Meruane, Lina: Rot vor Augen

Meruane RotMeruane, Lina: Rot vor Augen
Roman.
Aus dem Spanischen von Susanne Lange.
Zürich: Arche, 2018. 200 S., geb., SU., 20,00 €.
O: Sangre en el ojo. Santiago de Chile 2012.
978-3-7160-2766-0
 
Eine junge Frau wird von einer Sekunde auf die andere blind. Es geschieht während einer Party bei Freunden in New York. Erst sieht sie rot, dann ist alles grau und sie erkennt nur noch Schemen. Eine Netzhautader ist geplatzt, die Ärzte hatten sie schon länger gewarnt, dennoch war sie auf den Moment nicht vorbereitet. Langsam versucht sie, sich an das neue Leben zu gewöhnen und macht alle denkbaren Gefühlslagen durch. Dabei lernt sie selbst, lernen aber auch Freunde und Familie, unbekannte, neue Seiten ihrer Persönlichkeit kennen.
In ihrem autobiografisch inspirierten Roman „Rot vor Augen“ erzählt sie von einer plötzlichen Erblindung und davon, was es heißt, wenn schlagartig die gewohnte Orientierung fehlt, man nur noch Erinnerungsbilder sieht und wenn die übrigen Sinne verrückt spielen. Was es bedeutet, von anderen abhängig zu sein und wie es sich anfühlt, wenn eine Operation mit ungewissem Ausgang darüber entscheidet, wie das Leben weitergeht. Mit dem Roman stellt die Autorin existenzielle Fragen: Wie sehr ist der Körper Ausdruck der Seele einer Person? Und wie stark verändert eine Krankheit nicht nur das eigene Leben, sondern auch das des persönlichen Umfelds?
(Infos aus div. Quellen)
 
Die Übersetzerin Susanne Lange wurde am 5. Juli 1964 in Berlin geboren. Sie studierte Komparatistik, Germanistik und Theaterwissenschaft. Seit 1992 arbeitet sie als freie Übersetzerin vor allem für spanischsprachige Literatur. In diesem Bereich ist sie darüber hinaus als Herausgeberin und Gutachterin tätig. Lange hat bisher u.a. Werke von Miguel de Cervante Saavedra, Juan Rulfo, Luis Cernuda, Federico García Lorca, Juan Gabriel Vásquez, Yuri Herrera, Carlos María Domínguez, Javier Marías und Antonio Unga übersetzt. Sie wurde mehrmals für ihre Arbeit ausgezeichnet (so für ihre Neuübersetzung des „Don Quijote“). Susanne Lange lebt in München und bei Barcelona.
 
Die Autorin:
Lina Meruane, geboren 1970 in Santiago de Chile, ist Kulturjournalistin und Professorin für Allgemeine und Lateinamerikanische Literatur sowie Kreatives Schreiben an der New York University. „Rot vor Augen“ ist ihr vierter Roman, der zur Zeit in mehrere Sprachen übersetzt wird. In deutscher Übersetzung erschienen bisher drei Prosatexte, ein Essay und eine erste Teilübersetzung von Sangre en el ojo von Rike Bolte. Neben Auszeichnungen in ihrer Heimat Chile erhielt sie 2011 den Anna-Seghers-Preis für Internationale Literatur.
Lina Meruane zählt zu den interessantesten weiblichen Stimmen der zeitgenössischen lateinamerikanischen Literatur. Sie lebt zurzeit in Berlin.
 
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