Cortázar, Julio: Bestiarium

Cortázar Bestiarium 2017Cortázar, Julio: Bestiarium
Erzählungen
Aus dem Spanischen von Rudolf Wittkopf
Berlin: Suhrkamp, 2017. st 543. 119 S., kt., 9,00 €.
(Es handelt sich um eine BoD-Ausgabe der vierten Auflage von 1993 mit neuem Cover – Lieferdauer 3 – 8 Werktage)
O: Bestiario. Buenos Aires 1969.
978-3-518-37043-8
Inhalt:
Das besetzte Haus – Brief an ein Fräulein in Paris – Die Ferne – Omnibus – Kopfschmerz – Circe – Die Pforten des Himmels – Bestiarium.

Bezeichnend für die acht Erzählungen ist der jeweilige Ausgangspunkt: Alltagsmilieu, alltägliche Personen und Begebenheiten; die Art der Mitteilung: genauer, realistischer, scheinbar kunstlos-naiver Bericht, in dessen Verlauf die beklommene Spannung des Lesers jedoch ständig zunimmt und schließlich, im gleichen Tonfall, als sei es selbstverständlich, der plötzliche Einbruch des Unerhörten, zutiefst Schockierenden in die "normale" Welt. (Verlagsinformation)

Rudolf Wittkopf wurde am 5.8.1933 in Hamburg geboren. Er war zeitweise Verlagsleiter, Lektor und zunächst Übersetzer aus dem Englischen und Französischen. Wittkopf, der zeitweise in Spanien lebte, gehörte bald zu den bedeutendsten Übersetzern lateinamerikanischer Literatur, darunter vor allem der Werke von Julio Cortázar und Octavio Paz. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. 1987 mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Wittkopf starb am 22.9.1997 in Straelen.

 
Der Autor:
Cortazar c SaraFacio SVJulio Cortázar wurde am 26.8.1914 in Brüssel geboren (sechs Tage zuvor war die Hauptstadt Belgiens von den deutschen Truppen eingenommen worden). Als er vier Jahre alt war (nach Ende des ersten Weltkriegs), zogen seine Eltern mit ihm nach Buenos Aires.
Er wurde Grundschullehrer und arbeitete an verschiedenen Schulen in der Provinz. 1944 erhielt er eine Dozentur für französische Literatur in Mendoza. Aus Protest gegen Perón trat er zwei Jahre später von diesem Hochschulamt zurück und wurde Übersetzer für Englisch und Französisch. Cortázar erhielt 1951 ein Stipendium des französischen Staates und arbeitete von 1951 bis 1974 als Übersetzer bei der UNESCO in Paris.
Cortázar war einer der profiliertesten Vertreter der argentinischen Literatur der Gegenwart. Sein Werk ist der neueren englischen und französischen Literatur verpflichtet, insbesondere dem Surrealismus, dem Theater des Absurden und dem Nouveau Roman.
„Der Einbruch des Absurden in die Realität des Alltags, Bedrohung der Identität des einzelnen, Protest gegen die Sinnleere einer technisierten Umwelt sowie die Suche nach der authentischen Existenzform des Individuums bilden die inhaltlichen Kennzeichen der cuentos und novelas, mit denen Cortázar die allgemeine Thematik moderner Literatur aufnimmt." (W. Brand).
Leider sind heute viele seiner Werke, vor allem die Kurzprosa, vergriffen. Dabei sind es gerade die Erzählungen, die ihn als kreativen und originellen Autor bekannt gemacht haben. „Sie bestechen durch die ästhetische Perfektion und ihre erzählerische Strenge." (D. Reichardt)
„Wer Cortázars Bücher nicht liest, ist verloren. Sie nicht zu lesen ist eine schwere, schleichende Krankheit, die mit der Zeit schreckliche Folgen haben kann. Ähnlich wie jemand, der nie einen Pfirsich gekostet hat. Er würde langsam melancholisch werden und immer blasser, und vielleicht würden ihm nach und nach die Haare ausfallen." (Pablo Neruda)
Julio Cortázar starb am 12.2.1984 in Paris.
(Foto: © Sara Facio/Suhrkamp Verlag)

Titel:
 
 
Rudolf Wittkopf wurde am 5.8.1933 in Hamburg geboren. Er war zeitweise Verlagsleiter, Lektor und zunächst Übersetzer aus dem Englischen und Französischen. Wittkopf, der zeitweise in Spanien lebte, gehörte bald zu den bedeutendsten Übersetzern lateinamerikanischer Literatur, darunter vor allem der Werke von Julio Cortázar und Octavio Paz. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. 1987 mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Wittkopf starb am 22.9.1997 in Straelen.
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