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Fernando del Paso gestorben
 
Paso Ferd.delFernando del Paso wurde am 1. April 1935 in Mexiko-Stadt geboren.
Er studierte Ökonomie und war lange Jahre für die BBC in London und für Radio France in Paris tätig, wo er zuletzt für drei Jahre auch das Amt des Generalkonsuls innehatte. 1992 übernahm del Paso die Leitung der Bibliothek „Octavio Paz“ in Guadelajara.
Fernando del Paso ist Autor von Romanen, Erzählungen, Lyrik, Theaterstücken und Essays. Er erhielt für sein Werk zahlreiche Preise, darunter den Preis der Casa de las Américas und zuletzt 2015 den wichtigste Literaturpreis der spanischsprachigen Welt, dem Premio Miguel de Cervantes.
In deutscher Übersetzung erschienen drei Romane:
„Nachrichten aus dem Imperium“ (Noticias del imperio) berichtet von einem herausragenden Ereignis in der Geschichte seines Landes: dem Versuch Napoleon III. mit Hilfe der Habsburger Dynastie den Widerstand im aufmüpfigen Mexiko zu brechen. Das Ende der Geschichte ist bekannt: der siegreiche Benito Juárez läßt die Marionette Maximilian, Kaiser von Napoleons Gnaden, 1867 in Querétaro erschießen. Del Paso gelingt mit seinem monumentalen Roman ein spannendes historisches Panorama der damaligen Zeit.
Protagonist des Romans „Palinurus von Mexiko” (Palinuro de Mexico) ist der Medizinstudent Palinurus (Namensvetter des Steuermanns aus Vergils Anäis), den der Autor auf seinen Streifzügen durch Realität und Traum in Mexiko-Stadt begleitet. Entstanden ist dabei das Buch der Bücher: verstanden in dem Sinne, dass dieser 800seitige Roman eine extraordinäre Ansammlung von Zitaten der Weltliteratur, aus Medizin und Philosophie darstellt, ein Zeugnis von Belesenheit, dass den Leserinnen und Lesern schier den Atem nimmt.
Der Roman „Linda 67” (Linda 67. Historia de un crimen) berichtet von einem Mörder, der bei seiner Tat scheinbar alles bedacht hat und trotzdem am Ende als Betrogener dasteht.
Fernando del Paso starb am 14. November 2018 in Guadelajara.
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