Skármeta, Antonio: Die Tage des Regenbogens

Skarmeta.TageSkármeta, Antonio: Die Tage des Regenbogens
Roman. A. d. chilenischen Spanisch von Stefanie Gerhold.
München: Graf Verlag, 2013. 247 S., geb., 18,00 €.
O: Los días del arcoíris. Barcelona 2011.
978-3-86220-030-6

Antonio Skármeta erzählt mit bezaubernd einfacher, klarer Sprache eine Mut machende, optimistische Geschichte. Denn wirkliche Revolutionen finden nur statt, wenn sich jedermann, und sei er noch so unpolitisch, daran beteiligt. Ein Plädoyer für Phantasie, Poesie und Zivilcourage. 
Ein modernes Märchen von Mut und Freiheitsliebe, das wahr geworden ist.
Chile 1990: Der Gymnasiast Nico entdeckt die Liebe und die Politik gleichzeitig. Er schwärmt für seine freiheitsliebende Mitschülerin Patricia, die nach dem Abitur ihr Land verlassen will: Sie glaubt nicht an ein baldiges Ende der grausamen Militärdiktatur Pinochets. Als Nicos Vater, der Philosophielehrer Santos, vor den Augen der ganzen Schulklasse entführt wird, erkennen beide, dass Flucht nur die einfachste Lösung wäre. 
Ausgerechnet Patricias Vater, der Werbefachmann Bettini, der sich bisher mit Limonaden-Spots auf politisch neutralem Gelände bewegt hat, soll die Kampagne zum Volksbegehren für oder gegen den Fortbestand der Regierung gestalten. Bald hat er eine ebenso einfache wie geniale Idee: Die Regenbogen-Kampagne, die die Menschen dazu bewegen soll, "No!" zu stimmen.
Ausgezeichnet mit dem Premio Planeta-Casamérica.

Der Roman wurde von Pablo Larraín unter dem Titel ¡NO! verfilmt. 

(Verlagsinformation)

Stefanie Gerhold, geboren 1967 in München, studierte Romanistik in München. Seit 1997 ist sie als freiberufliche Übersetzerin und Autorin tätig. Sie übersetzt literarische Texte spanischer und lateinamerikanischer Autoren; bekannt geworden ist sie vor allem durch ihre Übertragungen der Werke von Max Aub, Elsa Osorio, Antonio Skármeta, Castellanos Moya, Santiago Gamboa, Antonio Skármeta und ins Deutsche.




Der Autor:

Antonio Skármeta wurde am 7. November 1940 in Antofagasta/Chile geboren.
Nach dem Putsch am 11. 9. 1973 war er bis 1989 im Exil, u. a. in Westberlin. Er schrieb Drehbücher zu mehreren Filmen, u.a. für „Der Aufstand". Viele seiner Werke sind ins Deutsche übersetzt worden, darunter der zweimal verfilmte Roman „Mit brennender Geduld".
Skármeta war bis 2003 Botschafter seines Landes in Berlin. (s. BzL, div. Jahrgänge)

Titel:

Die Tage des Regenbogens
Mein Freund Neruda
Mein Vater aus Paris
Mit brennender Geduld (Hörbuch)
Mit brennender Geduld