Aguilera, Carlos A.: Rede der toten Mutter

Aguilera.MutterAguilera, Carlos A.: Rede der toten Mutter
Ein Monolog [Theaterstück]
Aus d. Span. v. Elisabeth Müller. Mit Graphiken von Lubomir Typlt
Leipzig: Leipziger Literaturverlag, 2010. 98 Seiten, mit Schwarz-Weiß-Abbildungen, kt., 13,95 €.
978-3-8666-0086-7

Carlos A. Aguilera zählt zu den interessantesten zeitgenössischen Autoren Kubas. In dem Eine-Frau-Stück, in dem außer der Mutter nur drei Pappfiguren auftreten, geht es um die Kollision zweier Krankheiten: Staat und Mensch. Aguilera zeigt, wie diese beiden Welten aufeinander prallen. Die Kollision erzeugt ein Delirium. Daher die irren Bilder. Das allsehende Auge im Stück ist eine religiöse Anspielung. Zugleich geht es um das Orwellsche Thema der allgegenwärtigen Kontrolle - nicht nur in den ehemals kommunistischen Staaten ist sie zur Pandemie geworden. (Verlagsinformation)

Der Autor:

Carlos A. Aguilera wurde 1970 in Havanna geboren.
Er studierte romanische Philologie und erhielt Mitte der neunziger Jahre für seine Arbeiten mehrere Literaturpreise.
1997 gründete er mit einigen Freunden die Zeitschrift Diaspora(s), die mit ca. 600 Exemplaren im Untergrund zirkulierte und bis 2002 erschien. Er verlor daraufhin seinen Arbeitsplatz bei einem Verlag, wurde mit Gefängnis bedroht, durfte nicht ins Ausland reisen und konnte nicht mehr an Lesungen teilnehmen. 2002 schließlich wurde die Ausreise erlaubt und Aguilera lebte mit seiner Familie und einem Stipendium des deutschen P.E.N. in Bonn. Es folgte ein zweijähriger Aufenthalt in Graz (Projekt: Stadt der Zuflucht), danach Dresden (Kulturstiftung) und in Frankfurt/M. wieder als Stipendiat (Stadt der Zuflucht). Außer einigen Prosatexten in Zeitschriften hat Auilera bisher den kleinen Band „Die Chinamaschine", Graz 2004 mit Gedichten und Erzählungen veröffentlicht sowie eine Essaysammlung „Die Leere Utopie", Graz 2005 herausgegeben (siehe BzL 2005/06, S. 71).

Titel:

Rede der toten Mutter