Victor, Gary: Soro

Victor SoroVictor, Gary: Soro
Ein Voodoo-Krimi.
Aus dem Französischen von Peter Trier.
Trier: litradukt Literatureditionen, 2015. 143 S., br., 11,90 €.
O: Soro. 2011.
978-3-940435-14-9

Verlagsinformation – Besprechung folgt
Port-au-Prince, 12. Januar 2010: Kaum dem Erdbeben entronnen, erhält Inspektor Azémar einen neuen Spezialauftrag seines Freundes und Vorgesetzten Kommissar Solon: Er soll herausfinden, mit wem die Frau des Kommissar in dem Stundenhotel war, unter dessen Trümmern ihre Leiche gefunden wurde. Dumm nur, dass dieser Mann der Inspektor selbst war ... Außerdem ist da der berühmte Maler, der angeblich dem Erdbeben zum Opfer gefallen ist. Ausgerechnet in dieser heiklen Lage ist auf den bisher besten Verbündeten des Inspektors, den aromatisierten Zuckerrohrschnaps namens soro kein Verlass mehr. Einmal mehr kann Azémar nur seiner Intuition und seiner Beretta vertrauen ...
Dieuswalwe Azémar im Mittelpunkt eines Dramas um Liebe, Freundschaft und Loyalität vor dem apokalyptischen Hintergrund des zerstörten Port-au-Prince.

Der Autor:

Victor garyGary Victor wurde am 9.7.1958 in Port-au-Prince geboren.
Nach dem Studium der Agrarwissenschaften arbeitete er als Journalist.
Mittlerweile gehört er zu den meistgelesenen Schriftstellern seines Landes, dessen Gestalten feststehende Typen geworden sind. Außer Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, für die er mit mehreren Preisen, darunter dem Prix du livre RFO und dem Prix littéraire des Caraïbes ausgezeichnet wurde, schreibt Victor auch Beiträge für Funk und Fernsehen - in Haiti regelmäßig ein Aufreger. Außerdem war er Chefredakteur der Tageszeitung "Le Matin". Sein schonungsloser Blick auf die Gesellschaft hat ihn zum subversivsten Gegenwartsautor Haitis werden lassen und stellt ihn in die Tradition der Sozialromane des 19. Jahrhunderts.
Auf Deutsch erschien bisher der Erzählband "Der Blutchor" (Besprechung siehe BzL 2007/08, S. 101f.), dessen ungekürzte Fassung auch als Hörbuch vorliegt, sowie die Romane "Schweinezeiten" und „Soro".
(Photo: © Sabine Wilke)

Titel:
Suff und Sühne