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Alegría ClaribelClara Isabel Alegría Vides wurde am 12. Mai 1924 in Esteli/Nicaragua geboren. Der Vater war Nicaraguaner, die Mutter stammte aus El Salvador. Sie wuchs in der Heimat ihrer Mutter auf und verstand sich als Salvadorianerin. Sie hat in Washington Philologie studiert und zeitweise in den USA, auf Mallorca und in Nicaragua gelebt. Ihre Romane, Erzählungen, Essays und Lyrik wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Den Roman „Die Asche des Izalco“ schrieb sie zusammen mit ihrem Mann, dem US-amerikanischen Schriftsteller Darwin J. Flakoll. In deutscher Übersetzung erschien 1999 „Epizentren 1973 – 1996“, sowie zahlreiche Gedichte in Anthologien und Zeitschriften. Ihre Lyrik „tendierte von Anfang an zu unrethorischer Schlichtheit. Die politische Thematik tritt seit den 70er Jahren zunehmend stärker hervor.“ (Reichardt 1992) Sie schrieb über die Geschichte Nicaraguas, die Somoza-Diktatur und über Repression und Widerstand in El Salvador. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Poesiepreis der Casa de las Américas und den Premio Reina Sofia de Poesia Iberoamericana.
Claribel Alegría ist am 25. Januar 2018 in Managua verstorben.