Neruda, Pablo: Die Gedichte

Neruda.Gedichte1-3Neruda, Pablo: Die Gedichte
Bd. 1 – 3. Herausgegeben von Karsten Garscha
München: Luchterhand Literaturverlag 2009. 942, 1067 und 910 S., br. i. Sch., 19,99 €.
978-3-630-87316-9

In den Jahren 1984 bis 1986 erschien eine schöne dreibändige Ausgabe Nerudas unter dem Titel „Das Lyrische Werk".
Die lange vergriffene Edition wurde mit dieser Ausgabe durch die später im Nachlass Nerudas gefundenen Gedichtzyklen ergänzt, darunter „Die abgeschnittene Rose", Garten im Winter", „2000", „Das gelbe Herz", „Das Buch der Fragen", „Das Meer und die Glocken" und zu einer neuen Gesamtausgabe zusammengestellt. Die Gedichte aus dem Nachlass sind wurden von Monika López und Fritz Vogelgsang übersetzt (sie erschienen unter dem Titel „Letzte Gedichte" erstmals 1975). Leider ist diese große Gesamtausgabe nur einsprachig. Wer also die Originalfassung und die meist hochgelobten Übersetzungen geniessen will, muss zu den zweisprachigen – leider meist nicht mehr lieferbaren – Einzelausgaben greifen.
Klaus Küpper, BzL

Der Autor:

Neruda-GrabPablo Neruda (eigentlich Ricardo Eliezer Neftalí Reyes y Basualto) wurde am 12.7.1904 in Parral, in Chile geboren.
Er schrieb seit seinem 14. Lebensjahr Gedichte und gewann mit 16 Jahren bei einem Dichterwettbewerb den ersten Preis. Neruda studierte Französisch, wurde mit 24 Konsul, ein Amt, das er bis 1936 in verschiedenen Ländern ausübte. Er half der spanischen Republik im Bürgerkrieg und organisierte die Auswanderung spanischer Flüchtlinge nach Chile. von 1948 bis 1952 war er im Exil. 1971 erhielt er den Literatur-Nobelpreis.
Seine Werke zeichnen sich durch eine schier unerschöpfliche Phantasie, eine gewaltige Sprachkraft und Sinnlichkeit aus. In Chile ist er im Volk lebendig wie keiner, Analphabeten rezitieren seine langen Oden.
Pablo Neruda starb am 24.9.1973 in Santiago, zwei Wochen nach dem blutigen Putsch der Militärs.
(Foto: Grab in Isla Negra. © K. Küpper)

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