Walcott, Derek: Weiße Reiher

Walcott ReiherWalcott, Derek: Weiße Reiher
Gedichte. Deutsch von Werner von Koppenfels.
Mit Anmerkungen und einem Nachwort von Werner von Koppenfels.
München: Carl Hanser Verlag, 2012. 183 S., geb., 19,90 €.
O: White Egrets. Poems. New York 2010.
978-3446238671

Derek Walcott, der große Dichter des 20. Jahrhunderts, spricht über die Themen, die sein ganzes Leben begleiten: seine Liebe zur westlichen Literaturtradition, die komplexe Kolonialgeschichte der Karibik, die Weisheit, die man durch das Vergehen der Zeit erlangt, die immer merkwürdige Erfahrung einer neuen Liebe und die manchmal furchteinflößende Schönheit der Natur.
Durch die insistierende Wiederholung von Thema und Imaginiertem schafft Walcott einen fast surfenden Rhythmus, in dem er zugleich die Möglichkeiten von Reim und Takt, von poetischer Form und Sprache erweitert.
Entstanden ist ein bewegender Zyklus eines der großen Dichter des 20. Jahrhunderts: ein Lobgesang auf Schönheit, Liebe, Kunst und - vielleicht am überraschendsten - das Altwerden. (Verlagsinformation)
Für den hier vorgestellten Gedichtband erhielt Walcott (zusammen mit seinem Übersetzer) 2013 den Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie. Für die Jury verkörperte der Band "die Natur wie die Dichtung, sie stehen für Leben und für Tod, und ihr Weiß trägt alls in sich: das Weiß des "Seeigelbarts" des Dichters, das Weiß des Papiers, auf dem der Dichter schreibt und die schaumige Brandung".

Der Autor:

Walcott, Derek

Derek Walcott wurde am 23. Januar 1930 in Castries auf Saint Lucia geboren.
Er arbeitete als Lehrer und Journalist.
Walcott ist Autor von Dramen und gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Lyriker englischer Sprache. Man nennt ihn auch den Homer der Karibik. 1992 erhielt er den Literatur-Nobelpreis.
Mehrere seiner Gedichtbände liegen auch auf Deutsch vor (siehe: BzL, Gesamtverzeichnis 2002/03).
Derek Walcott ist am 17.3.2017 in seiner Heimat verstorben.

Titel:

Weiße Reiher