Somoza, José Carlos: Fluch der Angst

Somoza FluchSomoza, José Carlos: Fluch der Angst
Aus dem Spanischen von Matthias D. Borgmann
Berlin: Ullstein, 2009. TB 28035. 570 S., kt., 9,95 €. (vergriffen)
O: La llave del abismo.
978-3-548-28035-6

Hat man sich durch die ca. ersten 100 Seiten dieses Schinkens durchgequält, will der Leser endlich wissen, was es mit dieser „Bibel" auf sich hat, auf deren diverse Kapitel dauernd hingewiesen wird. Und so findet er dann im Nachwort des Autors des Rätsels Lösung: Somoza schien es „eine interessante Herausforderung" zu sein, „einmal einen Roman auf der Grundlage des Werks von H. P. Lovecraft zu schreiben" und dessen Werk als „eine Art Religion aufzufassen". Herausgekommen ist dabei allerdings eine ziemlich abstruse Geschichte, die in einer Zukunft mit künstlich erzeugten Menschen und einer mächtigen und geheimnisvollen Religion spielt. Der Roman beginnt die mit einem Selbstmord in einem „Großen Zug", der durch Deutschland fährt. Daniel Kean, dem der Selbstmörder vor seinem Tod noch eine geheimnisvolle Botschaft zuflüstert, wird fortan von mysteriösen Mächten verfolgt. Sie töten seine Frau und nehmen seine Tochter als Geisel um ihm damit den „Code" abzupressen. Der Schauplatz der Geschichte wechselt nach Japan ohne damit spannender oder plausibler zu werden, so daß der Rezensent schließlich nach dem vierten Kapitel auf die Fortsetzung dieses nur zu schwer zu ertragenen „Leseerlebnisses" verzichtet hat.
Klaus Küpper, BzL

Der Autor:

José Carlos Somoza wurde am 13. November 1959 in Havanna geboren.
Seine Eltern emigrierten 1960 aus politischen Gründen nach Spanien. Er ist Psychiater und Autor von Theaterstücken sowie von zahlreichen Romanen.
Bisher wurden drei seiner Werke ins Deutsche übersetzt (Besprechungen siehe: Bücher zu Lateinamerika 2002/03, 2003/04 und 2005/06).

Titel:

Fluch der Angst