Walsh, Rodolfo: Wer erschoss Rosendo García?

walsh RosendoWalsh, Rodolfo: Wer erschoss Rosendo García?
Ein Bericht. A. d. Span. v. Manfred Heckhorn.
Zürich: Rotpunktverlag, 2012. 178 S., geb., 16,00 €.
O: ¿Quién mató a Rosendo? Buenos Aires 1986.
978-3-85869-472-0

Walsh, der als einer der Begründer der sogenannten Testimonio-Literatur gilt, schildert in diesem „Bericht" genannten Buch einen Kriminalfall, der sich 1966 in Argentinien zugetragen hat. Bei einer Schießerei in Buenos Aires werden drei Männer getötet. Den Vorfall, der von der Polizei vertuscht wurde, nimmt Walsh zum Anlass, die verwirrenden politischen Hintergründe aufzuschlüsseln. Eigentliches Thema seiner Recherchen sind die Auseinandersetzungen innerhalb der peronistischen Gewerkschaft in den 60er Jahren, die Walsh zu einer spannenden Mischung aus Tatsachen- und Kriminalroman verarbeitet hat.
Der „Bericht", 1993 erstmals in deutscher Übersetzung erschienen, wurde für die vorliegende Neuausgabe textlich überarbeitet und der Anhang korrigiert und erweitert.
Klaus Küpper, BzL

Der Autor:

Walsh, Rodolfo
Walsh-Wand BARodolfo (Jorge) Walsh wurde am 1.1.1927 in Choele-Choel/Rio Negro geboren.
Er war Schriftsteller, Journalist, Übersetzer und Herausgeber.
In seinem berühmt gewordenen "Offenen Brief an die Militärjunta" erhob er Anklage gegen die Militärdiktatoren, die seit 1976 in Argentinien herrschten.
Auf Deutsch sind bisher die beiden Kriminalromane "Operación Masacre", später unter dem Titel: "Das Massaker von San Martín" (Zürich 1983, 2010) und "Wer erschoss Rosendo G.?" (Zürich 1993, 2012) erschienen sowie ein kleiner Band mit drei Erzählungen ("Diese Frau", Salzburg, Paris 2004). Aus Anlass des Buchmessenschwerpunktes Argentinien im Jahre 2010 erschienen noch die beiden Bände "Die Augen des Verräters" und "Ein schwarzer Tag für die Gerechtigkeit" (s. Bücher zu Argentinien 2010, S. 114).
Rodolfo Walsh wurde am 25.3.1977 in Buenos Aires von Miltärangehörigen verschleppt und ermordet.
(Foto: Gedenkwand in B. A. © K. Küpper)

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