Ronsino, Hernán: Lumbre

Ronsino LumbreRonsino, Hernán: Lumbre
Roman. Aus dem argentinischen Spanisch und mit einem Nachwort von Luis Ruby.
Zürich: Bilger Verlag, 2016. 324 [16] S., mit Fotografien von Pocha Silva, geb., 25,80 €.
Satz, Buch- und Umschlaggestaltung: Dario Benassa.
O: Lumbre. Buenos Aires 2013.
978-3-03762-055-7

„Geboren bin ich – neunzig Jahre nachdem Urquizas Truppen auf den Ländereien von Gorostiaga gerastet hatten – am Morgen des 28. Januar 1942. Am Ufer der Laguna del Tigre. An diesem Tag – zur selben Stunde – notierte Pavese in sein Turiner Tagebuch – kann es sein, dass er um die Lagune wusste, um den Todeskampf meiner Mutter, die unter den Sternen verblutete, um mich zerbrechliches Wesen auf den Brettern des Milchwagens? – Sich an etwas zu erinnern bedeutet, es – jetzt erst – zum ersten Mal zu sehen. Die Erinnerung ist ein lichtes Gebären.“
Geschildert werden drei Tage im März 2002: Der Erzähler Federico Souza kehrt nach etlichen Jahren der Abwesenheit in seine Heimatstadt zurück, weil ein alter Freund der Familie, Pajarito Lernú, unter ungeklärten Umständen gestorben ist – und ihm eine Kuh hinterlassen hat. (Verlagsinformation)

Luis Ruby, geboren 1970, lebt in München und übersetzt aus dem Spanischen, Italienischen, Portugiesischen und Englischen. Er wurde mit dem Übersetzerpreis der Spanischen Botschaft (2003), dem Bayerischen Kunstförderpreis (2008) und dem Münchner Literaturstipendium (2013) ausgezeichnet. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen neben Clarice Lispector u. a. Javier Marías, Carlo Fruttero und Jorge Amado.

Der Autor:

pochasilva3Hernán Ronsino wurde 1975 in Chivilcoy geboren, in einer kleinen Stadt in der argentinischen Pampa. Nach der Grundschule zog er nach Buenos Aires, um Soziologie zu studieren.
Heute unterrichtet Ronsino an der Universität von Buenos Aires und an der Faculdad Latinoamericana de Ciencias Sociales (FLASCO). Er hat bisher einen Band mit Erzählungen und zwei Romane veröffentlicht. (Verlagsinformation)
(Foto: © Pocha Silva)

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