Bolaño, Roberto: Telefongespräche

Bolano Telefongespräche TBBolaño, Roberto: Telefongespräche
Erzählungen.
Aus dem Spanischen von Christian Hansen.
► Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuchverlag, 2019 (23. Jan.). Ca. 240 S., kt., ca. 10,00 €.
O: Llamadas telefonicas.
978-3-596-70286-2
 
B ist verliebt in X. X aber trennt sich von ihm. Nach Jahren ruft B bei X an und sie treffen sich. B glaubt, wieder in X verliebt zu sein. Dann aber trennen sie sich wieder. Erneut ruft B bei X an, schweigt aber am Telefon. X wird ermordet und B gerät in Verdacht. Der Mörder, so stellt sich später heraus, ist ein ehemaliger Geliebter, der X mit anonymen Anrufen belästigt hat. Diese titelgebende Geschichte und alle der dreizehn anderen Erzählungen handeln von der Einsamkeit der Protagonisten, von Trennungen und vom Tod. Sie handeln von traurigen Ereignissen, die Akteure sind Schriftsteller, Polizisten und ihre Opfer. Klaus Küpper (Bücher zu Lateinamerika – zur Erstausgabe 2004)
 
Christian Hansen wurde 1962 in Köln geboren und studierte allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft in Berlin. Sein Handwerk als Übersetzer lernte er in der praktische Ausbildung als Redakteur bei der deutschsprachigen Ausgabe von Le Monde diplomatique und in der Berliner Übersetzerwerkstatt. Hansen übersetzt aus dem Spanischen. Er hat bisher u.a. Werke von Roberto Bolaño, Julio Cortázar, Alan Pauls und Sergio Pitol übersetzt. Bekannt wurde er durch seine preisgekrönte Übersetzung von Bolaños Roman „2666“; 2014 erhielt er den Europäischen Übersetzerpreis.
 
Der Autor:
Bolano Roberto hf 3Roberto Bolaño wurde am 28. April 1953 in Santiago de Chile geboren.
Einen Teil seiner Jugend verbrachte er Mexiko. 1972 kehrte er nach Chile zurück, nach dem Militärputsch wurde er gefangen gehalten, konnte das Land aber dann verlassen. Nach dem Ende der Franco-Diktatur ging er 1977 nach Spanien, wo er als Hafenarbeiter, Kellner und Nachtwächter arbeitete. Seit den achtziger Jahren konnte er von den Preisgeldern literarischer Wettbewerbe leben. Roberto Bolaño starb am 17. Juli 2003 in Barcelona.
Seine Bedeutung als einer der begabtesten lateinamerikanischen Autoren der jüngeren Generation wird erst jetzt (auch im deutschen Sprachraum) erkannt. Für sein Werk „Die wilden Detektive" erhielt er den Premio Rómulo Gallegos, einen der angesehensten lateinamerikanischen Literaturpreise. Auf Deutsch liegen außerdem vor: „Die Naziliteratur in Amerika", „Stern in der Ferne", „Amuleto", „Telefongespräche", „Lumpenroman". Sein auf Deutsch vorliegendes Hauptwerk „2666" wurde bereits kurz nach Erscheinen als Jahrhundertwerk gepriesen.
(Foto: © The Estate of Roberto Bolaño)

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