Phelps, Anthony: Die verzauberte Schaufensterpuppe

Phelps PuppePhelps, Anthony: Die verzauberte Schaufensterpuppe
Erzählungen.
Aus dem Französischen von Ingeborg Schmutte.
Trier: Litradukt, 2018. 138 S., br., 9,90 €.
O: Le Mannequin enchanté. Ottawa 2009.
978-3-940435-24-8
 
Vater und Sohn betrachten in einer „Überraschungsschachtel“ für zehn Centime eine Revolution. Ein Freiheitskämpfer kehrt in sein Land zurück, „in dem es nichts Giftiges gibt außer dem Menschen, gewissen Menschen“, und wird von seinen Erinnerungen und der Miliz des Präsidenten zu Tode gehetzt. Ein Mann wird irrtümlich ins Gefängnis geworfen und wechselt dort seine Identität. Ein Nachtwächter vertreibt sich die Einsamkeit mit einer verzauberten Schaufensterpuppe …
Zehn poetische Erzählungen, in denen Anthony Phelps die Grenzen zwischen Imaginärem und Wirklichem virtuos verschwimmen lässt. (Verlagsinformation)
 
Ingeborg Schmutte, geboren 1930 in Starnberg, studierte Romanistik, Germanistik und Anglistik in Tübingen, Toulouse und Paris. Sie war
Gymnasiallehrerin
und leitete von 1988 bis 1992 das Deutsche Pädagogische Seminar in Buenos Aires. Sie übersetzte zahlreiche belletristischer Werke und Sachbücher aus dem Französischen und Spanischen, darunter u. a. drei Werke von Kettly Mars aus Haiti.
 
Der Autor:
Phelps AnthonyAnthony Phelps, Lyriker, Prosaautor, Journalist, Vortragskünstler und Bildhauer, geboren 1928 in Port-au-Prince, kann als lebender Klassiker Haitis gelten. Nach einem Chemiestudium in den USA gehörte er 1960 zu den Gründern der Gruppe Haïti Littéraire und der Zeitschrift Semences, die der haitinaischen Literatur bedeutende Impulse verleihen sollten. Als Gegner Duvaliers musste er 1964 nach einem Gefängnisaufenthalt ins Exil nach Montreal gehen, wo er noch heute lebt. Bis zu seiner Pensionierung war er dort als Nachrichtenredakteur bei Radio Canada tätig. Er gilt auch als einer der wichtigsten Gegenwartsautoren Québecs. Sein literarisches Werk umfasst etwa dreißig Bücher, darunter das Kultbuch Mon Pays que voici (1968), eine lyrische Hymne an sein Heimatland, und die Romane Moins l’infini (Paris, Les Éditeurs Français Réunis, 1973, überarbeitet unter dem Titel Des fleurs pour les héros, Paris, Le temps des cerises, 2013, deutsch „Denn wiederkehren wird Unendlichkeit“, Berlin/Weimar, Aufbau-Verlag, 1976) und Mémoire en Colin Maillard (Montreal, Editions Nouvelle Optique, 1976). „Der Zwang des Unvollendeten“ erschien 2006 im Verlag Leméac, Montreal unter dem Titel La contrainte de l’inachevé. Anthony Phelps erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter zweimal den Preis der Casa de las Americas. Im Frühjahr 2014 hielt er sich im Rahmen des Projekts Kreyol, die Kultur des Widerstandes in der Karibik in der Künstlervilla Waldberta bei München auf.

© Photo: SETKA Film, éditions Brundo Doucey (Verlagsfoto)

Titel:
Wer hat Guy und Jacques Colin verraten?
Der Zwang des Unvollendeten
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