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João Ubaldo Ribeiro ist am 18.7.2014 in Rio de Janeiro gestorben.

Ribeiro Figur farbig2Ribeiro wurde am am 23.1.1941 auf der Insel Itaparica in der Bucht von Salvador de Bahia geboren.
Er schrieb früh für diverse Zeitungen, war Zeitschriftenherausgeben zusammen mit Glauber Rocha, bevor er in Bahia ein Jurastudium begann und seinen ersten Roman veröffentlichte. Nach dem Putsch der Militärs ging er für kurze Zeit in die USA und arbeitete ab 1965 als Hochschullehrer an der Universität in Bahia.
Seinen ersten literarischen Erfolg feierte er mit seinem Roman Sargento Getúlio (dt. Sargento Getúlio) von 1971.
1981 lebte er als Stipendiat in Lissabon. 1990/91 war er Gast des Berliner Künstlerprogaramms DAAD. Seine Erfahrungen aus dieser Zeit veröffentlichte er in Zeitungsbeträgen für die Frankfurter Rundschau, die in Buchform unter dem Titel „Ein Brasilianer in Berlin" zweimal (einmal zweisprachig) erschienen.
Sein wichtigster Roman ist zweifelos Viva o povo brasileiro (dt. Brasilien, Brasilien), der 1988 erschien. In ihm behandelt Ribeiro - ebenso wie auch in den folgenden Werken - die Geschichte und die aktuelle Situation in Brasilien. Er erzählt darin die Geschichte „von unten" und gab damit den „stimmlosen", der unterdrückten und ständig ausgebeuteten Bevölkerung Brasiliens eine neue Ausdrucksmöglichkeit.

Die lieferbaren Titel finden Sie unter dem Autorennamen – einige vergriffene Bücher auch unter „Antiquariat/Brasilien".