Olguín, Sergio: Springfield

Olguin SpringfieldOlguín, Sergio: Springfield
Roman. Übersetzt von Silke Kleemann.
Berlin: Suhrkamp, 2010. st 4189. 245 S., kt., 8,50 €.
O: Springfield.
978-3-518-46189-1

Ariel, Pablo und Ezequiel, die mittlerweile um die 16 Jahre alt sind und die die Leser noch aus dem Roman „Traummannschaft" kennen, sollen ihre mangelhaften Englisch-Kenntnisse in Springfield, Illinois auffrischen. Dort erleben sie in schneller Folge so allerlei turbulente Abenteuer. Olguín, der nach eigener Aussage nie in Springfield war und seine Kenntnisse über den mittleren Westen der USA aus dem Internet hat (das allein ist ihm nicht vorzuwerfen), konnte sich offensichtlich nicht entscheiden, ob er einen kritischen Roman über den American way of life, ein Road Movie, einen Jugendroman, eine Liebesgeschichte, einen Krimi oder einen gesellschaftskritischen Roman über die anhaltende Unterdrückung der indianischen Bevölkerung schreiben sollte. Herausgekommen ist daher ein merkwürdiger Mix aus all dem und eine völlig unglaubwürdige und langweilige Geschichte.
Eine der wenigen geförderten Übersetzungen, auf die die Leser getrost verzichten können.
Klaus Küpper, BzL

Der Autor:

Olguin c AlejandraLapez SVSergio Olguin wurde am 29.1.1967 in Buenos Aires geboren.
Er studierte Literatur und arbeitet als Journalist und Herausgeber.
Die Romane „Traummannschaft" und „Zurück nach Lanús" liegen auf Deutsch bereits vor (siehe: Bücher zu Argentinien 2010, S. 83f.) „Springfield" ist seine dritte Veröffentlichung in deutscher Übersetzung.
Sergio Olguín lebt in Buenos Aires.
(Foto: © Alejandra López/Suhrkamp Verlag)

Titel:

Springfield