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V. S. Naipaul gestorben
 
V[idiadhar]. S[urajprasad]. Naipaul wurde am 27. August 1932 in Chaguanas als Nachfahre indischer Imigranten auf Trinidad geboren. Mit 18 Jahren ging er mit einem Studien-Stipendium nach Oxford um nie wieder in seine Heimat zurückzukehren.
Naipaul war Autor von Romanen und Erzählungen, darunter die deutschen Übersetzungen „Wahlkampf auf karibisch““, An der Biegung des großen Flusses“, „Ein Haus für Mr. Biswas“, „Herr und Sklave”, “Des Nachtwächters Stundenbuch und andere komische Entdeckungen“.
Bekannt wurde er vor allem durch seine großen Reisereportagen und Essays; darunter u. a.
„Indien – eine verwundete Kultur“, „Dunkle Gegenden“, „Die letzte Kolonie“, „Eine islamische Reise“, „Jenseits des Glaubens“ und „Afrikanisches Maskenspiel“.
In den beiden autobiographische gefärbten Romanen „Das Rätsel der Ankunft“ und „Ein Weg in der Welt“ schildert Naipaul seine Suche nach der eigenen Identität. Wie in seinen übrigen Romanen und Reisebüchern erleben die Leserinnen und Leser immer wieder aufs Neue die Fähigkeiten des Autors, über Erlebnisse und Ereignisse zu staunen und die gängigen Interpretationen und Meinungen immer wieder zu hinterfragen und zu neuen und überraschenden Ergebnissen zu kommen. Die meisten seiner zahlreichen Bücher sind mittlerweile vom deutschsprachigen Buchmarkt verschwunden.
Für seine Lebenswerk erhielt der Autor, der sich mit seinen kompromisslosen Ansichten viele Feinde machte, 2001 den Nobelpreis für Literatur.
Naipaul, der seit 1950 in England lebte, starb am 11. August 2018 in seinem letzten Heimatort Wiltshire.
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