Reyes, Emma: Das Buch der Emma Reyes

Reyes BuchReyes, Emma: Das Buch der Emma Reyes
Eine Kindheit in 23 Briefen
Übersetzung aus dem Spanischen von Thomas Brovot
Mit einem Vorwort von Michi Strausfeld
Köln: Bastei Lübbe, 2017. 225 S., geb., SU, 22,00 €.
O: Memoria por correspondencia. 2012.
978-3-8479-0032-0
 
In 23 Briefen erzählt die kolumbianische Künstlerin Emma Reyes von ihrer Kindheit in äußerster Armut: von den ersten Lebensjahren in einem fensterlosen Verschlag in Bogotá, der Mutter, die sie und ihre Schwester im Stich lässt, und dem Kloster, in dem das Leben nur aus Beten und Arbeiten besteht. Trotz des harten Schicksals ist in Emmas Briefen keinerlei Wehklagen zu finden, sie schillern vor poetischer Kraft. Gabriel García Márquez war begeistert von diesem außergewöhnlichen literarischen Werk, das in Kolumbien längst zum Klassiker geworden ist. (Verlagsinformation)
 
Thomas Brovot, geboren am 9.8.1959 in Köln, studierte Romanistik und Politikwissenschaft und lebt als freier Übersetzer in Berlin. Für seine Übersetzungen aus dem spanischsprachigen Raum erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Er übersetzte u. a. Werke von lateinamerikanischen Autorinnen und Autoren wie Reinaldo Arenas, Mario Vargas Llosa, Octavio Paz, Carla Guelfenbein, Leopoldo Brizuela, Paco Ignacio Taibo II und Fabio Morábito.
 
Michi (Mechthild) Strausfeld wurde 1945 in Recklinghausen geboren. Sie ist Hispanistin, Romanistin und Anglistin und hat als Lektorin, Übersetzerin und Herausgeberin in bisher über 400 Publikationen dem deutschsprachigen Lesepublikum literarische Werke aus Lateinamerika, Spanien und Portugal vermittelt. Strausfeld lebt in Berlin und Barcelona.
 
Die Autorin:
 
Die kolumbianische Künstlerin Emma Reyes wurde 1919 in Bogotá geboren und ist am 12.7.2003 in Bordeaux gestorben. Sie wuchs sie in äußerst ärmlichen Verhältnissen auf. Mit dem Malen begann sie 1943 in Buenos Aires, wenige Jahre nach ihrer Flucht aus dem Kloster. 1947 wanderte sie nach Paris aus, wo zwei Jahre später ihre erste Ausstellung stattfand. Ihre Arbeit für die UNESCO führte sie nach Washington und Mexiko, wo sie sich unter anderem mit Frida Kahlo und Diego Rivera anfreundete. Anfang der Sechzigerjahre kehrte sie nach Paris zurück. Dort entstanden zwischen 1969 und 1997 die Briefe an ihren Freund Germán Arciniegas, in denen sie ihre Kindheit in Kolumbien schildert. Der kolumbianische Historiker, Politiker und Journalist Arciniegas zeigte die Briefe Gabriel García Márquez, der vergeblich versuchte, Emma Reyes von einer Veröffentlichung dieses außergewöhnlichen Werks zu überzeugen. Vor ihrem Tod übergab sie die Briefe einer Stiftung, die im Jahr 2012 schließlich die Veröffentlichung ermöglichte.
 
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