Bloom, Valerie: Sie hießen die Feinde willkommen

Bloom FeindeBloom, Valerie: Sie hießen die Feinde willkommen
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst.
Frankfurt a. M.: Fischer Schatzinsel, 2011. 382 S., Hc., 15,95 €. (vergriffen)
O: The Tribe. London 2008.
978-3-596-85411-0

Dieses Buch schildert den Anfang eines Krieges. Die Geschichte der Eroberung Lateinamerikas wird aus der Perspektive eines zwölfjährigen Indianermädchens beschrieben: Maruka muss mit ansehen, wie ihre Familie auseinander gerissen wird – zunächst durch den Überfall eines feindlichen Indianerstamms und später durch die spanischen Eroberer, die an den Küsten der von den Indianern bewohnten Inseln anlegen. Der friedliebende Stamm der Taino heißt die goldgierigen Spanier willkommen, da sie sie für Geister halten. Sie nehmen die sonderbaren Sitten und Verhaltensweisen der Neuankömmlinge zu Anfang widerspruchslos hin, bis diese mehr und mehr ihr wahres Gesicht zeigen und beginnen, die Eingeborenen zu unterdrücken und zu misshandeln. Die Taino verbrüdern sich daraufhin mit dem feindlichen Stamm der Kalinago. Doch der Krieg, der ausbricht, ist nicht aufzuhalten und fordert viele Opfer.
Im Anhang befinden sich ein Glossar mit Begriffen der Taino-Sprache sowie ein Nachwort der Autorin.
Johanna Klute, BzL

Die Autorin:

Valerie Bloom wurde 1956 in Clarendon Parish/Jamaica geboren und kam 1979 nach England.
Sie ist Lyrik- und Prosaautorin. Ihre Gedichte, die sie auch in der jamaikanischen Patois-Sprache schreibt, wurden in über 200 Anthologien für Kinder und Erwachsene veröffentlicht.
„Sie hießen die Feinde willkommen" ist das erste ihrer Bücher, das auf Deutsch erscheint.
Sie lebt mit ihrer Familie in Kent.
(Verlagsinformation)

Titel:

Sie hießen die Feinde willkommen