Selvon, Samuel: Die Taugenichtse

Selvon TaugenichtseSelvon, Samuel: Die Taugenichtse
Roman.
Aus dem Englischen von Miriam Mandelkow.
Mit einem Nachwort von Sigrid Löffler
München: dtv, 2017. 172 S., Hc, 18,00 €.
O: The lonely Londoners. 1956.
978-3-423-28117-1
 
London, Waterloo Station, 1948: Die ersten, als billige Arbeitskräfte verpflichteten Migranten treffen aus der Karibik ein. Moses, Big City, Fünf-nach-zwölf und die anderen setzen große Hoffnungen in ihr neues Leben im „Zentrum der Welt“, so nennen sie das London der Nachkriegszeit. Sie sind aus der Karibik hierhergekommen, jetzt staunen sie über die Dampfwolken vor ihren Mündern. Und wenn der Wochenlohn wieder nicht reicht, jagen sie eben die Tauben auf dem Dach. Kapitulation? Niemals! Stattdessen beginnen die Überlebenskünstler, sich neu zu erfinden – und ihre neue Heimat gleich mit.


Samuel Selvons Ton zwischen kreolischem Straßenslang und balladesker Suada setzt sich sofort ins Ohr. Bedingungslos aufrichtig erzählt Selvon von den ersten Einwanderern Englands, die das Land für immer verändert haben – sein Denken, seine Sprache, sein Selbstverständnis.
(Verlagsinformation)
 
Miriam Mandelkow, 1963 in Amsterdam geboren, arbeitet als Lektorin und Übersetzerin. Sie lebt in Hamburg und in Arkadien, Griechenland.
 
Der Autor:
Samuel Selvon (Dickson) wurde am 20.5.1923 in San Fernando auf Trinidad geboren. Er war Journalist, Autor von Erzählungen, Romanen, Essays, Drehbüchern, Hörspielen und Kinderbüchern. Er schrieb in dem kreolischen Englisch seiner Heimat und bereicherte damit anglophone Literatur. Er lebte ab 1950 in England und Kanada. In deutscher Übersetzung von Curt Meyer-Clason erschien 1960 der Roman „Kehr um, Tiger“ – bereits ein Jahr nach der Originalausgabe Turn again Tiger. Auf die Übersetung seines berühmtesten Romans The lonely Londoners von 1956 mussten die Leser und Leserinnen über 60 Jahre warten.
Selvon starb am 14.4.1994 in Port of Spain auf Trinidad.
 
Titel: