Chile

Chile - antiquarisch

 
CHILE antiquarisch
 
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Die Bücher sind, wenn nicht anders vermerkt, in einem altersbedingten Zustand. Beschädigungen und Verschmutzungen sind angegeben.
Für die biographischen Angaben zu den Autoren und Inhaltsangaben zu einzelnen Werken wurden teilweise benutzt: Dieter Reichardt, Lateinamerikanische Autoren, Tübingen und Basel 1972 und „Autorenlexikon Lateinamerika“, hrsg. von Dieter Reichardt, Frankfurt/M. 1992, sowie die Besprechungen aus den verschiedenen Broschüren "Bücher zu Lateinamerika" aus den Jahren 1988 bis 2008 und der späteren Webseite.
 
Abkürzungen:
[KJL] Kinder- und Jugendliteratur
DEA Deutsche Erstausgabe
SU Schutzumschlag
O: Originaltitel
(M) Mängelexemplar (Stempel oder Strich)
 
 
ALEGRÍA, Fernando
Fernando Alegría wurde am 26.9.1918 in Santiago de Chile geboren. Er studierte in Santiago de Chile und in den USA Literaturwissenschaft und war von 1964 bis 1967 Literaturdozent in Berkeley. Während der Regierung Allendes arbeitete er als Kulturattaché an der chilenischen Botschaft in Washington. Nach dem Militärputsch lebte er im Exil in den USA und lehrte ab 1974 an der Stanford-University. Alegría ist Autor von zahlreichen Romanen, Erzählungen und literaturwissenschaftlichen Essays. Er starb am 29.10.2005 in Walnut Creek/Kalifornien.
 
Alegría Frühling KopieChi 001 ALEGRÍA, Fernando: Der Frühling der jungen Krieger
Roman. Aus dem Spanischen von Kristina Hering.
Berlin: Volk und Welt, 1975. 299 S., geb., OU., DEA. 5,00 €.
O: Mañana los guerreros. Santiago de Chile 1964.
In dem Roman schildert Alegría die Unruhe und Verwirrung, die die jungen Menschen erfasst hatte, als die politische Situation in Chile im Jahre 1938 eskalierte und Linke und Nazianhänger sich blutige Kämpfe lieferten.
 
 
 
 
Alegría Stechschriftt KopieChi 002 ALEGRIA, Fernando: Stechschritt
Roman. Aus dem Spanischen von Jochen Martin.
Mit einer Nachbemerkung von Eberhard Hackethal.
Berlin: Volk und Welt 1978. 301 S., geb., OU., 3,50 €.
O: El paso de los gansos. Long Island/N.Y. 1975.
Der Roman, der als einer der ersten literarischen Verarbeitungen des Militärputschs von 1973 gilt, schildert in Form von Tagebuchaufzeichnungen die Entwicklung eines jungen Pressefotografen und dessen Tod im Stadion von Santiago.
Chi 002a dass.: Berlin: Buchclub 65, 1978. 301 S., geb., OU., 3,50 €.
 
 
ALLENDE, Isabel
Isabel Allende wurde am 2.8.1942 in Lima/Peru geboren, ihre Jugend verbrachte sie in Santiago de Chile. Sie ist Journalistin und musste 1974 sie ihre Heimat wegen des Militärputschs in Chile verlassen und lebte eine Zeitlang im Exil in Venezuela; seit 1988 wohnt sie in Kalifornien. Allende veröffentlichte seit ihrem Welterfolg "Das Geisterhaus" zahlreiche Romane, Jugendbücher und andere Prosa.
 
Chi 003 ALLENDE, Isabel: Briefe für Paula
Leserinnen und Leser aus aller Welt zu Isabel Allendes Lebensroman.
Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1996. 77 S. kt., 2,50 €.
(nicht einzeln lieferbar - Begleitband der Sonderausgabe von „Paula“)
 
Allende Eva st1897Chi 004 ALLENDE, Isabel: Eva Luna
Roman. Aus dem Spanischen von Lieselotte Kolanoske.
Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1991. 136. Tsd.; st 1897. 392 S., kt., 3,50 €.
O: Eva Luna. Barcelona 1987. | 3-518-38397-3
Der/die Leser/in findet den Kommentar zu diesem Roman im Buch selbst: „...ein Wirrwarr von närrischen Personen und unglaubwürdigen Anekdoten ... der Spur der Ereignissse zu folgen sei nahezu unmöglich, das Publikum werde gänzlich den Faden verlieren, kurzum es sei ein wilder Mischmasch, und kein Mensch mit zwei Fingerbreit Verstand würde das Risiko wagen, es zu produzieren ...“ Trotzdem aber wird der Rat erteilt: „Schreib weiter, Eva, ich bin neugierig, wie dieser gehäufte Blödsinn zu Ende geht.“ (Klaus Küpper, BzL)
 
Allende Eva AufbauChi 004a dass. M. e. Nachwort von Hermann Herlinghaus. Berlin/Weimar: Aufbau, 1989. 358 S., br. 5,00 €.

3-351-01556-9
 
 
 
 
 
 
 
Allende Eva BücherbundChi 004b dass.: Stuttgart/München: Deutscher Bücherbund, [1989]. 390 S., geb., OU. 7,00 €.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Chi 004c dass.: Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg, 1990. 375 S., Ln., OU. 9,00 €.
3-7632-3669-4
 
Chi 005 ALLENDE, Isabel: Das Geisterhaus
Roman. Übersetzt von Anneliese Botond.
Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1989. st 1676. 512 S., kt. 3,50 €.
O: La casa de los espíritus. 1982.
Drei Generationen der Familie de la Valle stehen für die Geschichte des chilenischen Bürgertums. Vom Kokettieren mit europäischen, liberalen Ideen am Anfang des Jahrhunderts wird der Bogen bis zum Putsch geschlagen. Der Kreislauf der politischen Gewalt, die Zerrissenheit der chilenischen Gesellschaft spiegelt sich in der Romanhandlung wider. Erzählt mit einer überbordenden Phantasie, liebenswert gezeichneten Figuren, aber auch mit großem Ernst bei der Beschreibung der Ereignisse um den Putsch der Militärs im Jahre 1973.
 
Chi 006 ALLENDE, Isabel: Die Geschichten der Eva Luna
Aus dem Spanischen von Lieselotte Kolanoske.
Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg, 1992. 297 S., Ln., OU. 9,00 €.
O: Cuentos de Eva Luna. Barcelona 1990.
 
Allende LiebeSchatten AufbauChi 007 ALLENDE, Isabel: Von Liebe und Schatten
Roman. Roman. Aus dem Spanischen von Dagmar Ploetz.
Berlin und Weimar: Aufbau, 1987. 310 S., geb., OU. 6,00 €. (verkauft)
O: De amor y de sombra. Barcelona 1984.
Chile unter der Militärjunta. Die Journalistin Irene und ihr Liebhaber Francisco, Photograph und Sohn spanischer Exilanten, finden in einem aufgelassenen Bergwerk die Leichen von ermordeten Häftlingen. Die beiden scheitern bei dem Versuch, den Skandal zu veröffentlichen und müssen schließlich außer Landes fliehen. Der Roman ist eine Kombination von Liebesroman und Politthriller.
 
 
Allende Stadt dtv RH KopieChi 008 ALLENDE, Isabel: Die Stadt der wilden Götter
Roman. [KJL]
Aus dem Spanischen von Svenja Becker.
München, Wien: Hanser, 2002. 352 S., Hln., 9,00 €.
O: La ciudad de las bestias. Barcelona 2002. | 3-446-20188-2
Die Schriftstellerin Kate Gold begibt sich auf eine Expedition in den brasilianischen Dschungel. Begleitet wird sie von ihrem 15jährigen Enkel Alex. Sie wollen dem Geheimnis einer „Bestie“ und den unbekannten indianischen Nebelmenschen auf die Spur kommen. Doch da gibt es noch die „bösen“ Expeditionsteilnehmer, den brutalen Hauptmann Ariosto und den Unternehmer Mauro Carias, die andere Interessen haben und sie blutig durchzusetzen versuchen, ebenso wie die Karikatur eines größenwahnsinnigen Wissenschaftlers. Zwischen Alex und der zwölfjährigen Nadia, der Tochter des indianischen Führers, entwickelt sich eine zarte Beziehung ...
 
AMPUERO ESPINOZA, Roberto
Roberto Espinoza Ampuero wurde am 20.2.1953 in Valparaíso geboren. Er studierte Literaturwissenschaft und Anthropologie in Chile. 1973, nach dem Putsch der Militärs, ging er ins Exil, zunächst in die DDR, wo er sein Studium beendete, dann nach Kuba und 1979 wieder in die DDR. Von 1983 bis 1993 lebte Ampuero in der Bundesrepublik, bevor er in seine Heimat nach Chile zurückkehrte. Lange lebte und arbeitet er in den USA, wo an der University of Iowa lehrte. Seit 2012 ist er chilenischer Botschafter in Mexiko.
In deutscher Übersetzung erschienen ein Band mit Erzählungen „Ein Känguruh in Bernau“ (1984), das Jugendbuch „Der Pfirsichkrieg“ (1986) sowie die beiden Kriminalromane mit dem Privatdetektiv Cayetano Brulé in der Rolle des Ermittlers „Der Schlüssel liegt in Bonn“ (1994/1996) und „Bolero in Havanna“ (1997).
 
Ampuero Känguruh KopieChi 009 AMPUERO ESPINOZA, Roberto: Ein Känguruh in Bernau
Erzählungen. Aus dem Spanischen übersetzt von Christel Dobenecker, Joachim Meinert und Manfred Schmitz.
Mit [10 farbigen] Illustrationen von Santos Chávez.
Berlin und Weimar: Aufbau, 1984. 189 S., Pb., OU., DEA. 4,50 €.
Unversiegbar scheint der Quell dieser Erzählens zu sprudeln, das Ernst und Skurrilität miteinander verquickt, das nachdenklich machen will. Ein Mann kommt aus Argentinien zurück und hat nicht einmal den Urwald gesehen; ein Mensch schart ein ganzes Dorf um sich und fliegt vor aller Augen wie eine Schwalbe von einem Baum herab; ein Bahnwärter läßt zur gewohnten Zeit die Schranke herunter und sieht den Schnellzug auf den im Nichts endenden Schienen vorbeifahren; ein Kängeruh liegt am Straßenrand und wird von niemandem beachtet. Unverkennbar steht der Autor mitten in der modernen lateinamerikanischen Erzähltradition. (Verlagsinfo)
 
AVARIA, Antonio
Geboren 1934 in Santiago de Chile. Jura- und Literatur-Studium, lebte in Europa, (u. a. in München) und übte mehrere Lehrtätigkeiten aus.
 
Avaria Besser KopieChi 010 AVARIA, Antonio: Besser als vis-a-vis
Prosa. Aus dem chilenischen Spanisch von Carlos Widmann, Anna Jonas und Wolfgang A. Luchting.
Berlin: Literarisches Colloquium Berlin, 1979. LCB Edidionen Nr. 53. 50 S., br., DEA. 5.00 €.
"Fünf Prosastücke, gedacht als Röntgenaufnahmen einer Bourgeoisie von der man glaubte, daß sie sterben würde..." (Avaria)
 
 
 
 
BOLAÑO, Roberto
Roberto Bolaño wurde am 28. April 1953 in Santiago de Chile geboren. Einen Teil seiner Jugend verbrachte er Mexiko. 1972 kehrte er nach Chile zurück, nach dem Militärputsch wurde er gefangen gehalten, konnte das Land aber dann verlassen. Nach dem Ende der Franco-Diktatur ging er 1977 nach Spanien, wo er als Hafenarbeiter, Kellner und Nachtwächter arbeitete. Seit den achtziger Jahren konnte er von den Preisgeldern literarischer Wettbewerbe leben. Roberto Bolaño starb am 17. Juli 2003 in Barcelona.
 
Bolaño Lumpenroman KopieChi 011 BOLAÑO, Roberto: Lumpenroman
Aus dem Spanischen von Christian Hansen.
München: Hanser, 2010. 109 S., geb., SU., DEA. 14,50 €.
O: Una novelita lumpen. Barcelona 2002. | 978-3-446-23546-5
„Jetzt bin ich Mutter und auch eine verheiratete Frau, aber vor gar nicht langer Zeit war ich eine Kriminelle.“ So beginnt der nachgelassene Kurzroman von Bolaño in dem Bianca vom Unfalltod ihrer Eltern erzählt und wie sie sich danach gemeinsam mit ihrem Bruder durchs Leben schlug. Anfangs hatten beide noch Arbeit und gingen zur Schule, später hockten sie vor dem Fernseher und schlugen die Zeit tot. Ihr Bruder brachte eines Tages Pornos aus der Diskothek mit, die sie aber nur anekelten. Dann kamen zwei etwas zwielichtige Freunde ins Hause und sie mußte von ihrem Lohn im Friseursalon vier Personen ernähren. Schließlich lernt sie den blinden Maciste kennen, einen ehemaligen Bodybuilder und schläft mit ihm. Und obwohl Maciste Bianca für ihre Liebesdienste bezahlt, entwickelt sich eine leise Freundschaft zwischen den beiden. Bianca aber beendet diese Beziehung, die ursprünglich nur zustande kam, weil ihr Bruder und seine Freunde sie als Lockvogel benutzen wollten, um Maciste auszurauben. Zur Vergeltung entwickelt sie einen Plan und lockt die beiden Freunde ich eine Falle.
Eine wunderbar erzählte melancholische Geschichte über die Flucht einer jungen Frau aus ihrer tristen Wirklichkeit. (Klaus Küpper, BzL)
 
Bolaño Naziliteratur DEA KopieChi 012 BOLAÑO, Roberto: Die Naziliteratur in Amerika
Roman. Aus dem Spanischen von Heinrich von Berenberg.
München: Kunstmann, 1999. 237 S., geb., OU., DEA. 9,50 €.
O: La Literatura Nazi en América. | 3-88897-212-4
Ein außergewöhnliches Buch ist anzuzeigen: Der sogenannte Roman ist die Aneinanderreihung von dreißig Lebensläufen mehr oder weniger rechtslastiger bis faschistischer Schriftsteller in Nord- und Südamerika. Nun hat keiner dieser hier mit ihren Werken, biographischen Daten, Bekanntschaften, Erlebnissen etc. vorgestellten Dichter und Schriftsteller je gelebt, dennoch: die Geschichten sind trotz der vielen offensichtlich parodistischen Einlagen so gut erfunden, das die Protagonisten sehr wohl existiert haben könnten. An diesem Eindruck sind nicht zuletzt die realen historischen Ereignisse schuld, in die die Biographien der Dichter eingewoben sind. Die biobibliographischen Kurzbeschreibungen der Autoren und Autorinnen und ihrer Werke sind eine Parodie auf Literaturlexika-Artikel, gleichzeitig aber auch ein Spiegelbild der faschistischen Perioden unseres Jahrhunderts und ihrer geistigen Gründe und Ausflüsse. Eine amüsante und mitunter gruselige Lektüre. (Klaus Küpper, BzL)
 
CARRASCO, Alexandra
Alexandra Carrasco wurde 1963 in Deutschland als Kind chilenischer Eltern geboren und wuchs in Chile auf. Die Familie floh vor dem Militärputsch 1973 nach Frankreich. Sie studierte in Frankreich Philosophie und arbeitete beim Erscheinen der deutschen Übersetzung ihres Romans als Übersetzerin mit.
 
Carrasco Adieu KopieChi 013 CARRASCO, Alexandra: Adieu, Santiago!
Roman. Aus dem Französischen von Gunhild Niggestich. Umschlaggestaltung: Wolf Erlbruch.
Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 1996. Reihe Galileo. 186 S., br., 8,00 €.
O: Le Blue-Jeans des exilés. | 3-87294-713-3
Nach dem Putsch in Chile flieht die Familie mit der 12jährigen Tochter Carla nach Frankreich. Die Erlebnisse der Jugendlichen in ihrem Exil, in der neuen Wohnumgebung, mit den neuen Freunden sind Gegenstand dieses Romans. In der Auseinandersetzung mit der neuen Umgebung und mit ihrer Brieffreundin in Chile findet Carla ihre Identität.
 
 
 
CASTRO, Baltazar
29.7.1919 Rancagua, Chile – 10.1.1989 Rancagua
 
Castro Vater KopieChi 014 CASTRO, Baltazar: Vater, mein Kamerad
Roman. Aus dem Spanischen von Egon Hartmann.
Berlin: Volk und Welt, 1965. 322 S., Ln., OU., DEA. 7,50 €.
O: Mi camarada padre.
„Im Laufe der Jahre reifte in mir die Überzeugung, daß mein Vater auf seine Art ein außergewöhnlicher Mensch war.“ Mit diesem Satz beginnt der Autor, avantgardistischer Schriftsteller Chiles, den Roman über seine Jugend. Vor der romantischen Kulisse hochaufragender Kordillerenfelsen wird das Schicksal einfacher Menschen gestaltet – ihre Liebe, ihre Probleme. Während in der modernen Literatur häufig die gestörten Beziehungen zwischen den Generationen im Mittelpunkt stehen, schildert Castro hier das Gegenteil – ein echtes Freundschaftsverhältnis zwischen Vater und Sohn ... Der Autor erzählt humorvoll und ohne Pathos ... gestaltet sein Thema einfühlsam und überzeugend. (Aus dem Verlagsinfo)
 
CERDA, Carlos
Geboren 1942 in Santiago de Chile. 1973 Flucht vor den Putschisten nach Ostberlin, wo er bis 1985 lebte. Veröffentlichte Theaterstücke, Romane und Erzählungen, die zum Teil in der DDR übersetzt erschienen. Cerda ist am 19.10.2001 in Chile verstorben.
 
Cerda Begegnung KopieChi 015 CERDA, Carlos: Begegnung mit der Zeit
Erzählungen. Aus dem Spanischen übersetzt von Achim Gebauer und Rolf Trogisch.
Mit einem Nachwort von Carlos Cerda. Deutsch von Christel Dobenecker.
Berlin und Weimar: Aufbau 1976. Ed. Neue Texte. 157 S., geb., OU., DEA, 6,50 €.
Als Überlebender der chilenischen Katastrophe erhebt Cerda in diesen fünf Erzählungen verhalten leidenschaftlich sein Stimme und reiht sich in den machtvollen Chor derer ein, die aus Verzweiflung und Erfahrung das Schwert des Wortes geschmiedet haben ... (aus dem Verlagsinfo)
 
 
 
Cerda Weihnachtsbrot KopieChi 016 CERDA, Carlos: Weihnachtsbrot
Aus dem Spanischen übersetzt von Volker Ebersbach.
Mit einer Nachbemerkung von Carlos Cerda. Übersetzt von Christel Dobenecker.
Berlin und Weimar: Auf¬bau, 1978. 174 S., geb., OU., DEA. 6,00 €.
O: Pan de Pascua.
Chi 016a - dass.: (Bibl.-Ex.) 2,50 €.
Carlos Cerda verknüpft in seiner jüngsten Arbeit auf eigene Weise Fiktion und authentischen Bericht zu einem nuancierten und aufschlußreichen Bilde von dem Chile der Gegenwart. (aus dem Verlagsinfo)
 
 
COLOANE, Francisco
Geboren am 19.7.1910 in Quemchi auf der Insel Chiloé, gestorben am 5.8.2002 in Santiago de Chile. Wuchs unter Seeleuten, Fischern, Tauchern und Schatzsuchern auf. Erhielt für sein Werk 1964 den großen chilenischen Literaturpreis.
 
Coloane Schiffsjunge KopieChi 017 COLOANE, Francisco: Der letzte Schiffsjunge der Baquedano
[Roman] Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen.
Zürich: Unionsverlag, 2000. TB 159. 91 S., kt. 3,00 €.
O: El último grumete de la „Baquedano“. Santiago de Chile 1941. | 3-293-20159-8
Die kleine Geschichte spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Das Schulschiff Baquedano, ein Segler der chilenischen Marine, verläßt den Hafen zu einer letzten Fahrt in Richtung Kap Hoorn. Alejandro Silva, ein fünfzehnjähriger Junge, hat sich als blinder Passagier an Bord geschlichen, um auf diese Weise Seemann zu werden. Schon bald lernt er die rauhe Welt auf See und auf Feuerland kennen ... Der Kurzroman, 1940 erstmals erschienen und in Chile immer noch ein Klassiker, ist trotz einiger Patina ein lesenswerter und spannender Text. (Klaus Küpper, BzL)
 
Coloane KapHoorn KopieChi 018 COLOANE, Francisco: Kap Hoorn
[Erzählungen] Aus dem chilenischen Spanisch von Willi Zurbrüggen.
Zürich: Unionsverlag, 1998. 185 S., geb., OU., DEA. 9,50 €.
O: Cabo de Hornos. Santiago de Chile 1941. | 3-293-00248-X
Alle Geschichten spielen auf dem südlichsten Zipfel des lateinamerikanischen Kontinents, den Coloane im Laufe seines Arbeitslebens durchstreift hatte. Sie handeln vom harten Leben der Glücksucher, Robbenfänger, Fallensteller und Tagelöhner in dieser unwirtlichen Region. Coloane weiß wovon er spricht, wenn er sagt: „Die Natur, die ich kennengelernt habe, liefert den Hintergrund zu meinen Erzählungen ... Dorthin kann man nicht als Tourist gehen: man muß sie kennenlernen, sie erleben und das ist hart.“ Und diese Erzählungen muß lesen, wenn man etwas wissen will vom Land am Ende der Welt.
 
COPPOLA, Salvattori
1934 Santiago de Chile – 2005. War Lehrer für Spanisch und Literatur und arbeitete nach seiner Flucht an den Universitäten in Rostock und Berlin. Erhielt zahlreiche Anerkennungen für seine Arbeit und Veröffentlichungen.
 
Coppola Last KopieChi 019 COPPOLA, Salvattori: Die Last der Erinnerung
Roman. Aus dem Spanischen von Jochen Martin.
Berlin: Volk und Welt, 1981. 371 S., geb., OU., DEA. 6,50 €.
O: El peso de la memoria. 1981.
Mit der Hauptperson dieses Romans, Carlos Palma, der am Kampf gegen die Putschisten vom 11.9.1973 teilnimmt, stellt sich der Autor die Frage, ob sie schuld seien, daß es zu diesem Putsch kommen konnte. Und zeigt geichzeitig den Weg, den die Verantwortung zu gehen gebietet. (Aus dem Verlagsinfo)
 
 
 
CORTES, Cristián
Geboren 1957 in Valparaíso, wurde am 11.9.1973 verhaftet und saß sechs Monate im KZ, 1977 ausgewiesen, lebt heute in Bremen.
 
Cortéz LogbuchChi 020 CORTES, Cristián: Bitácora – Logbuch
Gedichte. Spanisch - deutsch. Nachgedichtet und mit einem Nachwort von Jürgen Alberts.
Göttingen: Lamuv, 1989. DDW 51. 89 S., Pb., DEA. (leicht gestaucht) 4,50 €.
3-88977-194-7
Gedichte über die Exilierten, die Solidarität und das Exilland.
 
 
 
 
 
 
DÍAZ ETEROVIC, Ramón
Geboren am 15.7.1956 in Punta Arenas. Studierte Politikwissenschaften und ist Autor zahlreicher Romane mit der Hauptfigur des Detetiv Heredia. Er lebt in Santiago de Chile.
 
DiazEterovic Engel BGChi 021 DÍAZ ETEROVIC, Ramón: Engel und Einsame
Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Maralde Meyer-Minnemann.
Frankfurt a. M., Wien und Zürich: Büchergilde Gutenberg, 2001. 330 S., geb., OU., 8,00 €.
O: Angeles y solitarios. Santiago de Chile 1995. | 3-7632-5161-8
Privatdetektiv Heredia kommt zu spät, seine frühere Freundin, die Journalistin Fernanda ist bereits tot - vergiftet, wie sich später herausstellt. Mußte sie sterben, weil sie geheimnisvollen Waffengeschäften ehemaliger chilenischer Junta-Mitglieder auf der Spur war? Für Heredia, der einem Roman von Hammet oder Chandler entsprungen sein könnte, beginnt eine nervenaufreibende und gefährliche Jagd. Der Autor zieht alle Register, aus denen ein guter Politthriller gemacht ist: der chilenische Alltag in Santiago, die internationalen Geschäfte der Mächtigen hinter der Fassade der offiziellen Politik, die Figur des illusionslosen Detektivs und seiner skurrilen Freunde und Helfer sind die Ingredienzen zu diesem, mitunter in der Fülle der Fakten und Phantasien überladen wirkenden, jedoch spannenden Roman. (Klaus Küpper, BzL)
 
DíazEterovic Kater KopieChi 022 DÍAZ ETEROVIC, Ramón: Kater und Katzenjammer
Ein Fall für Heredia. Aus dem chilenischen Spanisch von Maralde Meyer-Minnemann.
Zürich: Diogenes, 2001. 337 S., Ln. DEA., OU., (M) 7,50 €.
O: Los siete hijos de Simenon. | 978-3-257-06285-4
Protagonist auch dieses Romans ist der melancholische Privatdetektiv Heredia. Eine Übernachtung in dem Hotel, in dem ein Ermordeter aufgefunden wird, bringt ihn zunächst in Schwierigkeiten. Um sich vom Tatverdacht freizuhalten, ermittelt Heredia auf eigene Faust und stößt dabei auf ein zweifelhaftes Gasgeschäft zwischen Chile und Argentinien. Kein überraschendes Thema, aber dennoch ein spannender und lesenswerter Kriminalroman. (Klaus Küpper, BzL)
 
DONOSO, José
Geboren am 5.10.1924 in Santiago de Chile. Er studierte in Chile und den USA. War Dozent für englische Literatur, Redakteur, lebte von 1967 bis 1980 in Spanien. Er ist Autor zahlreicher Romane, die sich kritisch mit den chilenischen Oberschicht auseinendersetzten. Für sein Werk erhielt er u. a. den höchsten chilenischen Literturpreis. Am 7.12.1996 ist Donoso in seiner Geburtsstadt verstorben.
 
Donoso Marquesita KopieChi 023 DONOSO, José: Die Marquesita
Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Willi Zurbrüggen.
Hamburg: Hoffmann & Campe, 1991. 190 S., geb., OU., DEA. 9,50 €.
O: La misteriosa desaparición de la marquesita de Loria. Barcelona 1980.
3-455-01563-8
Donoso erzählt in diesem kurzen Roman die Geschicht von Blanca, einer Diplomatentochter aus Nicaragua, die sich nach fünfmonatiger Ehe auf eine sexuelle Odyssee durch das Madrid der zwanziger Jahre begibt.
 
 
 
Donoso Marquesita UllsteinChi 023a - dass.: Berlin: Ullstein, 1998. TB 24392. 144 S., kt., 3,00 €.
3-548-24392-4
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Donoso Toteninsel KopieChi 024 DONOSO, José: Die Toteninsel
Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Anna Freitag.
Hamburg: Hoffmann u. Campe, 1987. 391 S., geb., OU., DEA. 12,50 €.
O: La desesperanza. Barcelona 1986. | 3-455-01887-4
Bei der Trauerfeier und dem Begräbnis von Matilde Neruda treffen die unterschiedlichsten Oppositionellen Chiles zusammen. Der eben zurückgekehrte Sänger Mañungo Vera trifft Judit, seine Jugendfreundin, die einer linksextremen Gruppe angehört. In 48 Stunden enthüllt sich ein realistisches Bild von der Zersplitterung und Feindschaft innerhalb der Opposition. Aber trotz seines Titels (Nicht-Hoffnung) fehlt auch in diesem Roman die Hoffnung nicht: Der Sänger bleibt in Chile, um sich für eine Rückkehr zur Demokratie einzusetzen.
 
 
Donoso Toteninsel SPChi 024a - dass.: München: Piper, 1991. SP 1086. 391 S., br. 6,00 €. | 3-492-11086-X
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DORFMAN, Ariel
Ariel Dorfman wurde am 6. Mai 1942 in Buenos Aires als Kind emigrierter russischer Juden geboren. 1944 Flucht der Familie vor der argentinischen Militärregierung in die USA; 1954 erneute Flucht während der McCarthy-Ära, diesmal nach Chile. Ehemaliger Prof. für Literatur in Santiago, Kulturberater während der Regierungszeit von Allende. Nach dem Putsch Exil in Europa und den USA. 1987 Rückkehr nach Chile; lebt seitdem in den USA und in Chile. Dorfman ist Autor von zahlreichen Romanen, Theaterstücken, Essays, Kinderbüchern und Reisebeschreibungen, von denen viele auch in Deutsch vorliegen.
 
Dorfman Desaparecer KopieChi 025 DORFMAN, Ariel: Aus den Augen verlieren. Desaparecer.
Poemas / Gedichte. Dibujos / Zeichnungen von Guillermo Nuñez.
Ohne Übersetzer-Angabe.
[Vorbemerkung] Heinz G. Schmidt: Con seguridad/Mit Gewißheit.
Bornheim: Lamuv, 1979. 1.- 3. Tsd. 83 S., englbr., DEA. 4,00 €. | 3-921521-11-4
Gedichte über das alltägliche Leiden unter der Militärjunta in Chile.
Chi 025a - dass.: vom Autor signiert. 10,00 €.
 
 
 
 
Dorfman CrístobalsSohn KopieChi 026 DORFMAN, Ariel: Cristóbals Sohn und die Reise des Eisbergs
Roman. Aus dem Amerikanischen von Gabriele Gockel und Thomas Wollermann.
Hamburg, Wien: Europa Verlag, 2000. 478 S., geb., OU., DEA., 12,00 €.
O: The Nanny and the Iceberg. New York 1999. | 3-203-76046-0
Dies ist der Bericht des 23jährigen Gabriel McKenzie, der 1991 mit seiner Mutter aus den New Yorker Exil in seine Heimat Chile zurückkehrt. Hier trifft er seinen Vater Cristóbal und dessen Freund Pablo Barón. Die beiden verbindet eine verrückte Wette aus dem Jahre 1967: Cristóbal will in den nächsten 25 Jahren jeden Tag mit einer anderen Frau schlafen, während Pablo in der gleichen Zeit der mächtigste Mann in Chile werden will. Ein Jahr vor Ablauf der Wette steht es unentschieden ... Gabriel, der in Santiago ständig von einer Gefahr in die nächste gerät und ständig von diversen Beschützern gerettet werden muß, Milchgesicht genannt wird und noch Jungfrau ist, verliebt sich in die Tochter des mittlerweile mächtigen Ministers Barón. Der will Chile mit einem Eisberg aus der Antarktis bei der Weltausstellung 1992 vertreten, doch ein geheimnisvoller Attentäter bedroht das Unternehmen, das dem Land zu neuem Ansehen in der Welt verhelfen soll. Dorfman erzählt in dieser amüsanten und spannenden Geschichte, die Krimi und Entwicklungsroman zugleich ist, von den lateinamerikanischen Machos, vom Erwachsenwerden und einer Vergangenheitsbewältigung auf chilenische Art. Empfehlenswert. (Klaus Küpper, BzL)
Chi 026a - dass.: (M) 8,00 €.
 
Dorfman Konfidenz KopieChi 027 DORFMANN, Ariel: Konfidenz
Roman. Aus dem Amerikanischen von Kurt Neff.
Frankfurt a. M.: Fischer, 1996. 221 S., Ln., OU., DEA. 9,00 €.
O: Konfidenz. New York 1995. | 3-10-015504-1
1. September 1939 in Paris. Eine Frau betritt ihr Hotelzimmer und wird im gleichen Augenblick von einem ihr Unbekannten angerufen. Der Fremde kennt scheinbar alle, auch die intimsten Details aus dem Leben der Frau. So beginnt eine unheimliche und beklemmende Geschichte, ein Verwirrspiel um Agenten und Widerstandskämpfer, Verräter und KZ-Opfer. Wo ist die Wahrheit, was ist Lüge, wer betrügt wen um seine Haut zu retten oder damit den Feind zu bekämpfen? Dorfman ist eine ungemein spannende Geschichte um Vertrauen und Mißtrauen gelungen. Ein politischer Roman von bleibender Aktualität. (Klaus Küpper, BzL)
Chi 027a - dass.: (M) 5,00 €.
 
Dorfman Tyrann KopieChi 028 DORFMAN, Ariel: Der Tyrann geht vorüber
Erzählungen und Skizzen. Aus dem Spanischen übersetzt von Ursula Roth.
Mit einem Nachwort von Antonio Skármeta. Übersetzt von Christel Dobenecker.
Berlin und Weimar: Aufbau, 1980. Ed. Neue Texte. 195 S., geb., OU., DEA. 4,00 €.
Dorfmans Erzählungen, heimlich im heutigen Chile gelesen, sind für ihn eine Fortsetzung der Kulturarbeit, die er in den Tagen Allendes geleistet hat. In der Ferne geschrieben, tragen sie den Akzent der Sehnsucht und sind Versuche, die verlorene Zeit als wieder zu gewinnende Zukunft zu beschreiben. (F. R. Fries) 
 
 
 
Dorfman Tyrann LamuvChi 028a - dass.: (ohne Nachwort) Göttingen: Lamuv, 1989. DDW 49. 189 S., br. 3,00 €.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dorfman Reiter KopieChi 029 DORFMAN, Ariel: Der einsame Reiter und Barbar, König der Elefanten
Von harmlosen Helden in unseren Köpfen. [Essay].
Aus dem Amerikanischen von Walle Bengs.
Reinbek: Rowohlt, 1988. rororo aktuell 12384. 159 S., br. DEA. (M) 3,50 €.
O: The Empire´s Old Clothes. New York 1983. | 3-499-12384-3
Untersuchung über die Sprache der Massenmedien und die Manipulation des Bewußtseins in Lateinamerika durch die nordamerikanischen Comics.
 
 
 
 
 
Dorfman Ödipus KopieChi 030 DORFMAN, Ariel: Ödipus zwischen den Bäumen
Ansichten zur lateinamerikanischen Literatur.
Aus dem Spanischen übersetzt von Jochen Martin und Frank Koten.
Berlin und Weimar: Aufbau 1982. 265 S., br., DEA., 6,00 €.
Inhalt: Amerikanische Korrespondenz – Dichter, Volk, Natur in Versen aus dem „Großen Gesang“. – „Die Maismänner“ – Mythos als Zeit und Wort. – Brücken und Väter in der Hölle - „Die tiefen Flüsse“. – Der Sinn der Geschichte im Werk Alejo Carpentiers. – Alle Macht dem Gott-Proletariat! – Der Tod als Phantasie- und Denkgeschehen in „Hundert Jahre Einsamkeit“. – Überwältigung der Distanz – Das Werk Antonio Skármetas. – Ödipus zwischen den Bäumen.
 
 
DROGUETT, Carlos
Geboren am 15.10.1912 in Santiago de Chile. Er studierte Jura und Angelistik, war Journalist, Literatur-Kritiker. Er gehörte zu den bedeutendsten Prosaschriftstellern Chiles und erhielt für sein Werk den Nationalpreis für Literatur. Droguett ging 1975 ins Exil in die Schweiz, wo er in Bern am 30.7.1996 verstorben ist.
 
Droguett Eloy KopieChi 031 DROGUETT, Carlos: Eloy
Roman. Deutsch von Helmut Frielinghaus.
Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1966. BS 172. 1.-4. Tsd. 149 S., geb., Pb., OU., DEA. 9,00 €.
O: Eloy. Barcelona 1959.
Das Werk, das den internationalen Ruhm des Autors begründete, ist der innere Monolog eines von der Polizei eingekreisten und tödlich verwundeten Banditen. Die Vorstellungen und Erinnungsbruchstücke des Protagonisten, die zunehmend von Schmerz und Agonie beeinflußt werden, verdeutlichen über die konkrete Charakterstudie hinaus Droguetts tragisches Weltbild. (Reichardt)
 
 
EDWARDS, Jorge
Geboren am 29. Juli 1931 in Santiago de Chile. Studium der Politischen Wissenschaften in Chile und Princeton. Als Diplomat vertrat er sein Land in Belgien, Kuba, Peru und Frankreich. Von 1973 bis 1978 lebte er im spanischen Exil; 1986 war er Gast des DAAD in Berlin. Er erhielt für sein literarischen Werk zahlreiche Auszeichnungen, darunter den renommierten Premio Cervantes. Außer einigen Erzählungen und Essays wurde bisher der Roman „Adios Poeta ...“, eine Erinnerung an Pablo Neruda, „Der Ursprung der Welt“ und „Persona non grata“ übersetzt. Edwards lebt heute in Santiago de Chile und in Madrid.
 
Edwards AdiósPoeta KopieChi 032 EDWARDS, Jorge: Adios, Poeta ...
Erinnerungen an Pablo Neruda. Aus dem Spanischen von Thomas Brons.
Hamburg: Luchterhand Literaturverlag,, 1992. 305 S., geb., OU., DEA. 12,00 €.
O: Adiós, poeta ... . Barcelona 1990. | 3-630-86782-0
Eine Biographie, die sich wohltuend abhebt von den bisher erschienenen Büchern über Pablo Neruda. Keineswegs unkritisch begleitet Jorge Edwards den Dichter von seinem Kennenlernen im Jahre 1952 bis zum Tode. Voller Sympathie berichtet er von den vielen oft widersprüchlichen Facetten seiner Persönlichkeit: dem besessenen Sammler, dem oft naiven Politiker, dem streitbaren Poeten, dem Liebhaber der Frauen und dem Gourmet. Anschaulich geschildert sind die vielen Begegnungen und Auseinandersetzungen mit anderen Schriftstellern auf dem erläuterten Hintergrund der politischen Ereignisse. Eine spannende Lektüre mit vielen unbekannten Details. (Klaus Küpper, BzL)
 
FERNÁNDEZ, Nona
Nona Fernández wurde am 23.6.1971 in Santiago de Chile geboren. Sie ist ausgebildete Schauspielerin, Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Sie hat bisher vier Romane mehrere Erzählungen und Drehbücher geschrieben für die sie eine Reihe von Preisen erhalten hat.
Nona Fernández zählt mittlerweile zu den führenden Schriftstellerinnen Chiles; Roberto Bolaño bezeichnete sie einst als eine der großen Entdeckungen der jungen chilenischen Literatur.
 
Fernández N. Strasse KopieChi 033 FERNÁNDEZ, Nona: Die Strasse zum 10. Juli
Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Anna Gentz.
Wien: septime: 2017. 332 S., geb., SU., DEA., 14,00 €.
O: Av. 10 de julio Huamachuco. 2007. | 978-3-902711-19-9
Immer wieder zieht es Greta in die „Straße zum 10. Juli“ in Santiago de Chile. Es ist die berühmte Straße der Ersatzteilverkäufer. Hier sucht Greta die nötigen Teile, um den Schulbus, in dem ihre einzige Tochter tödlich verunglückte, wieder zusammenzusetzen. Die Suche führt sie zurück in ihre eigene Vergangenheit und in das verlassene Haus ihrer Jugendliebe Juan, das als einziges Gebäude der Gegend trotzig den Abrissplänen einer Baufirma widersteht. Doch Juan ist verschwunden, so wie damals die Freunde der kommunistischen Jugendbewegung zu Zeiten der Militärdiktatur, so wie die Kinder der Colonia Dignidad. Doch irgendwo in einem Loch im Boden werden sie alle gefangen gehalten, all die Verschwundenen. Irgendwo unter der Erde Chiles brodelt es gewaltig.
Nona Fernández’ Roman mahnt das Schweigen über die nahe Vergangenheit, die Verbrechen unter der Militärdiktatur, die weder vor Jugendlichen noch Kindern haltmachten. Alles ist miteinander verwoben, es gibt kein Einzelschicksal, das sich von der kollektiven Geschichte befreien könnte. (Aus der Verlagsinformation)
 
FRANZ, Carlos
Carlos Franz wurde am 3.3.1959 als Sohn eines chilenischen Diplomaten in Genf geboren. Er studierte Jura und Soziologie in Chile und lebte einige Zeit in Argentinien, bevor er sich wieder in Chile niederließ. Neben Romanen hat Franz auch mehrere Erzählungen veröffentlicht und für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften als Journalist und Kritiker gearbeitet. Er war außerdem Professor für Literatur an der Georgetown University und an der Universidad Diego Portales in Santiago de Chile.
 
Franz Paradies KopieChi 034 FRANZ, Carlos: Wo einst das Paradies war
Roman. Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen.
Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1999. 251 S., geb., OU, DEA. 9,00 €.
O: El lugar donde estuvo el Paraíso. 1996. | 3-462-02838-3
Anna, eine junge Frau, besucht ihren Vater in Iquitos am Oberlauf des Amazonas. Dorthin hat sich der pensionierte Diplomat mit seiner einheimischen Geliebten zurückgezogen. Für Anna bricht eine Welt zusammen. Der von ihr verehrte Vater stellt sich als Blender und Kriecher heraus. Aber erst zehn Jahre nach dem Tod des Vaters kann Anna sich dem ganzen Ausmaß der auf Irrtümern und Verblendungen aufgebauten Beziehung stellen. Trotz einiger Ungereimtheiten ein spannender und lesenswerter Roman, nicht zuletzt durch die Schilderung der Amazonasurwälder. (Klaus Küpper, BzL) 
 
GUELFENBEIN, Carla
Carla Guelfenbein wurde 1959 in Santiago de Chile geboren. Als Reaktion auf das Regime Pinochets verließ sie Chile und studierte in England Biologie und Design. Seit 1987 lebt sie als Redakteurin, Schriftstellerin und Drehbuchautorin wieder in ihrer Heimat.
 
Guelfenbein Frau DEA KopieChi 035 GUELFENBEIN, Carla: Die Frau unseres Lebens
Roman. Aus dem Spanischen von Thomas Brovot.
Frankfurt a. M.: Insel, 2008. 299 S., geb., OU., DEA. 9,50 €.
O: La mujer de mi vida. 2005. | 978-3-458-17386-1
Antonio liebt Clara. Theo ist Antonios Freund. Antonio stellt Clara Theo vor. Und die beiden verlieben sich ... England 1986. Antonio und Clara, exilierte Chilenen, sind ein Paar. Aber in den Zeiten der Militärdiktatur muß die Liebe zurückstehen, zumal Antonio zurück nach Chile will, um sich im Widerstand zu engagieren. Das verhindert Theo aus Freundschaft zu Antonio durch Verrat. 15 Jahre später treffen sich die Protagonisten auf Einladung Antonios in Chile. Die Aufarbeitung der Vergangenheit endet tragisch. Der Roman, aus der Sicht von Theo geschrieben, ist natürlich auch die Geschichte einer gescheiterten Existenz, die aus Scham, nicht im Untergrund gegen das Militäregime gekämpft zu haben, eine verlogene Biographie erfindet. (Klaus Küpper, BzL, gekürzt)
 
GUERRERO [RODRÍGUEZ], Manuel
1913 Chillán – 1996. Arbeitete in verschiedenen Berufen und war Redakteur in Valparaíso.
 
Guerrero Land KopieChi 036 GUERRERO, Manuel: Gefährdetes Land
Roman. Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Lene Klein.
Berlin: Dietz, 1960. 262 S., geb., OU., DEA. 9,00 €.
O: Tierra fugitaa
Chi 036a - dass.: o. OU. 7,00 €.
Der Roman behandelt das Leben der kleinen Bauern in den Tälern des Flusses Larqui. Die auf wenige Tage zusammengedrängte Handlung schildert die zunehmende Verzweiflung der Bauern vor dem drohenden Verlust ihrer Ernte, den das Ausbleiben des Unternehmers mit seinen Pferden und Geräten verursacht. Das Gefühl der Solidarität, das entsteht, als eine Gruppe unbeschäftigter Arbeiter aus den Salpetergebieten im Norden Chiles zu ihnen stößt, ist das Anzeichen eines gemeinsamen Klassenbewußtseins von Bauern und Arbeitern, das den Blick auf eine zukünftige gerechtere Sozialordnung öffnet. Den robusten Realismus des Romans dürfte das doktrinäre Element kaum beeinträchtigt haben. (Reichardt, 1972)
 
HEIREMANS, Luis Albert
14.7.1928 Santiago de Chile - 25.10.1964 ebd. Arzt, Schauspieler, Übersetzer und Prosa- und Theaterschriftsteller. Verbrachte einige Jahre in Europa und den USA.
 
Heiremans Teil KopieChi 037 HEIREMANS, Luis Albert: Der dunkle Teil
Roman. Ins Deutsche übertragen von Katarina Hock.
Hamburg: Merlin, 1985. 296 S., geb., OU., 14,00 €.
O: Puerta de salida. 1964.
In zwei zeitlich gegenläufigen Handlungen wird das Problem unüberbrückbarer menschlicher Einsamkeit dargestellt. Die Mutter, die ihren Sohn besucht, muß schmerzlich feststellen, daß er ihrer Vorstellungswelt entwachsen ist. Die andere Handlungsebene ist die Geschichte der Liebe dieses Sohnes, die an der neurotischen Persönlichkeit der Geliebten scheitert. (D. Reichardt)
 Chi 037a - dass.: Hamburg: Merlin, Photomechanischer Nachdruck, br., 6,00 €.
 
 
HUIDOBRO, Vicente
Geboren am 10.1.1893 in Santiago de Chile, verstorben am 2.1.1948 in Cartagena/Chile. Ging 1916 nach Europa, wo er zusammen mit Apollinaire u. a. die avantgardistische Ultraísmo-Bewegung gründete. Er hat eine literarische Doktrin, den Creacionismo geschaffen und war vor allem Lyriker und Autor von Erzählungen und Romanen.
 
Huidobro Arp KopieChi 038 HUIDOBRO, Vicente (zusammen mit Hans ARP): Drei und drei
Surreale Geschichten.
Übertragung: Juan von Allende-Blin und Gerhard Zacher.
Sie wurde von Marguerite und Hans Arp durchgesehen und autorisiert.
Berlin: Gerhardt Verlag, 1963. 109 S., br. 24,00 €.
O: Tres immensas novelas. Santiago de Chile 1935.
 
 
 
 
JARA, Victor
Geboren am 28.9.1938 in Longuén bei Santiago de Chile, von den putschenden Militärs ermordet am 16.9.1973 im Stadion von Santiago de Chile. Victor Jara war Sänger, Musiker und Theaterregisseur.

Jara Poesiealbum KopieChi 039 JARA, Victor: Poesiealbum
[Gedichte, Lieder, Prosa]
Auswahl von Fritz Rudolf Fries.
Übertragen von Heinz Czechowski, Fritz Rudolf Fries, Heinz Kahlau, Gisela Steineckert, Horst Lothar Teweleit und Gerda Schattenberg-Rincón.
Berlin: Verlag Neues Leben, 1982. Poesiealbum 183. 31 S., geh., 5,00 €.
 
 
 
 
 
JEREZ, Fernando
Geboren am 28.8.1937 in Lo Miranda.
 
Jerez Angst KopieChi 040 JEREZ, Fernando: Die Angst ist ein Geschäft
Roman. Aus dem Spanischen von Roland Erb.
Berlin: Volk u. Welt, 1975. 263 S., geb., OU., DEA. 6,00 €.
O: El miedo es un negocio.
Die Geschichte um einen geheimnisvollen Scheck, der sich am Ende gar als Fälschung erweist, grenzt zuweilen an eine Kriminalgroteske. Kleine und große Gauner fischen im Trüben, nutzen die letzte Chance, denn ihre Tage sind offenbar gezählt: in Chile – wir schreiben das Jahr 1970 – hat die Unidad Popular gesiegt, und die Geschäftemacher sehen unheilvollen Zeiten entgegen. (Aus dem Verlagsinfo)
 
 
JODOROWSKY, Alexandro
Alejandro Jodorowsky wurde 1930 in Ibique als Sohn russischer Eltern geboren. Er ist Schauspieler, Theaterregisseur, Filmemacher und Texter berühmter, auch übersetzter Comics (u.a. "Der schwarze Incal" mit dem Zeichner Moebius). „Meine Eltern waren Russen. Ich bin in Ibique geboren. ... Ich habe (dort) 10 Jahre gelebt. Die Kinder akzeptierten mich nicht, weil ich „Russe“ war. Ich bin nach Santiago gegangen, ... Die jungen Leute akzeptierten mich nicht, weil ich „Jude“ war. Ich bin nach Europa gegangen und lebte in Paris. ... Die Franzosen akzeptierten mich nicht, weil ich „Chilene“ war. Ich bin nach Mexico gegangen, ... Ich habe 10 Jahre in Mexico gelebt. Die Mexikaner haben mich nicht akzeptiert, weil ich „Franzose“ war. Jetzt lebe ich in den USA ... Die Amerikaner denken, daß ich „Mexikaner“ bin. In zehn Jahre geh ich auf einen anderen Planeten. Sie werden mich dort nicht akzeptieren, weil sie denken, daß ich „Amerikaner“ bin.“
 
Jodorowsky Vogel KopieChi 041 JODOROWSKY, Alexandro: Wo ein Vogel am schönsten singt
Roman. Ü: Peter Schwaar.
Frankfurt a. M.: Insel, 1996. 463 S., geb., OU, DEA. 14,00 €.
O: Donde mejor canta un pájaro.
Ein Lesevergnügen ohnegleichen bietet dieser Roman über die Familie des Autors, die vor den andauernden Pogromen in der russischen Heimat flieht und auf dem südamerikanischen Kontinent ein neues Leben beginnt. Die Schilderung des Lebens in Rußland, die Aus- und Einwanderung und schließliche Ansiedlung in Chile bilden ein fulminantes Kaleidoskop von atemberaubenden Geschichten und Anekdoten, die schwindlig und süchtig zugleich machen. Jodorowsky erzählt auf außergewöhnlich witzige, ironische und skurrile Art vom Leben seiner Ahnen, wobei sich Realität und Phantasie andauernd und unauflöslich verschränken. Es gibt kaum ein Buch in den letzten Jahren, das ich mit so viel Bedauern über sein Ende aus der Hand gelegt habe. Wer zwei Hosen hat, verkaufe eine und kaufe dieses Buch. (Lichtenberg.) (Klaus Küpper, BzL)
Jodorowski Vogel stChi 041a - dass:- Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1998. st 2842. 463 S., kt., 7,00 €.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jodorowsky Geschichten KopieChi 042 JODOROWSKY, Alexandro: Panische Geschichten
Vorwort: F[ernando] Arrabal. Aus dem Spanischen übertragen von Verena Schindler mit freundlicher Unterstützung von Dr. C. P. Fausto.
Berlin: Verlag Jochen Knoblauch/Edition Kalter Schweiß, 1989. 92 S., kt., 5,00 €.
O: Cuentos panicos. Mexico 1963. | 3-924001-01-4
 
 
 
 
 
 
LAFOURCADE, Enrique
Geboren am 14.10.1927 in Santiago de Chile. Journallst, Prof. für Literatur an verschiedenen Universitäten der USA, Diplomat, Verleger und Buchhändler. Autor kritischer Bücher über verschiedene Diktaturen in Lateinamerika.
 
Lafourcade Fest KopieChi 043 LAFOURCADE, Enrique: Das Fest des Königs Ahab
Roman. Aus dem Spanischen von Eberhard Thiemer.
Berlin: Volk und Welt, 1968. 251 S., br., DEA. 7,50 €.
O: La fiesta del rey Acab. Santiago de Chile 1959.
Der Roman ist die glänzend geschriebne Satire auf einen lateinamerikanischen Diktator, der hier die Züge Trujillos trägt, und seine Helfershelfer, darunter der US-Botschafter. (D. Reichardt)
 
 
 
 
LANGE, Claudio
Geboren am 18.12.1944 in Santiago de Chile. Künstler, Lyriker und Religionswissenschaftler.
 
Lange Museum KopieChi 044 LANGE, Claudio: Museum der Utopien vom Überleben
[Katalog der gleichnamigen Ausstellung vom 13. Juni bis 20. September 1987 auf dem Gelände des Anhalter Bahnhofs im Rahmen der Ausstellung Mythos Berlin]
Berlin: Transit Buchverlag. 127 S., br., m. Karten in zwei Halterungen, Buch in Mappe. 12,50 €.
Mappe mit im linken Deckel eingeklebtem broschierten Buch (127 S.) und zwei im rechten inneren Mappendeckel angebrachten Taschen, die 100 postkartengroße Karten mit Zitaten enthalten.
3-88747-037-0
 
 
Lange Würde KopieChi 045 LANGE, Claudio: Würde des Menschen
Poem in 2 Teilen. Mit 4 Lithographien von Claudio Lange.
Hrsg.: Neue Gesellschaft für Literatur e.V. Mit Unterstützung des Senator für Wissenschft und Kulturelle Angelegenheiten
Berlin (West): Edition Mariannenpresse, 1982. 32 S., 27 x 21 cm, br., 16,00 €.
Es handelt sich um die Nr. 137 der einmalige Auflage von 200 numerierten, signierten Exemplaren.
Nach Auflagendruck wurden die Steine abgeschliffen.
 
 
 
LEMEMBEL, Pedro
Geboren am 21.11.1952 in Santiago de Chile, dort verstorben am 23.1.2015. Theaterkünstler und Schriftsteller. Gehörte zu den schillerndsten Figuren der chilenischen Kulturszene. Erhielt 2006 den Anna-Seghers-Preis.
 
Lemembel Träume KopieChi 046 LEMEMBEL, Pedro: Träume aus Plüsch
Roman. Aus dem Spanischen von Matthias Strobel.
Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 2004. st 3557. 200 S., kt., DEA. 5,00 €.
O: Tengo miedo torero. Santiago de Chile 2002. | 3-518-45557-5
„Ich habe Angst, Torero ...“, so der Originaltitel dieses wunderbaren Buches und Anfangszeile eines Boleros, den „die Tunte von der Front“, schon morgens aus ihrem Häuschen trällert, das wie ein Taubenschlag über dem Dunst Santiagos liegt. Die Geschichte spielt im Jahre 1986 und die töpfeschlagenden Proteste gegen die Diktatur Pinochets nehmen täglich zu. Das Leben der „Tunte von der Front“ ändert sich, als in diesen Tagen der hübsche Carlos ein paar Kisten bei ihr unterstellt ... Parallel zu dieser wunderschönen Geschichte erzählt Lemebel vom banalen Leben des Augusto P. und dessen Alpträumen, die seine resolute Frau ihm schon auszutreiben weiß. Eine herrliche Erzählung voller humorvoller Szenen, die oft zu lautem Lachen Anlaß geben. (Klaus Küpper, BzL)
 
MACIAS, Mario
1937 in Temuco geboren. Mitglied der MIR; bis zur Flucht Lehrer in Santiago und Valparaíso. Schreibt vor allem Lyrik. Seit 1973 im schweizerischen Exil.
 
Macias Niemandsland KopieChi 047 MACIAS, Mario: Dem Niemandsland gehöre ich an
Chilenische Geschichten aus dem schweizerischen Exil.
Aus dem chilenischen Spanisch übersetzt von Christoph Seitz.
Zürich: rotpunktverlag, 1993. 146 S., englbr., DEA. 8,00 €.
3-85869-084-8
Fast 20 Exil-Jahre verarbeitet Macías in seinen Erzählungen. Erinnerungen an meist schmerzliche Erlebnisse mit einer sturen Bürokratie und reaktionären Firmen, die nicht kompensiert werden können durch die Erfahrungen von Solidarität. So entstand ein resignatives Buch voller Verbitterung und Hoffnungslosigkeit.
 
 
MARDONES, Orlando
Chilenischer Exilant, kam 1978 in Deutschland, erhielt Asyl und erzählte dem Herausgeber seine Geschichte, die zunächst als Feature im Sender Freies Berlin veröffentlicht wurde.
 
Mardones Mensch KopieChi 048 MARDONES, Orlando: Mensch, du lebst noch
Ein Chilene erzählt. Herausgegeben und übersetzt von Winfried Roth.
Mit Gedichten von Violetta Parra. Vorwort: Antonio Skármeta.
Mit zahlreichen Fotos.
Frankfurt a. M.: Luchterhand, 1989. SL 823. 114 S., br., 5,00 €.
3-630-61823-5
„Dieses Buch ist wichtig für alle, die über den Zahlen zur Dritten Welt die Menschen dort kaum mehr wahrnehmen können. Ein Chilene erzählt uns sein Leben. Armut und Elend, Kraft, Lernfähigkeit und der verzweifelte Kampf werden erfahrbar.“ (Erika Runge)
 
 
MISTRAL, Gabriele
(eigentlich Lucila Gogoy Alcayaga). Geboren am 7.4.1889 in Vicuña/Chile, gestorben am 10.1.1957 in Hampstead/N.Y.; Lehrerin, Schulleiterin im Arbeiterviertel von Santiago; reformierte das Erziehungswesen; Professorin. in Mexiko und den USA; Diplomatin, veröffentlichte seit 1914 Lyrik und erhielt 1945 den Nobelpreis für Literatur.
 
Mistral Nobelpreis KopieChi 049 MISTRAL, Gabriele: Gedichte
Hrsg. von Albert Theile unter Mitwirkung von Heinz Müller und Gisela Pape.
Übertragen von Gisela Pape und Albert Theile unter Mitwirkung von Heinz Müller.
Übersetzung der Begleittexte: Renate Joos. Mit Illustrationen von Otto Clevé.
Zürich: Coron-Verlag, [1980?] Sammlung Nobelpreis für Literatur. Nr. 40. 329 S., geb.,
Celophanumschlag. 9,50 €.
Inhalt
Kjell Strömberg: Kleine Geschichte der Zuerkennung des Nobelpreises an Gabriela Mistral. - Hjalmar Gullberg: Verleihungsrede. - Jorge Edwards: Leben und Werk von Gabriela Mistral.
Die Gedichte sind identisch mit der Ausgabe: Darmstadt, Berlin-Spandau, Neuwied am Rhein 1958.
 
NERUDA, Pablo
Pablo Neruda (eigentlich Ricardo Eliezer Neftalí Reyes y Basualto) wurde am 12.7.1904 in Parral, in Chile geboren und ist am 24.9.1973 in Santiago gestorben; er schrieb seit seinem 14. Lebensjahr und gewann mit 16 Jahren bei einem Dichterwettbewerb den ersten Preis. Er studierte Französisch, wurde mit 24 Konsul, ein Amt, das er bis 1936 in verschiedenen Ländern ausübte. Er half der spanischen Republik im Bürgerkrieg und organisierte die Auswanderung spanischer Flüchtlinge nach Chile. von 1948 bis 1952 war er im Exil. Erhielt 1971 Literatur-Nobelpreis. Starb 14 Tage nach dem Putsch der Militärs. Seine Werke zeichnen sich durch eine schier unerschöpfliche Phantasie, eine gewaltige Sprachkraft und Sinnlichkeit aus. In Chile ist er im Volk lebendig wie keiner, Analphabeten rezitieren seine langen Oden.  
 
Neruda GW br. KopieChi 050 NERUDA, Pablo: Die Gedichte
Bd. 1 – 3. Herausgegeben von Karsten Garscha
München: Luchterhand Literaturverlag 2009. 942, 1067 und 910 S., br. i. Sch., 25,00 €.
978-3-630-87316-9
In den Jahren 1984 bis 1986 erschien eine schöne dreibändige Ausgabe Nerudas unter dem Titel „Das Lyrische Werk“. Die lange vergriffene Edition wurde durch die später im Nachlass Nerudas gefundenen Gedichtzyklen ergänzt, darunter „Die abgeschnittene Rose“, Garten im Winter“, „2000“, „Das gelbe Herz“, „Das Buch der Fragen“, „Das Meer und die Glocken“ und zu einer neuen Gesamtausgabe zusammengestellt. Die Gedichte aus dem Nachlass sind wurden von Monika López und Fritz Vogelgsang übersetzt (sie erschienen unter dem Titel „Letzte Gedichte“ erstmals 1975). Leider ist diese große Gesamtausgabe nur einsprachig. Wer also die Originalfassung und die meist hochgelobten Übersetzungen geniessen will, muss zu den zweisprachigen – leider meist nicht mehr lieferbaren – Einzelausgaben greifen. (Klaus Küpper, BzL)
 
Chi 051 NERUDA, Pablo: Aufenthalt auf Erden
Gedichte. Übertragen von Erich Arendt und Stephan Hermlin. Nachwort: Karsten Garscha.
Darmstadt und Neuwied. Luchterhand: 1984. SL 423. 201 S., kt., 3,00 €.
O: Residencia en la tierra.
 
Neruda Geboren AW KopieChi 052 NERUDA, Pablo: Denn, geboren zu werden ...
Prosa, Publizistik, Reden.
Herausgegeben von Matilde Neruda und Miguel Otero Silva.
Aus dem Spanischen von Anneliese Botond und Ulrich Kunzmann.
Berlin: Volk und Welt, 1982. Ausgewählte. Werke. 468 S., geb., OU. 11,00 €.
(Erw. Ausgabe von „Um geboren zu werden“).
 
 
 
 
 
Neruda Poesiealbum 1 KopieChi 053 NERUDA, Pablo: [Gedichte]
Ausgewählt von Bernd Jentzsch.
Übertragen von Erich Arendt und Stephan Hermlin.
Berlin: Verlag Neues Leben, 1972. Poesiealbum 53. 31 S., geh. 5,00 €.
 
 
 
 
 
 
 
Neruda Murieta Spektrum KopieChi 054 NERUDA, Pablo: Glanz und Tod des Joaquín Murieta: chilenischer Bandit, getötet wider alle Gerechtigkeit in Kalifornien am 23. Juli 1853
Aus dem Spanischen übertragen von Klaus Möckel.
Berlin: Volk und Welt 1972. Spektrum 43. 82 S., br., OU., DEA. 6,00 €.
O: Fulgor y muerte de Joaquín Murieta
Chi 054a - dass.: Berlin 1974. 2. Aufl., OU., 5,00 €.
 
 
 
 
 
Neruda Murieta KopieChi 055 NERUDA, Pablo: Glanz und Tod des Joaquín Murieta, chilenischer Bandit, getötet wider alle Gerechtigkeit in Kalifornien am 23. Juli 1853
Ü: Klaus Möckel.
Typographie und Einbandgestaltung Angelika Kuhrt. Illustrationen Volker Wendt.
Leipzig: Hochschule für Graphik und Buchkunst und Interdruck, 1976. 72 S., m. s/w Illustr. gestalteter Oln, OU. 1 von 1000 Ex. Nicht im Handel. Ex. Nr. 373. 37,50 €.
O: Fulgor y muerte de Joaquín Murieta
 
 
 
 
Chi 056 NERUDA, Pablo: Ich bekenne, ich habe gelebt
Memoiren. Deutsch und mit einem Nachwort von Curt Meyer-Clason.
Darmstadt und Neuwied: Luchterhand, 1974. 4. Aufl., 475 S., geb., 12,00 €.
O: Confieso que he vivido. Memorias. | 3-472-86-388-9
„Um das Unfaßbare zu suchen, Führer oder Faden, der den Menschen mit seinem Werk verbindet, spreche ich von denen, die etwas oder viel mit mir zu tun hatten. Wir haben das Leben streckenweise geteilt, und nun überlebe ich sie. Ich habe kein anderes Mittel, das zu erforschen, was man gemeinhin das poetische Geheimnis nennt und was ich die poetische Klarheit nennen möchte. Es muß eine Beziehung zwischen den Händen und dem Werk, zwischen den Augen, den Eingeweiden, dem Blut des Menschen und seiner Arbeit geben. Doch habe ich keine Theorie dafür.“ P. Neruda.
Neruda Ichbekenne SLChi 056a - dass.: Darmstadt und Neuwied: Luchterhand, 1985 12. Auflage. SL 220. 361 S., kt., 7,50 €.
3-472-61-220-7
 
Chi 057 NERUDA, Pablo: Liebesbriefe an Albertina Rosa
Zusammengestellt, eingeführt und mit Anmerkungen [und einem Nachwort] versehen von Sergio Fernández Larraín.
Aus dem Spanischen von Curt Meyer-Clason. [Mit zahlr. Fotos, Faksimiles und anderen Abb.]
Frankfurt a. M.: Insel, 1996. it 1807. 195 S., kt., 4,50 €.
O: Cartas de amor de Pablo Neruda. | 3-458-33507-2
Der Band mit einer sehr informativen Einführung versammelt 111 Liebesbriefe Nerudas an seine Jugendliebe, die ihn zu vielen seiner Gedichte inspirierte.
 
PARRA, Nicanor
Nicanor Parra Sandoval wurde am 5. September 1914 in San Fabián de Alico bei Chillán geboren. In Santiago studierte er Naturwissenschaften und arbeitete als Lehrer für Physik und Mathematik. 1937 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband, durch den Gabriela Mistral auf in aufmerksam wurde. Er distanzierte sich später von dieser Arbeit und veröffentlichte erst 1954 sein nächstes Werk, Poemas y antipoemas, eine Arbeit, die einen Bruch mit dem damaligen Kanon der chilenischen und lateinamerikanischen Literaturgeschichte bedeutete.
Parra verstand seine Gedichte auch als Antwort auf Werke von Neruda und Huidobro. Die Form seiner Gedichte steht in bewußtem Gegensatz zu der feierlichen und erhabenen Lyrik Pablo Nerudas, dem er die Überbetonung der Rhetorik und eine elitäre Distanz zur sozialen Wirklichkeit vorwirft.
Nicanor Parra gehört mit Gabriele Mistral, Vicente Huidobro und Pablo Neruda zu den großen Dichtern Chiles. Er erhielt zahlreiche Preise, zuletzt 2011 den begehrten Premio Cervantes.
Nicanor Parra ist am 23. Januar 2018 in Las Cruces/Chile verstorben.
 
Parra N.Wüste DEA KopieChi 058 PARRA, Nicanor: Und Chile ist eine Wüste
Poesie und Antipoesie. Herausgegeben von Federico Schopf und Peter Schultze-Kraft.
Aus dem Spanischen von Nicolaus Born, Hans Magnus Enzensberger, Dieter Masuhr, Sergio Ramírez, Michael Rössner, Peter Schultze-Kraft und Michi Strausfeld.
Nachwort: Federico Schopf.
Wuppertal: Hammer, 1975. 84 S., br., DEA., 6,00 €.
3-87294-082-1
 
 
 
 
Parra N.Wüste FiTB KopieChi 058a - dass.: [erweiterte Neuausgabe] Frankfurt a. M.: Fischer, 1986. TB 5034. 144 S., kt. [Widm. a. Vors.] 3,50 €.
3-596-25034-X
Erweiterte Neuausgabe der 1975 erschienenen Sammlung. Kritik an der Gesellschaft und Anklage gegen die Zustände in Chile mit den Mitteln der Ironie und Parodie: das ist die von Parra "Antipoesie" genannte Lyrik.
 
 
 
 
 
PRIETO (LETELIER), Jenaro
5.8.1889 Santiago de Chile - 5.3.1946 ebd.. Jurist, Journalist, Schriftsteller.
 
Prieto Sozius KopieChi 059 PRIETO, Jenaro: Der Sozius
Roman. Deutsch von Blanca Pepper de Roig.
Berlin: Verlag von Peter J. Oestergaard, 1936. 290 S., HLdr., DEA. 7,50 €.
O: El socio. Santiago de Chile 1928.
Der Roman gestaltet das Motiv der fiktiven Person, die eine reale Existenz bekommt. Der Protagonist Julian Pardo, ehemals Dichter, nun Grundsstückspekulant, erfindet einen ausländischen Sozius, Mr. Davis. Der Erfundene aber nimmt immer mehr Leben und Selbständigkeit an. Pardo wird durch ihn erniedrigt, bedroht, hintergangen und schließlich zugrunde gerichtet. Im Wahn glaubt er selber an die Existenz seiner Schöpfung und begeht Selbstmord in der Form, dass der Verdacht auf Mr. Davis fällt, den seither die chilenische Polizei verfolgt. (D. Reichardt)
 
Prieto Geschäft KopieChi 060 PRIETO, Jenaro: Das Geschäft des Mister Davis
Roman. Aus dem Spanischen von Blanca Pepper de Roig.
Berlin: Volk und Welt, 1969. 252 S., Pb., geb. 6,00 €.
O: El socio. Santiago de Chile 1928.
(Diese Ausgabe von 1969 stimmt nicht immer wortwörtlich mit der Erstausgabe überein)
 
 
 
 
 
 
RIVERA LETELIER, Hernán
Hernán Rivera Letelier wurde am 11.7.1950 in Talca, Südchile geboren. Er arbeitete jahrelang als Minenarbeiter in den chilenischen Salpetergruben in der Atacamawüste. Er schreibt Romane und Gedichte.
 
RiveraLetelier Filmerzählerin HC KopieChi 061 RIVERA LETELIER, Hernán: Die Filmerzählerin
Roman. Aus dem Spanischen von Svenja Becker.
Berlin: Insel, 2011. 104 S., geb., SU., DEA, 8,50 €.
O: La contadora de peliculas. Santiago de Chile 2009. | 978-3-458-17495-0
Während ich meinen Tee trank und mich bereitmachte, den Film im Stehen vor der weißen Wand zu erzählen, versicherte mein Vater seinen Gästen unermüdlich, der Film könne schwarzweiß sein und bloß die halbe Leinwand füllen, seine Kleine hier würde ihn in Technicolor und Cinemascope erzählen.
Kräftig, mit viel Sinn für Komik, aber auch für das Schlimme im Leben, erzählt der chilenische Bestsellerautor Hernán Rivera Letelier vom harschen Leben in der Atacamawüste und den Glücksmomenten seiner Hauptfigur als gefeierte Filmerzählerin. Eine Liebeserklärung an das Kino und die Kunst der Imagination. (Verlagsinfo)
 
RiveraLetelier Liebestäuschung.HC KopieChi 062 RIVERA LETELIER, Hernán: Die Liebestäuschung
Roman. Aus dem Spanischen von Svenja Becker.
Berlin: Insel, 2013. 314 S., geb., SU. DEA, 16,00 €.
O: Fatamorgana de amor con banda de música. Santiago de Chile 2009. | 978-3-458-17565-0
Die Kinopianistin Golondrina del Rosario ist die wohl anständigste junge Frau, die in Pampa Unión lebt. 1929 ist die Salpeter-Siedlung wenige Jahre alt und schon die Heimat von Glücksrittern, Gaunern und Straßenmädchen. Als dort ein Orchester für den anstehenden Präsidentenbesuch zusammengestellt wird, kommt auch Bello Sandalio in die Stadt. Er wird Teil dieser bunten Truppe; geprobt wird nie, getrunken immer. Schon in der Vergangenheit ging Bello Sandalio auf einer Tour durch die Etablissements zu weit, und er musste über die Dächer von Pampa Unión fliehen. Golondrina, fasziniert von dem hübschen Mann mit der Trompete in der Hand, gewährte ihm in der Stille ihres Zimmers mehr als nur ein Versteck. Und nun beginnt erneut eine Liebe zu wachsen, der scheinbar nichts etwas anhaben kann, solange nur die Musik nicht aufhört zu spielen …
Das Flüstern der Liebenden, die Kraft der Musik, das Ringen der Menschen um Freiheit. Meisterhaft erzählt Hernán Rivera Letelier von der gebrochenen Schönheit der chilenischen Wüste. (Verlagsinfo)
 
RiveraLetelier Lobgesang KopieChi 063 RIVERA LETELIER, Hernán: Lobgesang auf eine Hure
Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Catalina Rojas Hauser.
Frankfurt a. M.: Krüger, 1999. 281 S., geb., OU., DEA. (M) 9,50 €.
O: La reina Isabel cantaba rancheras. Santiago de Chile 1994.. | 3-8105-1621-X
"Aber wenn ihr es genau wissen wollt und mich nach dem exakten Tag fragt, an dem diese Salpeterstadt zu sterben begann ... würde ich euch ohne auch nur eine Sekunde zu überlegen antworten, daß es an jenem schicksalhaften Sonntag geschah, als sie Reina Isabel tot in ihrer Kammer vorfanden." Die Trauerfeier und Beerdigung der Königin Elisabeth, der berühmtesten Prostituierten in der chilenischen Pampa, bildet den Mittelpunkt dieses amüsanten Romans. Die Protagonisten sind die Huren und ihre Kunden, die Arbeiter in den Salpeterminen. In wahrhaft poetischen Bildern zeigt uns der Autor das Bild einer Welt am Beginn ihres Untergangs. Eine Welt voller seltsamer Käuze, die hineingeworfen wurden in die unmenschlichen Arbeitsverhältnisse in einer lebensfeindlichen Umgebung. Mit viel Sympathie, Ironie und Humor zeichnet Rivera Letelier seine Hauptpersonen, die trotz der widrigen Umstände ihre Menschlichkeit nicht verlieren. Ein wunderbarer Schmöker. (Klaus Küpper, BzL)
 
RiveraLetelier Traumkicker HC KopieChi 064 RIVERA LETELIER, Hernán: Der Traumkicker
Roman. Aus dem Spanischen von Svenja Becker.
Berlin: Insel, 2012. 206 S., geb., SU, DEA. 14,00 €.
O: El fantasista. Santiago de Chile 2006. | 978-3-458-17533-9
Der Salpetersiedlung Coya Sur in der chilenischen Atacama-Wüste steht das Ende der Welt bevor; die Mine schließt, und die Siedlung wird aufgegeben. Doch ehe es soweit ist, muss am nächsten Sonntag das Fußballspiel gegen den Nachbarort María Elena gewonnen werden. Die allerletzte Chance, den Erzrivalen nach Jahren schmachvoller Niederlagen endlich zu schlagen. Die Wetten könnten kaum schlechter stehen, aber dann taucht im Ort ein Mann auf, der mit seinen Fähigkeiten am Ball alles möglich erscheinen läßt.
„Der Traumkicker“ ist ein Roman über Freundschaft und Verlust und die komischen Seiten der Tragik. Eine bunte Truppe fußballbesessener Männer und Frauen stemmt sich gegen die Tristesse des Faktischen und kämpft mit charmantem Einfallsreichtum für die Verwirklichung ihres Traums. (Verlagsinfo)
 
ROJAS, Gonzalo
Gonzalo Rojas Pizarro wurde am 20.12.1916 in Lebú/Arauco in Südchile geboren. Er studierte Jura und Literatur und war in den Jahren 1952 bis 1971 Prof. für Literaturtheorie in Conceptión. Als Diplomat vertrat er sein Land in Peking und in Havanna. Nach dem Putsch der Militärs ging er 1973 ins Exil nach Rostock und Caracas. 1980 Rückkehr nach Chile. Gonzalo Rojas starb am 25.4.2011 in Santiago de Chile.
Seine Lyrik wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem renomierten Cervantes-Preis.
In deutscher Übersetzung erschienen zwei mittlerweile längst vergriffene Sammlungen: „Am Grund von alledem schläft ein Pferd“ (Frankfurt/M und Leipzig 1993) und „Das Haus aus Luft“ (Bremen 2003) sowie zahllose Gedichte in Zeitschriften und Anthologien.
 
Rojas G. Pferd KopieChi 065 ROJAS, Gonzalo: Am Grund von alledem schläft ein Pferd
Gedichte. Ausgewählt von Peter Schultze-Kraft. Übertragen von Dieter Masuhr.
Über den Autor: Peter Schultze-Kraft.
Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg, 1993. Gutenberg-Presse Bd. 13. 67 S., br., SU., 40,00 €. (Aufl. 805 num. Ex.; Nr. 101-900 und XXI-XXV)
Das angebotene Ex. trägt die Nr. 834.
Die leider nur einsprachige Auswahl aus dem Werk des chilenischen Lyrikers ist die erste größere Veröffentlichung in deutscher Sprache. Sie versucht einen Querschnitt zu bieten durch das umfangreiche Schaffen des Autors von den 30er Jahren bis heute. Rojas gehört keiner Gruppe an, macht keine literarischen Moden mit und hält sich streng an seine Maxime der Übereinstimmung seiner Lyrik mit der Realitätserfahrung. Es schönes Bändchen, das hoffentlich ein Anfang für eine größere Rezeption des Autors hierzulande ist. (Klaus Küpper, BzL)
 
ROJAS (SEPÚLVEDA), Manuel
Geboren am 8.1.1896 in Buenos Aires, gestorben am 11.3.1973 in Santiago de Chile; war Anstreicher, Elektriker, Zirkuswächter, Hilfsarbeiter, Stauer, Souffleur, Setzer und Redakteur. Autor von Erzählungen und Romanen.
 
Rojas M. Beichte KopieChi 066 ROJAS, Manuel: Chilenische Beichte
Roman. [Aus dem chilenischen Spanisch von Wolfgang A[lexander] Luchting] (lt. DNB).
Tübingen und Basel: Erdmann, 1967. 222 S., geb., OU (läd.)., DEA. 8,00 €.
O: Punta de rieles. Santiago de Chile 1960.
In Form zweier Monologe, eines vorgetragenen und eines inneren, entwickelt sich das Geschehen in diesem Roman. Vorgetragen wird die Lebensgeschichte eines Schreiners, der seine Frau ermordet hat. Sein Zuhörer, ein heruntergekommener Aristokrat, beschäftigt sich während dieser Beichte mit seinem eigenen Schicksal. (D. Reichardt)
 
 
 
Rojas M. Sohn Aufbau KopieChi 067 ROJAS, Manuel: Der Sohn des Diebes
Roman. Aus dem Spanischen übersetzt von Anton [Maria] Rothbauer.
Mit einem Nachwort von Hans-Otto Dill.
Berlin und Weimar: Aufbau, 1976. 2. Auflage. 367 S., geb., OU., 4,50 €.
O: Hijo de ladrón. Santiago de Chile 1951.
Chi 067a - dass.: Berlin und Weimar, 1976. Sonderausgabe für Buchclub 65., 4,50 €.
 
 
 
 
 
Rojas M. Sohn BS KopieChi 067b - dass.: (ohne Nachwort) Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1986. BS 829. 352 S., Pb., OU. 8,50 €.
3-5180829-9
Chi 067c - dass.: (ohne Nachwort) Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1993. st 2218. 339 S., kt. 5,00 €.
3-518-38718-9
Ein Roman mit autobiographischen Zügen, geschrieben mit modernen Techniken wie innerem Monolog, ständigen Rückblenden, direkter Rede, Perspektivwechsel usw. Ich kann einfach nicht so denken, wie ein Metermaß es täte, Strich um Strich, Zentimeter um Zentimeter, bis hundert oder vielleicht bis tausend. Auch mein Gedächnis hält es nicht besser: es springt wie ein Clown von einem Ereignis zum anderen, greift aufs Geratewohl nach Erinnerungen, die zuerst auftauchen, hüpft zurück zu anderen, die, träger oder dichter, sich aus dem Abgrund des verflossenen Lebens drängen. Ein Bericht aus der Welt der Vagabunden, Tagelöhner, Arbeitslosen, Bettler und kleinen Gauner, die dem Autor auf seinem Weg zwischen Argentinien und Chile begegnen. Leben und Reflexionen der Hauptperson dieses Romans zeichnen das Bild einsamer, verzweifelter und unglücklicher Menschen.
 
Chi 068 - dass.: [Dt. Erstausgabe] unter dem Titel: Wartet, ich komme mit.
Roman. Aus dem Spanischen ins Deutsche übertragen von A[nton] M[aria] Rothbauer.
Graz: Styria, 1955. 353 S., Ln., DEA. 18,00 €.
O: Hijo de ladrón. Santiago de Chile 1951.
 
SAAVEDRA SANTIS, Omar
Omar Saavedra Santis wurde am 15.7.1944 in Valparaíso geboren. Er studierte an diversen europäischen Universitäten Medizin, Schauspiel und Journalistik. Nach dem Putsch der Militärs in Chile ging er ins Exil nach Belgien und in die DDR. Er war Dramaturg in Rostock und Autor von zahlreichen Erzählungen, Romanen, Theaterstücken und Hörspielen von denen viele in deutscher Übersetzungen erschienen und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurden. Saavedra Santis lebt in Berlin.
 
SaavedraSantis Felipe KopieChi 069 SAAVEDRA SANTIS, Omar: Felipe kommt wieder
Roman. Deutsch von Ursula Roth.
Berlin und Weimar: Aufbau, 1987. 214 S., geb., OU., DEA. 6,00 €.
O: El hombre que regresaba. | 3-351-00531-8
In einer lateinamerikanischen Diktatur wird nach Felipe Varela gefahndet. Doch wer ist dieser Felipe? Niemand und alle? Und so wird die Fahnung wohl ergebnislos bleiben, denn das Volk verhaften, hieße das Meer auszutrocknen ...
 
 
 
 
SaavedraSantis Frühling KopieChi 070 SAAVEDRA SANTIS, Omar: Frühling aus der Spieldose
Roman. Deutsch von Manfred Schmitz. Mit einem Interview von Monika Walter.
Berlin und Weimar: Aufbau, 1990. 301 S., Ln., OU., DEA. 6,00 €.
O: Primavera en caja de música. | 3-351-01697-2
Der Roman spielt im Jahre 1936 in Rostock und erzählt von den beiden Jungen Leo, einem Halbjuden, und Simón, einem Chilenen, und ihrer Freundschaft. Die Geschichte eines unbeschwerten Glücks in der großelterlichen Wohnung, das in dieser Zeit jedoch nicht von langer Dauer sein konnte...
 
 
 
SaavedraSantis MagnaDiva KopieChi 071 SAAVEDRA SANTIS, Omar: Magna Diva
Die Oper der Mörder. [Roman]. Aus dem Spanischen übersetzt von Mona Straszynski.
Weimar: Rhino Verlag, 2003. 379 S., br., OU., DEA. 6,50 €.
3-932081-60-9
„... Monseñor Abarzúa, die rechte Hand des Papstes im Chile der Nationalen Versöhnung, ließ sich dereinst als Chorknabe von der kecken Adelaida auf der Bühne verführen. Jetzt seht es so aus, als verwandle sich der Ort seiner fleischlichen Niederlage für seine ehemalige Liebesgespielin in das Szenario ihres endgültigen Triumphes ...“ (Gaby Küppers)
 
 
SaavedraSantis Stadt 1 KopieChi 072 SAAVEDRA SANTIS, Omar: Die große Stadt
Roman. Übersetzt von Leni López.
Berlin: Verlag Neues Leben. 336 S., Ln., OU., DEA. 9,00 €.
O: La gran ciudad. | 3-355-00154-6
Die Idee kennen wir aus Fahrenheit 451: um der drohenden Gefahr der Vernichtung durch Verbrennen zu entgehen, lernt eine Gruppe von Leuten die wichtigsten Zeugnisse der Weltliteratur auswendig. So werden sie zu sprechenden Büchern. Eine ähnliche Lösung fällt auch Oliverio Sotomayor ein, als er den Auftrag erhält, mit völlig unzureichenden finanziellen Mitteln ein System von Volksbibliotheken aufzubauen. Und das in einem Land mit einer Unzahl von Analphabeten! Und so ziehen schließlich eine große Schar Freiwilliger übers Land und rezitieren aus den berühmtesten Werken der Weltliteratur. Doch die Initiative hat ungeahnte Folgen. Und so macht sich die Reaktion im Lande auf, das Experiment blutig zu beenden. Ein spannender Roman, der kaum verschlüsselt auch auf die Ereignisse vom 11. September 1973 in Chile hinweist. (Klaus Küpper, BzL)
 
SaavedraSantis Torero KopieChi 073 SAAVEDRA SANTIS, Omar: Torero
Erzählungen.
Ins Deutsche übertragen von Christel Dobenecker, Leni López und Sigrid Reuter.
Berlin: Verlag Neues Leben. 1983. NL-Podium. 183 S., Pb., OU., DEA, 7,00 €.
Mit einer erfrischend geistreichen Prosa, die virtuos die ironisch-wehmutsvollen Zwischentöne nachklingen läßt, erzählt der Autor von den sogenannten kleinen Leuten, die wider Willen zum Heldsein gezwungen werden. Es ist ihre stille, unpathetische Menschlichkeit, an der sie unbeirrt – manchmal fast starrsinnig – festhalten, die trotz aller inividuellen Tragik optimistisch stimmt. (Verlagsinfo)
 
 
 
SEPÚLVEDA, Luis
Luis Sepúlveda wurde am 4.10.1949 in Ovalle/Nordchile geboren. Er ist Autor von Theaterstücken, Hörspielen, Essays, Erzählungen und Romanen; arbeitet als Journalist und Regisseur. Sein Werk wurde mit mehreren literarischen Preisen ausgezeichnet. Nach dem Putsch der Militärs 1973 wurde er zweimal verhaftet und zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, kam erst auf internationalen Druck frei und ging zunächst nach Ecuador, später in die Bundesrepublik Deutschland und nach Frankreich ins Exil. Sepúlveda lebt heute in Gijón/Spanien.
 
Sepúlveda Schatten KopieChi 074 SEPÚLVEDA, Luis: Der Schatten dessen, was wir waren
Roman. Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen.
Zürich: Rotpunktverlag, 2011. Sonderausgabe für den Anderen Literaturclub. 156 S., geb., OU besch. 7,00 €.
O: La sombra de lo que fuimos. Madrid 2009. | 978-3-85869-453-3
35 Jahre nach Pinochets Putsch treffen sich die Exilanten Cacho, Lolo und Lucho in ihrer Heimat Chile wieder – ein »Schatten dessen, was wir einmal waren«, wie sie selbstironisch anmerken. Dickbäuchig sind sie geworden, kahl und graubärtig … Aber keinesfalls zu unterschätzen, denn sie planen einen letzten Coup, sind der verschollenen Beute eines legendären Banküberfalls auf der Spur. – Sepúlveda erzählt ironisch und warmherzig von einer verlorenen Generation: »Ich will denen eine Stimme geben, die versucht haben, die Welt zu verändern.« Dass die Figuren des Romans trotz des Scheiterns nie ihren Glauben an Humor und Liebe verloren haben, macht sie am Ende doch zu Gewinnern. (Verlagsinfo)
 
Sepúlveda Spur KopieChi 075 SEPÚLVEDA, Luis: Die Spur nach Feuerland
Aus dem Spanischen von Harry Stürmer.
Hamburg: Verlag Libertäre Association, Berlin: Schwarze Risse/Rote Straße, 1998. 198 S., geb., DEA. 8,00 €.
3-924737-48-4
Die Hauptperson dieses Kriminalromans, der Ich-Erzähler Juan Belmonte, Exil-Chilene und Türsteher auf der Reeperbahn, erhält eines Tages einen seltsamen Auftrag: er soll einen Goldschatz aufspüren, der während des Krieges von den Nazis geraubt, sich mittlerweile irgendwo in Patagonien befinden soll. Nur unter Druck nimmt er den Auftrag an. Mit der Reise verbindet er gleichzeitig eine Reise in die Vergangenheit Chiles. Auf der Spur des Schatzes sind jedoch noch einige ehemalige Stasi-Mitarbeiter, die sich ebenfalls auf den Weg nach Südamerika machen. Ein spannender Polit-Krimi, der die Leser bis zur letzten Seite nicht losläßt. (Klaus Küpper, BzL)
 
Sepúlveda Killer KopieChi 076 SEPULVEDA, Luis: Tagebuch eines sentimentalen Killers
Roman. Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen.
München, Wien: Carl Hanser, 1999. 82 S, geb., DEA. 7,50 €.
O: Diario de un killer sentimental. | 3-446-19662-5
Ein Killer kommt in die Jahre. Fehler reiht sich an Fehler: 1. er verliebt sich, 2. er versucht herauszufinden, warum sein Opfer sterben soll. In einem furiosen Tempo, wie es dem klassischen roman noir entspricht, entwickelt Sepúlveda seine spannende Story bis zum überraschenden Ende. Ein köstliches Lesevergnügen. (Klaus Küpper, BzL)
 
 
 
 
SERRANO, Miguel
10.9.1917 Santiago de Chile – 28.2.2009 Santiago de Chile. Rechter Esoteriker und Holocaustleugner.
 
Serrano Mi. Suche KopieChi 077 SERRANO, Miguel: Die Suche nach der verborgenen Blume
Eine südamerikanische Legende. Aus dem Spanischen von Susanne G. Seiler.
Basel: Sphinx-Verlag, 1984. Sphinx pocket 23. 96 S., kt., (M) 3,00 €.
O: La flor inexistente. 1969. | 3-85914-323-9
 
 
 
 
 
 
 
 
SKÁRMETA, Antonio
Antonio Skármeta wurde am 7. November 1940 in Antofagasta/Chile geboren. Nach dem Putsch am 11. 9. 1973 war er bis 1989 im Exil, u. a. in Westberlin. Er schrieb Drehbücher zu mehreren Filmen, u.a. für „Der Aufstand“. Viele seiner Werke sind ins Deutsche übersetzt worden, darunter der zweimal verfilmte Roman „Mit brennender Geduld“. Skármeta war bis 2003 Botschafter seines Landes in Berlin.
 
Skármeta Allesverliiebt KopieChi 078 SKÁRMETA, Antonio: Alles verliebt, nur ich nicht
Erzählungen. Aus dem Spanischen übersetzt von Christel Dobenecker, Wolfgang A. Luchting, Keto von Waberer.
Mit einer Nachbemerkung von Alfred Antkowiak.
Berlin und Weimar: Aufbau 1983. 2. Auflage Ed. Neue Texte. 216 S., geb., OU. 5,00 €.
 
 
 
 
 
 
Skármeta Aufsatz Dressler KopieChi 079 SKÁRMETA, Antonio: Der Aufsatz
[KJL] Deutsch von Willi Zurbrüggen.
Einband und Illustrationen: Jacky Gleich. Nachwort von Gudrun Pausewang.
Hamburg: Cecilie Dressler Verlag, 2003. 62 S., Pp. 7,00 €.
O: La composición.| 3-7915-1910-7
Das Jugendbuch erzählt vom Alltag einer Familie während der Junta. Pedro, der fußballbegeisterte Sohn, soll den Militärs in einem Schulaufsatz erzählen, was den seine Eltern und deren Freunde so machen, worüber sie sprechen ... Pedro löst die Aufgabe auf seine Weise und erhält sogar ein großes Lob. Die jetzt von der UNESCO preisgekrönte und mit sehr schönen Illustrationen ausgestattete Geschichte hatte Skármeta bereits in einer Hörspielfassung (1982) unter dem gleichen Titel veröffentlicht. 1984 verfilmt unter dem Titel „Kleine Revolte“ (Pequeña revancha). (Klaus Küpper. BzL)
 
Skármeta Aufstand SPChi 080 SKÁRMETA, Antonio: Der Aufstand
Roman. Autorisierte Übersetzung von Joco Dehmann.
München: Piper, 1989. 2. Auflage. SP 555. 216 S., kt.., 4,00 €.
O: La insurrección. | 3-492-10555-6
Der Roman beschreibt das Alltagsleben in der Stadt Léon wenige Wochen vor dem Sieg der Revolution in Nicaragua.
 
 
 
 
Skármeta AufstandinLeon KopieChi 080a - dass. u. d. Titel: Aufstand in León. Berlin und Weimar: Aufbau, 1982. 251 S., geb., OU. 7,00 €.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Skármeta Neruda KopieChi 081 SKÁRMETA, Antonio: Mein Freund Neruda
Begegnungen mit dem Dichter. Aus dem Spanischen von Petra Zickmann.
München: Piper, 2011. 222 S., geb. 9,00 €.
O: Neruda por Skármeta. Barcelona 2004. | 978-3-492-04845-3
Die Freundschaft zu Pablo Neruda lieferte den Hintergrund zu Skármetas Welterfolg „Mit brennender Geduld“. In „Mein Freund Neruda“ erklärt Skármeta auf wunderbar persönliche, liebevoll-ironische Weise Leben und Werk des Nobelpreisträgers. Antonio Skármeta setzt mit seinem untrüglichen Gespür das Leben des Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda in Beziehung zu dessen gefeierten Gedichten. Er kannte den Menschen Neruda, nicht nur seinen Mythos. Somit beschert er uns als ergriffener Zeitzeuge einmalige Einblicke in das Leben eines Mannes, der ebenso engagierter Politiker war wie grenzüberschreitender Lyriker. Reich an Anekdoten, Emotionen und geschrieben mit humorvollem Feingefühl, ist dies die Hommage eines berühmten Schriftstellers an seinen vielleicht noch berühmteren Freund. Aber auch eine Einladung an den Leser, den großen Lyriker Neruda neu zu entdecken. (Verlagsinfo)
 
Skámeta Geduld SPChi 082 SKÁRMETA, Antonio: Mit brennender Geduld
Roman. Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen.
München, Zürich: Piper, 1988. 2. Auflage. SP 768. 149 S., kt., 4,00 €.
O: Ardiente paciencia. 1984. | 3-492-10768-0
Skármeta erzählt uns die Geschichte von Mario, dem Briefträger Nerudas. Lange Zeit vergeblich versucht Mario die Aufmerksamkeit des berühmten Dichters zu erlangen. Erst mit der Nachricht von der Verleihung des Nobelpreises, die Mario ihm bringt, entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen den beiden Männern. Durch den Dichter eingeführt in die Poesie verwendet Mario fortan die Liebesgedichte seines Freundes zur Verehrung seiner geliebten Beatriz. Das Buch endet mit dem Putsch vom 11. September 1973 und dem Tod Nerudas. Ursprünglich als Hörspiel, Theaterstück und schließlich Drehbuch konzipiert, erschien die Geschichte 1985 erstmals als Roman. Mittlerweile erscheint der Roman unter dem Titel El cartero de Neruda, wurde in 25 Sprachen übersetzt und erneut erfolgreich verfilmt. (BzL)
 
Chi 082a - dass.: Ü: Christel Dobenecker. Hörspielbearbeitung. Regie: Bernd Lau. Sprecher: Ernst Schröder, Hannelore Hoger u. a. Prod. SWF, BR, SFB 1982. Stgt: Hörverlag, 1995. Cassette, 82 Min., 8,00 €.
 
Skármeta Hochzeit KopieChi 083 SKÁRMETA, Antonio: Die Hochzeit des Dichters
Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Willi Zurbrüggen.
München, Zürich: Piper, 2000. 2. Auflage. 310 S., geb., OU. 12,00 €.
O: La boda del poeta. Madrid 1999. | 3-492-04246-5
Alle Bewohner der kleinen Insel vor der dalmatinischen Küste fiebern dem kommenden Jahrhundertfest entgegen: der reichste Mann des Ortes, ein zugereister Bohemien aus Salzburg, heiratet die umschwärmte Schönheit Alia Emar. Mitten in die Vorbereitungen platzt ein Kommando der k. u. k. Marine, das die jungen Männer zum Militär rekrutieren will. Die folgende Auseinandersetzung hat eine grausame Vergeltungsmaßnahme zur Folge, als Österreich ein Kanonenboot zur Insel schickt ... Skármeta erzählt in diesem spannenden Roman eine Episode aus der Geschichte seiner Vorfahren, die am Vorabend des Ersten Weltkrieges von der dalmatinischen Küste nach Chile auswanderten. Mit viel Humor und Sympathie zeichnet er das phantastische Bild der kleinen Inselgemeinschaft und der Gruppe der jungen Männer, denen die Flucht über den Atlantik gelingt. (Klaus Küpper, BzL)
Chi 083a - dass.: München, Zürich: Piper, 2000. 3. Aufl., 11,50 €.
 
Skármeta Ichträumte Aufbau KopieChi 084 SKÁRMETA, Antonio: Ich träumte, der Schnee brennt
Roman. Aus dem Spanischen übersetzt von Monika López.
Mit einem Nachwort von Monika Walter.
Berlin und Weimar: Aufbau, 1978. 238 S., geb., OU. 6,00 €.
O: Soñé que la nieve ardía.
Skármeta erzählt die Geschichte eines Jungen, der im Sommer 1973 sein Heimatdorf verläßt, um ein großer Fußballstar zu werden. Unterwegs trifft er einen kleinen Herrn, der mit einem gestohlenen Hahn in der Hauptstadt sein Glück machen will. Die Erlebnisse der beiden widerspiegeln die gesellschaftliche Realität im Chile der Unidad Popular.
 
Skármeta Mädchen KopieChi 085 SKÁRMETA, Antonio: Das Mädchen mit der Posaune
Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Willi Zurbrüggen.
München, Zürich: Piper, 2002. 2. Auflage. 334 S., geb., OU. 11,00 €.
O: La chica del trombón. Madrid 2001. | 3-492-04431-X
Im Jahre 1944 sitzen Roque Pavlovic und Stefano Coppeta, beide Einwanderer aus Dalmatien, in der kleinen chilenischen Stadt Antofagasta, als ein junger Mann mit einem etwa zweijährigen Mädchen den Ort betritt. Damit beginnt die Geschichte des Waisenkindes Magdalena, das sich später Alia Emar Coppeta nennen wird. Auch sie stammt aus Dalmatien, ihre Eltern sind verschollen, wahrscheinlich von den Deutschen umgebracht und es ist Stefano, der sich ihrer als Großvater (?) annimmt.
Skármeta läßt Alia Emar selbst erzählen: von ihrem Heranwachsen, ihren Auseinandersetzungen und Freundschaften während der Schulzeit, ihrer Begeisterung für die Kinofilme jener Zeit, ihren Träumen als Schauspielerin und ihrer Sehnsucht nach New York. Parallel wird der historische Hintergrund einer Zeit entfaltet, die bis 1970 reicht und die mit dem (endlichen) Wahlsieg Allendes endet. Der Roman bildet den zweiter Band einer Trilogie, die mit „Die Hochzeit des Dichters begann“ und von den Schicksalen dalmatinischer Einwanderer in Chile erzählt. (Klaus Küpper, BzL)
 
Skármeta Sophie KopieChi 086 SKÁRMETA, Antonio: Sophies Matchball
Roman. Aus dem chilenischen Spanisch von Curt Meyer-Clason.
München, Zürich: Piper, 1992. SP 1490. 198 S., br., DEA. 4,50 €.
O: Match Ball. Buenos Aires 1989. | 3-492-11490-3
Merkwürdiger Roman um einen US-amerikanischen Arzt, der sich in eine minderjährige Tennisspielerin verliebt. Offensichtlich konnte Skármeta sich nicht entscheiden zwischen einer Neuauflage von Lolita und einer Persiflage auf den Tenniszirkus. Mit einigen witzigen Stellen, aber sonst kaum interessierende, überflüssige Spielerei. (Klaus Küpper, BzL)
 
 
 
 
STUPARICH, Sergio
Geboren am 14.12.1943 Santiago de Chile. Philosoph, Lehrer und Autor. Nach dem Putsch Exil in Italien und Schweden, wo er heute noch lebt.
 
Stuparaich Chile KopieChi 087 STUPARICH, Sergio: Wer uns nicht kennt, kennt Chile nicht.
Ein Roman in Verhören. [Mit einem Nachwort des Autors]
Aus dem Chilenischen von Rainer Enrique Hamel.
Berlin: Rotbuch Verlag, 1975. Rot¬buch 136. 143 S., br., DEA. 6,00 €.
O: Chile: Comprometerse con una clase. | 3-88022-136-7
Dieser Roman, geschrieben während des siebenmonatigen Asyls des Autors in einer Botschaft in Santiago, befreit uns von den Klischeevorstellungen über Chile. Er zeichnet die subjektive Seite der chilenischen Entwicklung von den 60er Jahren bis nach dem Putsch – am Beispiel der Erlebnisse und Lernprozesse dreier Leute, die wir selber sein könnten oder doch kennen: Der Arbeiter, der nach Nackenschlägen, Erfolgen und Naivität zu einem militanten Kämpfer wird – Die großbürgerliche junge Frau, die sich zunächst aus Opposition gegen ihren Mann, denn aus Mitgefühl politisiert – Den Intellektuellen, der praktisch arbeitet, aber manchmal nicht weiß, wie er sich Proletariern verständlich machen soll. (Verlagsinfo)
 
TEITELBOIM, Volodia
19.3.1916 Chillán – 31.1.2008 Santiago de Chile. War kommunistischer Politiker und Autor von Essays, Romanen und Biiographien.
 
Teitelboim Neruda KopieChi 088 TEITELBOIM, Volodia: Pablo Neruda
Ein Lebensweg. Deutsch von Wilhelm Plackmeyer
Berlin und Weimar: Aufbau, 1987. 668 S., Ln., OU., DEA. 8,50 €.
O: Neruda. 1984. | 3-351-00532-6
Sehr ausführliche Biographie des intimen Freundes von Neruda.
 
 
 
 
 
 
 
Teitelboim Krieg KopieChi 089 TEITELBOIM, Volodia: Der innere Krieg
Roman. Deutsch von Wilhelm Plackmeyer.
Berlin und Weimar: Aufbau, 1983. 514 S., geb., OU., DEA. 9,50 €.
O: La guerra interna. 1979.
In dem Roman verdichten sich Realität und fantastische Elemente, überlagern sich die Folterknechte des Pinochet-Regimes und die Filmmonster – Frankenstein, Drakula, King Kong etc. der 20er und 30er Jahre zu einem komplexen Bild der jüngsten chilenischen Geschichte. (Reichardt 1992)
 
 
 
Chi 090 TEITELBOIM, Volodia: Das Lied der Pampa
Roman. Aus dem Spanischen übersetzt von Katja Hayek-Arendt.
Illustrationen von José Venturelli.
Berlin: Volk und Welt, 1955. 414 S., 14 Tafeln, Ln., DEA. 15,00 €.
O: Hijo del salitre.1952.
Der Roman behandelt die Frühzeit der chilenischen Arbeiterbewegung. Den Handlungsfäden und typisierendes Beispiel der politischen Bewußtseinsbildung ergibt die Biographie des späteren KP-Vorsitzenden Elías Laferrte. Der Roman gipfelt in der Darstellung des von Regierungstruppen 1907 in Iquique angerichteten Massakers. (Reichardt 1992)
 
TORRES, Antonia
Antonia Torres Agüero wurde 1975 in Valdivia geboren. Sie ist Journalistin, Literaturwissenschaftlerin und Lyrikerin. Sie hat mehrere Jahre in Deutschland verbracht und hier studiert und promoviert. Als Autorin – mehrere Bände mit ihrer Lyrik sind in Chile erschienen – gehört sie zu der sogenannten Generation der náufragos (Javier Bello), der Schiffbrüchigen, die sich mit der gescheiterten Transformation Chiles nach dem Ende der Diktatur auseinandersetzen. Antonia Torres arbeitet seit 2013 an der Universidad Austral de Chile in ihrer Geburtsstadt.
 
Torres Umzug KopieChi 091 TORRES, Antonia: Umzug / Mudanza
Poesía de Antonia Torres. Übersetzt von Karolin Viseneber.
Hrsg. von Vera Elisabeth Gerling und Wiebke Sievers.
Düsseldorf: düsseldorf university press dup, 2015. Düsseldorf übersetzt, Bd. 6. 120 S., br., DEA. 9,00 €.
O: Umzug. Santiago de Chile 2012. | 978-3-95758-020-7

„Ich bin fremd geworden und kann die Dinge nicht benennen“ – Antonia Torres sucht und findet Worte für unterschiedlichste Stimmen und Figuren, die zwischen Kulturen, Sprachen und Räumen reisen, ohne je anzukommen. Sie nehmen uns mit, lassen uns teilhaben an Mikrokosmen, an flüchtigen Momenten in Zeit und Raum, wie etwa den „Unterwasserhöhlen bewohnt von Moos und Pilzen“, einer„schwebenden Stadt auf einer Postkarte“ oder dem „Wellblech der Zeit“. (Verlagsinformation)
 
VALDÉS, Hernán
Geboren 2.6.1937 in Santiago; Gelegenheitsarbeiter und Fotograf, stud. Filmregie in Prag, nach dem Putsch einige Monate im KZ Tejas Verdes, 1974 Exil in England, später in Spanien, lebt heute in Kassel.
 
Valdés Auchwenn KopieChi 092 VALDÉS, Hernán: Auch wenn es nur einer wäre ...
Folter in Chile. Tagebuch aus einem chilenischen KZ.
Aus dem Spanischen von Ulrike Becker. Mit einer Nachbemerkung von Rosemarie Bollinger.
Reinbek: Rowohlt, 1976. rororo aktuell 4064. 135 S., kt., DEA. 5,00 €.
O: Tejas verdes. Barcelona 1974. | 3-499-14064-0
Eindringliche Beschreibungen der Quälereien während der Haft des chilenischen Autors.
 
 
 
 
Valdés VomEnde KopieChi 093 VALDÉS, Hernán: Vom Ende an
Roman. Aus dem Spanischen von Ulrike Michael
Berlin: Rotbuch Verlag, 1984. Rotbuch 281. 288 S., br., DEA. 7,50 €.
O: A partir del fin. | 3-88022-281-9
Abrechnung eines Intellektuellen mit seinen Illusionen bezüglich der Volksfrontpolitik Allendes, der Hoffnungen und der Erlebnisse aus dieser Zeit; aber nicht in der bei uns so verbreiteen "puritanisch-selbstgeißlerischen Form, sondern als Denkender, der zweifelt, ja gar an seinen Zweifeln zweifelt, als jemand, der die Verkettung von Freiheit und Verantwortung ...nur zu gut kennt." (P.P.Zahl)
 
 
VASQUEZ, Ana
Geboren am 18.12.1931 in Santiago de Chile, gestorben am 18.11.2009 in Paris; war bis 1973 Professorin für Psychologie an der Universität in Santiago. Seitdem lebte sie in Paris im Exil. Autorin von Erzählungen und Romanen.
 
Vásquez Freundin DEA KopieChi 094 VASQUEZ, Ana: Meine Freundin Chantal
Roman. Aus dem Spanischen von Susanne Ackermann.
Wuppertal: Peter Hammer, 1993. 285 S., geb., OU., DEA. 9,00 €.
O: Mi amiga Chantal. Barcelona 1991. | 3-87294-539-4
Roman über die Beziehung der chilenischen Universitätslehrerin Ana zu ihrer französischen Kollegin Chantal. Die ursprünglich vertrauensvolle Freundschaft verwandelt sich allmählich in eine schier unerträgliche Belastung, besonders nach der Heirat von Chantal, die ihre Vertraute mehr und mehr zu vereinnahmen sucht.
 
 
 
 
VESELY, Sergio
Geboren 1952 in Santiago de Chile als Enkel böhmischer Einwanderer. Sportler und Liedermacher. Nach dem Putsch zwei Jahre Haft in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern; 1976 Verbannung aus Chile, Asyl in der Bundesrepublik Deutschland. Heute deutscher Staatsbürger.
 
Vesely Gesang KopieChi 095 VESELY, Sergio und FIECHTNER, Urs M.: Gesang für América
Eine poetische Vision.
Mit Fotografien von Edgar Ricardo von Buettner.
St.Gallen, Wuppertal: Ed. Diá, 1986. 78 S., br. 4,00 €.
3-905482-19-3
Collagen aus Textstellen des Popul Vuh und anderer präkolumbianischer Mythen. Von den Autoren bearbeitete Motive von E. Cardenal und P. Neruda verbinden sich in diesem Bändchen sehr eindrucksvoll mit den Fotografien von E. R. v. Buettner.
 
 
 
Vesely Auge KopieChi 096 VESELY, Sergio und FIECHTNER, Urs M.: Im Auge des Jaguars
Episoden aus der indianischen Geschichte Lateinamerikas.
Baden-Baden: Signal, 1991. 190 S., Hc., 8,00 €.
3-7971-0289-5
Mit den Geschichten aus dem Buch schreiben die Autoren gegen die standadisierte, mehr dem Klischee als der Wirklichkeit verpflichteten Vorstellungswelt des Europäers von indianischer Gegenwart und Vergangenheit an. Ihre Perspetive ist unsentimental. Eine Erinnerung an einen vor über 500 Jahren begonnenen und in manchen Gegenden bis heute anhaltenden Völkermord.
 
 
ZURITA, Raúl
Raúl Zurita wurde am 10.1.1950 in Santiago de Chile geboren. Er studierte Mathematik und Ingenieurswissenschaften. Nach dem Putsch der Militärs im Jahre 1973 wurde er einige Monate inhaftiert. Später war er Professor in Kalifornien und arbeitete als Kulturattaché in Italien und Spanien.
Zurita hat mehr als 20 Gedichtbände verfasst, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Er ist Träger des Pablo Neruda-Preises (1989) und des chilenischen Premio Nacional de Literatura (2000). Seit 2001 ist er Professor für Literatur an der Universidad Diego Portales in Santiago de Chile.
Viele seiner übersetzten Gedichte sind in deutschsprachigen Anthologien und Zeitschriften erschienen. 1993 erschien sein großer Gedichtzyklus „Vorhimmel“ in deutscher Übersetzung.
 
Zurita Vorhimmel KopieChi 097 ZURITA, Raúl: Vorhimmel / Anteparaíso
(Gedichtzyklus). Deutsche und spanische Ausgabe.
Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen.
Nürnberg: DA Verlag Das Andere, 1993. 193 + 153 S., 2 Bde. i. Sch., mit 15 Farbfotografien, 26,5 x 18,5 cm. 19,50 €.
O: Anteparaíso. Santiago de Chile 1982. | 3-922619-30-4
In 250 Meter langen und 40 Meter breiten Buchstaben ist der Schlußvers von La Vida Nueva des Dichters Zurita in die Atacama-Wüste im Norden Chiles eingegraben worden. Die Eingangsgedichte des gleichen Zyklus wurden von fünf Flugzeugen mit Kondensstreifen in den Himmel von New York geschrieben: Wahrhaft würdige Plätze für eine kraftvolle Poesie! Die Fotografien der letztgenannten Aktion sind in den beiden Prachtbänden abgebildet, mit denen der Verlag einen der großen Dichter seines Landes vorstellt. Das Werk, in Anlehnung an Dantes „Göttliche Komödie“ angelegt, ist ein großer dreiteiliger Gedicht-Zyklus, dessen zweiter Teil Anteparaíso hier im spanischen Original und in deutscher Übertragung vorgestellt wird. In ihm werden die Erfahrungen mit der Militärdiktatur durchlebt und die Hoffnung auf den Eintritt in ein neues Leben in lyrischer Form verarbeitet.
 
ANTHOLOGIEN
 
Erkundungen IChi 100 Erkundungen
24 chilenische Erzähler.
Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Andreas Klotsch.
Berlin: Volk und Welt 1974. 369 S., br., DEA. 8,50 €.
Sammlung moderner chilenischer Kurzprosa. In der Anthologie kommen vor allem jungen Autoren zu Wort, mit Beiträgen, die zwischen 1960 und 1972 entstanden sind. In den Texten dominiert der kritische Ton. Die Autoren setzen sich mit einer Realität auseinander, die voll von Widersprüchen ist, in der es noch viel Not, Unrecht, Spießigkeit und Bigotterie gibt. Ihre Prosa ist frisch, unbefangen burschikos, grotesk humorisch – bestes Zeugnis einer künstlerisch selbstbewußten engagierten Literatur. (Aus dem Verlagsinfo)
 
Erkundungen IIChi 101 Erkundungen II
22 chilenische Autoren.
Herausgegeben von Joachim Meinert unter Mitarbeit von Salvattori Coppola.
Mit einem Nachwort von Salvattori Coppola.
Berlin: Volk und Welt: 1976. 303 S., br., 7,00 €.
Chi 101a - dass.: Berlin: Volk u. Welt, 1978. 2. Auflage. 295 S., (veränd. Satzspiegel) br. 6,00 €.
Verfolgung und Terror, die die Menschen bis an die Grenzen der physischen und psychischen Zerstörng treiben, sind ein Thema dieser Anthologie. Sie sicht die Wirklichkeit des heutigen Chile in ihren vielfältigen Aspekten einzufangen: den alltäglichen Faschismus, der ein Klima der Spitzelei, Unsicherheit und Existenznot schafft; die Bitternis des Exils, das über 150 000 Chilenen kennenlernten; den historischen Hintergrund der jüngsten Ereignisse. Die Texte, nach dem September 1973 entstanden, erheben Anklage gegen ein unmenschliches Regime und künden von der Zuversicht des chilenischen Volkes, daß die Tyrannei keinen Bestand haben wird. (Aus dem Verlagsinfo)
 
DerMannRoseChi 102 Der Mann mit der Rose
Geschichten aus Chile.
Herausgegeben von Salvattori Coppola und Joachim Meinert. Illustrationen von Santos Chávez. Nachwort von Joachim Meinert.
Aus dem Spanischen und Französischen von Renate Brandes, Lene Klein, Urich Kunzmann, Monika López, Dieter Masuhr, Jochen Martin, Joachim Meinert und Curt Meyer-Clason.
Berlin: Kinderbuchverlag, 1983. 231 S., geb., DEA. 5,00 €.
Sagen, Märchen, Fabeln und Erzählungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, z.T. von namhaften Autoren wie Neruda, Skármeta und Gabriele Mistral geben ein eindringliches Portrait von Chile in Vergangenheit und Gegenwart.
 
IndizienChi 103 Einige Indizien oder Der letzte Ausweg
Erzählungen aus Chile.
Herausgegeben und Nachwort von Peter B. Schumann.
Vorwort von Antonio Skármeta.
Berlin: Ed. diá, 1994. 188 S., geb., SU. 11,00 €.
14 Prosastücke und einen kleinen Essay versammelt diese Anthologie. Die Texte stammen fast ausschließlich aus den 90er Jahren und bieten so einen repräsentativen Eindruck von der jüngsten Produktion mehrerer, bei uns teils bekannter, teils noch nicht übersetzter Autoren und Autorinnen. Eine wichtige Sammlung über die Nueva narrativa Chilena.
 
 
Chil Erz SLChi 104 Chilenische Erzählungen
Zusammengestellt von Katja Behrens.
Darmstadt und Neuwied: Luchterhand 1981. 4. Auflage. SL 231. 161 S., br., 3,50 €.
Der Band enthält elf Erzählungen, die vor und nach dem Putsch 1973 entstanden sind. Viele davon sind den beiden Bänden „Erkundungen I und II“ entnommen worden.
 
 
 
 
 
 
DiezPoetasChi 105 Diez Poetas Chilenos. Antologia
Zehn chilenische Dichter.
Antologia. Spanisch – Deutsch.
Herausgegeben von: Enrique Moro. Mit einem Vorwort von Federico Schopf.
Übersetzungen (ohne Zuordnung) von Günther Bauer-Rabbé, Raul Sanchez, Maria Sippos und Margarete Klinger.
Frankfurt a. M.: Zambon, 1983. 179 S., br., DEA. 6,50 €.
Wichtige zweisprachige Anthologie, die versucht, einen Überblick über das lyrische Schaffen in Chile in den ersten Jahren nach dem Putsch der Militärs zu geben.
 
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