Neruda, Pablo: Dich suchte ich

Neruda IchsuchedichNeruda, Pablo: Dich suchte ich
Nachgelassene Gedichte.
Aus dem Spanischen von von Susanne Lange.
Mit einer Einführung von Darío Oses, Anmerkungen und Faksimiles. 
München: Luchterhand, 2017. 136 S., geb., SU, 18,00 €.
O: Tus pies toco en la sombra y otros poemas inéditos. Barcelona 2014.
978-3-630-87508-8
 
Mit „20 Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung“ eroberte Pablo Neruda einst die Herzen der Leser weit über die Grenzen Südamerikas hinaus. Die nachgelassenen Gedichte in „Dich suchte ich“ sind gleichfalls sprachvirtuose Meisterwerke, in denen Neruda die Liebe und den Schmerz der Trennung besingt, aber auch von seinem Heimatland Chile erzählt. Zu Papier gebracht auf Zetteln, Menükarten, Konzertprogrammen.
In diesen erst kürzlich entdeckten Versen begegnen wir einem der wichtigsten lateinamerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts auf dem Höhepunkt seines Schaffens.
 
Die Übersetzerin Susanne Lange wurde am 5. Juli 1964 in Berlin geboren. Sie studierte Komparatistik, Germanistik und Theaterwissenschaft. Seit 1992 arbeitet sie als freie Übersetzerin vor allem für spanischsprachige Literatur. In diesem Bereich ist sie darüber hinaus als Herausgeberin und Gutachterin tätig. Lange hat bisher u.a. Werke von Miguel de Cervante Saavedra, Juan Rulfo, Luis Cernuda, Federico García Lorca, Juan Gabriel Vásquez, Yuri Herrera, Carlos María Domínguez, Javier Marías und Antonio Unga übersetzt. Sie wurde mehrmals für ihre Arbeit ausgezeichnet (so für ihre Neuübersetzung des „Don Quijote“). Susanne Lange lebt in München und bei Barcelona.
 
Der Autor:
 
Neruda-GrabPablo Neruda (eigentlich Ricardo Eliezer Neftalí Reyes y Basualto) wurde am 12.7.1904 in Parral, in Chile geboren.
Er schrieb seit seinem 14. Lebensjahr Gedichte und gewann mit 16 Jahren bei einem Dichterwettbewerb den ersten Preis. Neruda studierte Französisch, wurde mit 24 Konsul, ein Amt, das er bis 1936 in verschiedenen Ländern ausübte. Er half der spanischen Republik im Bürgerkrieg und organisierte die Auswanderung spanischer Flüchtlinge nach Chile. von 1948 bis 1952 war er im Exil. 1971 erhielt er den Literatur-Nobelpreis.
Seine Werke zeichnen sich durch eine schier unerschöpfliche Phantasie, eine gewaltige Sprachkraft und Sinnlichkeit aus. In Chile ist er im Volk lebendig wie keiner, Analphabeten rezitieren seine langen Oden.
Pablo Neruda starb am 24.9.1973 in Santiago, zwei Wochen nach dem blutigen Putsch der Militärs.
(Foto: Grab in Isla Negra. © K. Küpper)

Titel: