Césaire, Aimé: Notizen von einer Rückkehr in die Heimat

Cesaire RückkehrCésaire, Aimé: Notizen von einer Rückkehr in die Heimat / Corps perdu
Gedichte.
Aus dem Französischen übersetzt und herausgegeben von Klaus Laabs.
Berlin: Matthes & Seitz, 2017 (1.12.). Ca. 300 S., geb., SU., ca. 40,00 €.
978-3-88221-713-1

Diese umfassende und repräsentative Sammlung des lyrischen Werks Aimé Césaires verdankt ihren großartigen Bilder- und Sprachreichtum der kulturellen Rückbesinnung auf die ›schwarze‹ Identität. Sein epochemachendes Poem Cahier d’un retour au pays natal, das André Breton zum „größten poetischen Monument unserer Zeit“ erklärte, ist wie sein gesamtes Werk einzigartig. Neben einem poetologischen Gespräch mit Daniel Maximin enthält dieser Band ein Nachwort sowie ausführliche Anmerkungen des Übersetzers. (Verlagsinformation)
Anmerkung: Die Sammlung wurde vom Verlag erstmals für 2008 angekündigt und immer wieder verschoben; 2013 sollte das Buch mit einem neuen Cover erscheinen. Im Sommer 2016 erhielt unser Archiv die Mitteilung, daß der Titel nicht erscheint. Auch aktuell wird der Erscheinungstermin permanent verschoben. Klaus Küpper, BzL


Klaus Laabs (* 21. Januar 1953 in Berlin) ist literarischer Übersetzer und Herausgeber. Vorrangig übersetzt er Werke hispanoamerikanischer, französischer sowie frankophoner Autoren aus der Karibik und Afrika (u. a. José Lezama Lima, Reinaldo Arenas, Alejandra Pizarnik, César Aira, Aimé Césaire, Daniel Maximin) sowie Theaterstücke katalanischer Autoren (Sergi Belbel, Josep Maria Benet i Jornet), zudem Lyrik und Prosa aus dem Portugiesischen, Russischen, Englischen und US-amerikanischen (Arseni Tarkowski, Wole Soyinka).

Der Autor:

Aimé Césaire wurde am 26.6.1913 in Basse-Pointe auf Martinique geboren. Er gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der frankophone karibischen Literatur. Césaire, der mit einem Stipendium das Pariser Elitegymasium „Louis-Le-Grand“ besuchen konnte, war Lehrer, Kulturbotschafter und Abgeordneter der französischen Nationalversammlung. Er engagierte sich für die Befreiung der Schwarzen auf den Antillen und in Afrika und klagte leidenschaftliche gegen die koloniale Ausbeutung, Unterdrückung und rassistische Bevormundung durch die Weißen. Er schrieb Gedichte (u.a. das berühmte Langgedicht Cahier d’un retour au pays natal, 1967 erstmals ins Deutsche übersetzt von Janheinz Jahn unter dem Titel „Zurück ins Land der Geburt“, Essays (er verwendete zum erstenmal den Begriff „Négritude“) und Theaterstücke. Viele Texte, darunter vier Theaterstücke, zwei Essays, diverse Lyriksammlungen und ungezählte Gedichte in Anthologien und Zeitschriften liegen auch in deutscher Übersetzung vor. Césaire starb am 17. April 2008 in Fort-de-France auf Martinique.

Titel:
Über den Kolonialismus
Notizen von einer Rückkehr in die Heimat
Rede über den Kolonialismus und andere Texte