Benesch, Evelyn, Ingried Brugger (Hrsg.): Fernando Botero

botero HatjeBenesch, Evelyn, Ingried Brugger (Hrsg.): Fernando Botero
Texte von u. a. Mario Vargas Llosa, Interview mit Fernando Botero
München: Hatje-Cantz, 2011. 148 S. m. 148 Abb., davon 120 farbig, 24,5 x 28 cm, geb., 39,80 €. (vergriffen)
978-3-7757-3220-8

Der vorliegende Katalog erschien anlässlich der Ausstellung von Oktober 2011 bis Januar 2012 in Wien.
Fernando Botero wurde am 19.4.1932 in Medellín geboren. Schon früh entstehen erste Zeichnungen und Aquarelle, vor allem zum Thema Stierkampf (der 12jährige besuchte eine Stierkämpfer-Schule). 1948 zeigt er erstmals einige seiner Arbeiten; aufmerksam verfolgt er die künstlerischen Entwicklungen in Europa. Er zieht in die Hauptstadt und hat dort schnell Anschluss an die damalige künstlerische Avantgarde. In der Folge hat er einige Ausstellungen, kann seine Bilder verkaufen und damit eine Reise nach Europa finanzieren. Er lebt und lernt in Madrid, Paris und Florenz. Zurück in Bogotá wird er 1958 Professor an der Kunstakademie.
Die weiteren Stationen seiner künstlerischen Entwicklung sind in dem vorliegenden Katalog mit vielen Fotos dokumentiert. Weiterführende Literatur ist ebenso aufgeführt wie eine Liste seiner zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland.
Der Katalog bietet einen umfangreichen Querschnitt durch das gesamte Schaffen Boteros von den frühesten Arbeiten für zu seinen aktuellen Arbeiten. Es sind seine allgemein bekannten charakteristischen Portraits und Akte, aber auch Stillleben. Weitere Objekte dieses thematisch gegliederten Katalogs sind das katholische Lateinamerika und der Stierkampf. Ob die sogenannten repräsentativen Portraits den jeweils „aufgeblasenen" Portraitierten gefallen haben, ist nicht überliefert. Erschüttert steht der Betrachter dann vor den Bildern aus dem Zyklus „Abu Ghraib", die sich auf den amerikanischen Folterskandal während des Irak-Kriegs beziehen.
Eine empfehlenswerte Publikation!
Klaus Küpper, BzL