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Zum Geburtstag des chilenischen Autors Fernando Alegría
 
Fernando Alegría wurde am 26.9.1918 in Santiago de Chile geboren. Er studierte in Santiago de Chile und in den USA Literaturwissenschaft und war von 1964 bis 1967 Literaturdozent in Berkeley. Während der Regierung Allendes arbeitete er als Kulturattaché an der chilenischen Botschaft in Washington. Nach dem Militärputsch lebte er im Exil in den USA und lehrte ab 1974 an der Stanford-University.
Alegría ist Autor von zahlreichen Romanen, Erzählungen und literaturwissenschaftlichen Essays. Bereits mit 17 Jahren schrieb er den später überarbeiteten biographischen Roman über den Gründer der Kommunistischen Partei Chiles (Recabarren, 1938,1968). Der dokumentarische Abenteuerroman Lautaro, joven libertador de Arauco (1943), den er auch als Roman für Jugendliche schrieb, erzählt von einem jungen Indianerhäuptling, der im Kampf der Araucaner gegen die Spanier gefallen war. In dem Roman Mañana los guerreros von 1964 (dt.: Frühling der jungen Krieger, 1975) schildert Alegría die Unruhe und Verwirrung, die die jungen Menschen erfasst hatte, als die politische Situation in Chile im Jahre 1938 eskalierte und Linke und Nazianhänger sich blutige Kämpfe lieferten. Als einer der ersten literarischen Verarbeitungen des Militärputschs von 1973 gilt der zwei Jahre später erschienene Roman El paso de los gansos, der unter dem Titel „Stechschritt“ 1978 auch in deutscher Übersetzung erschien. Er schildert in Form von Tagebuchaufzeichnungen die Entwicklung eines jungen Pressefotografen und dessen Tod im Stadion von Santiago.
In deutscher Übertragung erschienen noch vier weitere kleinere Prosatexte in verschiedenen Anthologien.
Fernando Alegría starb am 29.10.2005 in Walnut Creek/Kalifornien.
Klaus Küpper
(Quellen: u.a. Reichardt, 1992; Wikipedia)
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