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Maryse Condé erhält den alternativen Nobelpreis
Maryse Condé, eine der wichtigsten Autorinnen der Frankophonie, wurde am 11. Februar 1937 in Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe geboren. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaften an der Sorbonne und promovierte über Stereotypen von Schwarzen in der westindischen Literatur. Sie lehrte frankophone afrikanische Literatur an der Sorbonne und der Columbia University, New York.
Sie ist Autorin von zahlreichen, auch ins Deutsche übersetzten Romanen, sowie Kinderbüchern, Theaterstücken und Essays. 1993 erhielt sie als erste Frau für ihr Gesamtwerk den Puterbaugh-Preis.
In ihren literarischen Arbeiten steht vor allem die Geschichte der Schwarzen in der Karibik im Vordergrund, ihre Herkunft aus der afrikanischen Heimat und ihr Schicksalen als Sklaven und ihre der aktuellen Situation auf den Inseln der Antillen. Leider sind bis auf einige Ausnahmen (siehe Webseite) die meisten Übersetzungen nicht mehr lieferbar, darunter auch das Jugendbuch „Hugo der Schreckliche“ (1997), sowie die Romane „Ich, Tituba, die schwarze Hexe von Salem“ (1988), „Unter den Mangroven“ (1991), „Requiem für einen schwarzen König“ (1994), „Das verfluchte Leben“ (1995), „Kinder der Sonne“ (1996), „Sturminsel“ (1997) und „Insel der Vergangenheit“ (1999).
Maryse Condé, die abwechselnd in New York und auf Guadeloupe lebt, erhielt am 12.10.2018 den Alternativen Literaturpreis der Neuen Akademie, der als Ersatz für den in diesem Jahr nicht vergebenen Nobelpreis einmalig ausgelobt wurde.
Klaus Küpper
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