mit verschiedenen Stilen, sprachlichen Registern, kulturellen Genres und historischen Verweisen – all das zitiert und aktualisiert er in seinen Gedichten, sodass ein eigener, unverwechselbarer Ton entsteht.
Er war Gast vieler nationaler und internationaler Literaturfestivals, unter anderem des Poesiefestival Berlin 2009. Er lebt heute in Saltillo, Coahuilla, Mexiko. In deutscher Übersetzung sind bisher Gedichte und eine Erzählung in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien erschienen.
(foto: © Mónica Álvarez Herrasti)