Oesterheld, Héctor G. / Breccia, Alberto: Eternauta 1969

Oesterheld Eternauta1969Oesterheld, Héctor G. / Breccia, Alberto: Eternauta 1969
[Comic]
Text: Héctor G. Oesterheld. Zeichnung: Alberto Breccia.
Übersetzung aus dem Spanischen von André Höchemer.
Berlin: Avant Verlag, 2017. 63 S., Hc., 22,00 €.
978-3-945034-69-9
 
Der große argentinische Science-Fiction-Klassiker Eternauta erlebte im Jahr 1969 ein umfassendes Remake. Nicht nur hat der Autor Héctor G. Oesterheld die Geschichte in Details verändert, sondern Alberto Breccias collagenhafter, surrealer Stil erzeugt eine völlig neue, noch düsterere, dystopischere Welt. Hier wird die Invasion der Außerirdischen von den Supermächten der Welt toleriert, wenn nicht gar inszeniert, der „ewig Reisende” sieht sich mit einer schier ausweglosen Ohnmacht konfrontiert. Eternauta 1969 stellt ein hochspannendes Zeitdokument der argentinischen Linken zum Ende der 60er Jahre dar; die eigentliche Sensation des Buches sind aber die innovativen Schwarzweiß-Zeichnungen von Alberto Breccia, den man bis heute zu den größten Comickünstlern der Welt zählt. Bis heute haben sie nichts an Radikalität eingebüßt. Für sein Lebenswerk wurde er bereits u. a. mit dem Max und Moritz-Preis 1992 ausgezeichnet. Nach Jahrzehnten erscheinen im avant-verlag nun endlich seine besten Arbeiten als deutsche Erstveröffentlichung. (Verlagsinformation)
 
Der Autor:
Héctor Germán Oesterheld wurde am 23.7.1919 in Buenos Aires geboren. Er studierte an der Universität in Buenos Aires Geologie. In dieser Zeit veröffentlichte er seine ersten journalistischen Arbeiten. Bekannt wurde er später durch seine graphic novels und seine Geschichten und Comics für Kinder. 1957 schuf er zusammen mit dem Zeichner Francisco Solano López die Science-Fiction-Geschichte El Eternauta, die ihn berühmt machen sollte und in der er mit prophetischer Weitsicht vor der Gefahr und dem Terror einer drohenden Diktatur gewarnt hatte.
Nach dem Putsch der Militärs 1976 wurde Oesterheld, der dem Widerstand angehörte, 1977 verhaftet und verschwand ohne jede Spur in den Kerkern der Junta. Ebenso bis heute verschwunden bleiben seine vier Töchter.
Von Oesterheld erschienen in deutscher Übersetzung die Comic-Erzählungen „Mort Cinder“, gezeichnet von Alberto Breccia (1991/1992, 2 Bde.) und „Che“, mit Zeichnungen von Alberto und Enrique Breccia (2008).

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