Neruda, Pablo: Ode an einen Stern

Neruda Stern großNeruda, Pablo: Ode an einen Stern
Aus dem Spanischen von Fritz Rudolf Fries.
Illustrationen von Elena Odriozola
Zürich: Bajazzoverlag, 2010. [24] S, geb., ill. 21 x 28 cm. 14,90 €. (vergriffen)
O: Oda a una estrella; aus: Tercer libro de las odas. 1957.
978-3-905871-21-0

„Neulich in der Nacht beugte ich mich auf der Terrasse eines riesig großen, stolzen Wolkenkratzers weit hinaus und berührte das nachschwarze Himmelsgewölbe. In einem Anfall hemmungsloser Liebe griff ich nach einem himmlichen Stern ...". So beginnt Nerudas Ode an einen Stern.
Er nimmt ihn einfach in seiner Hosentasche mit, trägt ihn nach Hause und versteckt ihn unter seinem Bett. Aber das „astrale Leuchten" stört seinen Alltag und die Leute laufen auf der Straße zusammen und wundern sich über den außergewöhnlichen Glanz, der aus seinem Fenster strahlt ...
Die spanische Künstlerin Elena Odriozola hat dieses poetische Gedicht in adäquate lyrische Bilder umgesetzt und damit ein wunderschönes Kinderbuch geschaffen.
Klaus Küpper, BzL

Der Autor:

Neruda-GrabPablo Neruda (eigentlich Ricardo Eliezer Neftalí Reyes y Basualto) wurde am 12.7.1904 in Parral, in Chile geboren.
Er schrieb seit seinem 14. Lebensjahr Gedichte und gewann mit 16 Jahren bei einem Dichterwettbewerb den ersten Preis. Neruda studierte Französisch, wurde mit 24 Konsul, ein Amt, das er bis 1936 in verschiedenen Ländern ausübte. Er half der spanischen Republik im Bürgerkrieg und organisierte die Auswanderung spanischer Flüchtlinge nach Chile. von 1948 bis 1952 war er im Exil. 1971 erhielt er den Literatur-Nobelpreis.
Seine Werke zeichnen sich durch eine schier unerschöpfliche Phantasie, eine gewaltige Sprachkraft und Sinnlichkeit aus. In Chile ist er im Volk lebendig wie keiner, Analphabeten rezitieren seine langen Oden.
Pablo Neruda starb am 24.9.1973 in Santiago, zwei Wochen nach dem blutigen Putsch der Militärs.
(Foto: Grab in Isla Negra. © K. Küpper)

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